Hier schreiben Ude, Knobloch, Stoiber und Glas Bestandsaufnahme: Wohin gehst du, CSU?

Für wen und was steht die CSU? Politiker und Prominente geben ihre Antwort auf diese Frage. Foto: dpa/az

Christlich-konservativ oder immer weiter nach rechts? Die Partei unter Chef Horst Seehofer steht am Scheideweg.

 

Von ihrer Gründung im September 1945 über den Kreuther-Krach im November 1976 zwischen Franz Josef Strauß und Helmut Kohl bis hin zum gegenwärtigen Flüchtlingsstreit unter Horst Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel: Die „Regionalpartei mit bundespolitischen Anspruch“, wie sich die CSU tituliert, polarisiert seit jeher.

Die AZ nimmt den aktuellen Parteitag zum Anlass für eine Bestandsaufnahme. Für wen und was steht die CSU? Politiker und Prominente geben ihre Antwort auf diese Frage.

Übrigens: Ob Volker Kauder, Julia Klöckner oder Peter Tauber: Aus der Spitze der CDU war niemand bereit, ein paar Zeilen über die Schwesterpartei zu schreiben.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer: „Der Gegner der Union ist die Linksfront“

Die CSU ist die große Volkspartei in Bayern – nächstes Jahr wird die CSU sechs Jahrzehnte den bayerischen Ministerpräsidenten stellen. Diese politische Stabilität tut Bayern gut. Der Erfolg ist kein Zufall. Wir machen Politik für alle Menschen in Bayern, alle Generationen, alle gesellschaftlichen Schichten – anders wäre es auch nicht möglich, kontinuierlich immer wieder von den Wählern neu den Regierungsauftrag zu bekommen.

Wir decken ein breites politisches Spektrum ab, dieses ist Mitte-Mitte-Rechts, seit Gründung der CSU. Das gehört zur DNA unserer Partei. Laptop und Lederhose, Touchpad und Trachtenjanker, dafür steht die CSU. Wir vereinen Tradition und Fortschritt, und was Franz Josef Strauß sagte, gilt auch heute: „Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts zu stehen.“

„Wir sind eine moderne Mitmachpartei“

Die Annäherung von CDU und CSU in der Flüchtlingspolitik ist auf einem guten Weg, aber noch nicht abgeschlossen. Klar ist: Der gemeinsame Gegner der Union ist die Linksfront Rot-Rot-Grün. Die Bundestagswahl 2017 wird eine Richtungsentscheidung sein: Eine unionsgeführte Bundesregierung muss verhindern, dass ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei die Macht übernimmt und Deutschland runterwirtschaftet.

Wir wollen solide Finanzen, Steuersenkungen, Politik für Familien und eine Leitkultur nach unseren Werten. Ein Linksbündnis hingegen bedeutet Steuererhöhungen, Multikulti, außenpolitische Isolation und eine familienfeindliche Politik. Davor müssen wir unser Land bewahren und einen Linksrutsch verhindern – damit Deutschland Deutschland bleibt. Wir haben eine Koalition mit den Bürgern und sind dabei moderne Mitmachpartei.

 

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