Hier schreiben Ude, Knobloch, Stoiber und Glas Das sagen Helmut Schleich und Till Hofmann

 

Kleinkunst-impresario Till Hofmann „Mia san ned nur mia“

Prae-nunc und postfaktisch dürfte klar sein: Die CSU bleibt die stärkste Fraktion im Landtag. Sicher nicht mehr mit absoluter Mehrheit. Was aber wurscht sein sollte, wenn die alte Dame aus Demokratien, einer südbayerischen Landschaft, selbstbewusst feststellt: Mia san ned nur mia. Zuversichtlich statt ängstlich und panisch.

Überfordert hat es die Staatsregierung nicht geschafft, Geflüchtete ordentlich zu registrieren. Damit ist sie nicht schuldig für irgendwas, aber logistisch verantwortlich. Abgehakt, weiter geht’s – nur warum da Schuld suchen und nicht Zuversicht durch souveränes Auftreten demonstrieren?

Warum hat die alte Lady CSU Angst vor der Unterwerfung des bayerischen Morgenlandes unter einen möglichen islamischen Ministerpräsidenten? Oder einen evangelischen gar?

„Horst, hörst? Wir packen das, auch mit euch“

Hinlangen, nicht verbal angstblöken vor der Präsenz fußballspielender, senegalesischer Ministranten, sondern loben, dass in Bayern vor allem durch ihre wertkonservativen Wähler unglaublich viel in praktischer Integration erreicht wurde. Respekt vor der Bevölkerung! Jetzt lass sie noch arbeiten und schick die Kinder in die Schule, lieber Herrmann the German, und es läuft. Gegner soll nicht die CDU sein, sondern die AfD. Genfer Flüchtlingskonvention, Grundgesetz, demokratische Werte, Solidarität mit Schwächeren, wurscht woher, das sollten Koordinaten im Programm 2025 sein, nicht Panik und Winseln. Neben den wertkonservativen Parteien CSU, Grüne, SPD und FDP wird eine rechte Momentspartei sein. Aber wir sind mehr: 85 bis 90 Prozent wählen nicht diese „Partei“.

Horst, hörst? Logisch packen wir das, auch zusammen mit euch, der CSU.

Packmos, die neue bürgerliche Kraft steht in den Startlöchern. Podemos Amigos! 15 Prozent – das wäre famos. Koaliamos.

Kabarettist Helmut Schleich (alias FJS) „Strauß werden oder Stoiber bleiben?“

Der Seehofer hat zwar kein Abitur, und Lateiner ist er schon drei mal keiner, aber wie er sich jetzt das Prinzip „divide et impera“ zu Eigen gemacht hat, das nötigt mir posthumen Respekt ab.

Mit der Aussage, wer CSU- Chef werden will, muss in die Filiale nach Berlin, hat er den Söder gezwungen, entweder den Berliner Karrierekuchen ganz zu fressen oder als ewiger Django und Maulaufreißer in München zu versauern. Der wird sich in den Arsch beißen, bis ihm der eigene Hintern zur Leibspeise wird.

Aber das hilft gar nichts, an der Frage ein Strauß werden oder ein Stoiber bleiben, kommt kein zukünftiger CSU- Chef vorbei, egal ob er Söder, Weber, Blume oder sonst wie heißen wird.

„Die CSU beschäftigt sich am liebsten mit der CSU“

Zumal zu viel Postengeschacher schnell den Eindruck erzeugt, die CSU beschäftigt sich am liebsten mit der CSU. Damit würde sie für den Wähler – bildlich gesprochen – zu einer Sau, die sich selbst durchs Dorf treibt. Und die war ICH nie!

 

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