Hier schreiben Ude, Knobloch, Stoiber und Glas Das sagen Edmund Stoiber und Charlotte Knobloch

 

CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber „Die CSU ist eine Klartext-Partei“

Der CSU-Parteitag findet in einer herausfordernden Zeit statt. Die Menschen sind erkennbar verunsichert: Internationaler Terrorismus, die Migrationsbewegungen nach Deutschland und Europa und eine diffuse Angst vor der Globalisierung haben zu einer Veränderung der Parteienlandschaft geführt.

Rechts von der Union ist mit der AfD eine Partei entstanden, die bundesweit Proteststimmen einsammelt und die Schwesterpartei CDU bei den letzten Landtagswahlen in den 20-Prozent-Turm verbannt hat. Und bei den nächsten Bundestagswahlen droht ein Linksbündnis von SPD, Grünen und Linken. Das würde Deutschland wirtschaftlich und gesellschaftlich weit zurückwerfen. Deshalb muss die Union bei der Bundestagswahl so stark werden, dass gegen sie nicht regiert werden kann.

Die Stärke der CSU ist dazu unverzichtbar. Die Zustimmung zur CSU unter Führung von Horst Seehofer ist nach wie vor hoch.

Der Leitantrag zum politischen Islam unterstreicht einmal mehr: Die CSU ist eine Klartext-Partei. Sie scheut sich nicht ein Thema aufzugreifen, das der linke politische Mainstream lieber verschweigen will, das sehr vielen Menschen in Deutschland aber auf den Nägeln brennt.

„Der politische Islam darf keine Basis in Deutschland finden“

Die CSU sagt eindeutig Ja zur Religionsfreiheit, aber Nein zum politisch verzerrten Islamismus. Der politische Islam darf keine Basis in Deutschland finden!

Auch in der Zuwanderungsdebatte zeigt die CSU zu Recht klare Kante. Die deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland will eine klare Begrenzung der Zuwanderung. Ich bin zuversichtlich, dass sich CDU und CSU in der Flüchtlingspolitik einigen können. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, wenn die CSU im Wahlkampf eigene Akzente setzt. Damit können beide Parteien gut leben. Der Leitantrag legt hier die Obergrenze als Ziel für das Wahlprogramm der CSU fest.

Interview mit Europapolitiker Manfred Weber - "Der politische Islam ist unser Gegner"

Ich bin mir sicher: Von diesem Parteitag wird ein starkes Signal der Geschlossenheit und Zuversicht ausgehen. Die CSU ist stabil und quicklebendig: Das beweisen das umfangreiche Antragspaket, das wegweisende neue Grundsatzprogramm und die Leitanträge, die der (schweigenden) Mehrheit der Bevölkerung eine starke Stimme geben.

Charlotte Knobloch, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern „Rechts der CSU darf es keine Partei geben“

Die CSU hat Bayern geprägt und Bayern hat die CSU geprägt. Die Partei hat die Balance zwischen Tradition und Moderne gefunden, zwischen Konservativität und Fortschrittlichkeit, zwischen Bewahren und Öffnen.

Die CSU ist vermutlich die letzte Volkspartei. Es gelingt ihr, nah an den Bürgern zu sein, Menschen aus allen Schichten anzusprechen. Das ist das Verdienst einer glaubwürdigen Führungsspitze und vieler hervorragender Persönlichkeiten in den Kommunen und Regionen. Hier finden sich Macher, Anpacker, eigenständige und freidenkende Lokalpolitiker, die auch mal jenseits der Parteilinie entscheiden.

Eine Volkspartei braucht eine gewisse positionelle Flexibilität. Das ist nicht Beliebigkeit oder gar Unberechenbarkeit. Es ist Ausdruck von Vernunft und Mut, Meinungen weiterzuentwickeln, Standpunkte zu ändern, wenn neue Argumente oder Modalitäten zu neuen Überzeugungen führen. Entscheidend ist, dass der Rahmen, die zugrundeliegenden Prinzipien nicht gesprengt werden. Bei der CSU sind das insbesondere die christlichen Werte, die zugleich zentrale jüdische Werte sind. Die CSU hat ein festes freiheitlich-demokratisches Fundament, das mit den zivilisatorischen Errungenschaften über die Jahrzehnte in der Breite und Tiefe gewachsen ist.

„Die Volksparteien müssen die Besorgten erreichen“

Gerade jetzt ist es unerlässlich, im Rahmen dieser indisponiblen Werte zu versuchen, jene zu erreichen, die sich von den Parteien im demokratischen Spektrum abwenden und radikalen Rechten anheimfallen. Der Kampf gegen antidemokratische, antiliberale und antimoderne Kräfte ist vor allem der Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen. Gerade die Volksparteien müssen die sogenannten Besorgten, die vermeintlich Abgehängten, Ungehörten und Enttäuschten erreichen und ihnen Gehör schenken – ohne ihnen nach dem Mund zu reden! Rechts von der CSU darf es keine Partei geben. Das war und ist ein wichtiger Auftrag.

Als jüdische Bürgerin danke ich besonders für die enge Verbundenheit der CSU mit der jüdischen Gemeinschaft und die verbindliche Solidarität mit dem Staat Israel. Der Kampf gegen jede Form von Antisemitismus ist eine zentrale Prämisse in der Räson der CSU.

 

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