Happy birthday? Kovac hat Geburtstag - und muss diese Bayern-Probleme lösen

Er wird an diesem Dienstag 48 Jahre alt: Bayerns Double-Trainer Niko Kovac. Foto: firo/Augenklick

Bayern-Trainer Kovac wird an diesem Dienstag 48 Jahre alt. Schon früh in der Saison steht der Coach unter Druck – und muss erneut mehrere Probleme lösen.

 

München - Ein Ständchen wird’s heute mit Sicherheit geben, es war ja auch wirklich eine nette Geste vom Trainer des FC Bayern. Von Donnerstag an hatte Niko Kovac seinen Stars freigegeben, erst an diesem Dienstagvormittag bittet er wieder zu einer Trainingseinheit an der Säbener Straße.

Müller im Kraftraum, Boateng in New York

Während Thomas Müller fleißig im heimischen Kraftraum trainierte, sich dabei auf den Spuren von Arjen Robben sah (Er schrieb bei Instagram: "Arjen-Robben-Workout – fokussiert bleiben – gib dein Bestes!"), und mit seiner Frau Lisa in den Bergen entspannte, jettete Jérôme Boateng kurzerhand nach New York, um im berühmten Guggenheim Museum die visuelle Autobiografie von Popstar Rihanna zu bestaunen. Mal was anderes in so einer langen Länderspielpause. Doch ab heute gilt der Fokus natürlich wieder ausschließlich dem Fußball.

Und da stellt sich durchaus die Frage, ob Coach Kovac tatsächlich einen "Happy birthday" feiern kann – denn in den vergangenen Tagen geriet der Münchner Double-Trainer, der 48 Jahre alt wird, unter Druck.

Kovac kennt das ja aus der vergangenen Saison, als er im Herbst beinahe entlassen worden wäre. So prekär ist die Situation aktuell nicht, aber Kovac muss vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) gleich mehrere Probleme lösen.

Die AZ gibt einen Überblick.

Gibt Kovac Müller und Martinez eine Chance?

Müller und Martínez eine Perspektive aufzeigen: Das 1:2 gegen Hoffenheim rückte am vergangenen Spieltag schnell in den Hintergrund, weil es mit Thomas Müller und Javi Martínez zwei extrem unzufriedene Bayern-Stars gab. Kovacs Satz über Müller ("Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen") wurde von Karl-Heinz Rummenigge via "Welt am Sonntag" deutlich zurückgewiesen. "Seine Aussage war nicht glücklich", erklärte Bayerns Vorstandsboss. Ein öffentlicher Rüffel für Kovac.

Spannend wird sein, ob Müller und der ebenfalls frustrierte Martínez nun gegen Augsburg eine Chance in der Startelf erhalten. Sonst droht in naher Zukunft noch mehr Knatsch.

Sieg in Augsburg ist Pflicht

Eine Lösung fürs Zentrum finden: Martínez wäre auch deshalb eine Überlegung wert, weil Kovac im zentralen Mittelfeld noch keine ideale Formation präsentiert hat. Thiago leidet genauso unter Formschwankungen wie Corentin Tolisso, Michaël Cuisance ist bislang keine echte Alternative, Leon Goretzka schuftet nach seiner Oberschenkelverletzung fürs Comeback – und Joshua Kimmich wird eigentlich dringend als Rechtsverteidiger gebraucht. Benjamin Pavard spielt dort zwar solide, aber ohne Offensivlust. Wen nominiert Kovac gegen Augsburg?

Negativserie verhindern: Mit dem Derby beim FCA beginnen für Bayern drei englische Wochen in Folge. In der Champions League geht’s zweimal gegen Olympiakos Piräus, im DFB-Pokal zum VfL Bochum, in der Liga heißen die Gegner neben Augsburg nun Union Berlin, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Knifflig!

Mit nur 14 Punkten aus sieben Bundesliga-Spielen und Tabellenplatz drei ist die Startbilanz nicht herausragend, ein Sieg in Augsburg Pflicht.

Sonst steht Kovac erneut vor einem unangenehmen Herbst.

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