FC Bayern unter Niko Kovac Sorgt der Vogt-Transfer für einen kompletten Systemwechsel?

Kevin Vogt (r.) soll einer der Wunschspieler von Niko Kovac sein. Wechselt der Hoffenheimer nach München? Foto: Ina Fassbender/Jan Woitas/dpa/AZ

Hoffenheims Innenverteidiger Kevin Vogt soll einer der Wunschspieler des künftigen Bayern-Trainers Niko Kovac sein. Sollte der 26-Jährige wirklich nach München kommen, könnte sich das gesamte Spielsystem des Rekordmeisters umstellen.

München - Medienberichten zufolge ist der FC Bayern an einer Verpflichtung von Kevin Vogt interessiert. Der 26-jährige Innenverteidiger der TSG 1899 Hoffenheim soll ein Wunschspieler von Niko Kovac sein – diesen Wunsch soll der künftige Trainer auch schon bei den Bayern-Bossen vorgetragen haben.

Hintergrund: Vogt könnte der Schlüsselspieler für ein neues Spielsystem beim FC Bayern sein. So möchte Kovac neben einer defensiven Viererkette auch häufiger eine Formation mit drei Innenverteidigern spielen. Aus dem mittlerweile etablierten 4-3-3-System der Bayern würde dann möglicherweise eine 3-5-2-Formation werden.

So könnte der FC Bayern im 3-5-2-System spielen

Dabei wäre es durchaus vorstellbar, dass das Innenverteidiger-Trio aus Jérome Boateng, Mats Hummels und Kevin Vogt den defensiven Kern bildet, David Alaba und Joshua Kimmich kommen dann über die beiden Außenbahnen. Bei Ballbesitz gehen die beiden mit nach vorne, bei gegnerischem Ballbesitz verschieben sie nach hinten – so wird aus der Dreier- ganz schnell eine Fünferkette. Den Part des zweiten Stürmers könnten neben Robert Lewandowski unter anderem Thomas Müller, Franck Ribéry, Arjen Robben oder Sandro Wagner einnehmen. Für die drei restlichen Plätze im zentralen Mittelfeld gibt es beim FC Bayern ohnehin mehr als genug Auswahl.

Ohne Zweifel war Vogt der Mann der Saison bei den Kraichgauern: Der 26-jährige absolvierte 40 Pflichtspiele, davon 31 in der Bundesliga über die vollen 90 Minunten. Beinahe in jeder Partie stand er auch als Kapitän auf dem Platz. Ballaktionen, angekommene Pässe, Ballgewinne – Vogt zeigt fast in allen Kategorien Bestwerte auf. Wenig verwunderlich, dass der Innenverteidiger durch seine Saisonleistung etliche Interessenten auf den Plan gerufen hat.

Folgt Vogt seinen Ex-Kollegen nach München?

Vogts Vertrag bei der TSG läuft noch bis 2020 – im vergangenen und diesem Jahr lehnte er eine vorzeitige Verlängerung seines Arbeitspapiers ab. Es wird deutlich: Vogt will sich alle Möglichkeiten offenhalten. Der Wechsel nach München wäre eine solche Möglichkeit.

Vielleicht tut es Vogt seinen ehemaligen Mannschaftskameraden gleich: In der vergangenen Saison wechselten mit Sebastian Rudy, Niklas Süle und Sandro Wagner gleich drei Spieler der TSG zum deutschen Rekordmeister. Zudem wurde Serge Gnabry von den Münchnern nach Hoffenheim verliehen, der 22-Jährige kehrt zur kommenden Saison zurück in die bayerische Landeshauptstadt.

Niko Kovac wird beim FC Bayern Veränderungen vorantreiben – so viel ist sicher. Vielleicht ja dann sogar mit seinem Wunschspieler Kevin Vogt.

 

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