Erster Härtetest der Saison In Leipzig zeigt sich, wie stark der FC Bayern wirklich ist

Kräftemessen in der Leipziger Red Bull Arena: Jubeln die Bayern-Profis - hier Robert Lewandowski, Joshua Kimmich und Benjamin Pavard (von links) - auch am Samstag? Foto: Guido Kirchner/dpa

Am Samstag muss der FC Bayern bei RB Leipzig ran, es ist der erste echte Härtetest in dieser Saison. "Wir wollen ein Ausrufezeichen setzen", sagt Joshua Kimmich. Die AZ macht den Formcheck.

 

München - Die bis dato letzte Kraftprobe der beiden Rivalen wurde zur Machtdemonstration des FC Bayern – und zur großen Muskelshow des Robert Lewandowski. Im Pokalfinale Ende Mai schoss der Pole die Münchner mit zwei Toren zum 3:0-Sieg gegen RB Leipzig. Das andere Tor erzielte Kingsley Coman.

Unvergessen: Nach seinem Treffer kurz vor Schluss riss sich Lewy das Trikot vom Leib und jubelte halbnackt vor der Bayern-Kurve. Was für ein Zeichen der Power gegen den Emporkömmling aus Sachsen!

Ob's am Samstag (18.30 Uhr live bei Sky und im AZ-Liveticker) wieder so deutlich wird? Nach den Eindrücken dieser noch jungen Saison ist nicht unbedingt davon auszugehen. Mit neun Punkten aus drei Spielen thront Leipzig um den neuen Trainer Julian Nagelsmann an der Tabellenspitze, Bayern ist mit sieben Punkten Zweiter. Den spielerisch und taktisch besseren Eindruck hinterließ bislang RB.

Lewandowski: "Wir müssen auf Leipzig aufpassen"

"Ich denke, dass Leipzig eine Mannschaft ist, die in der Meisterschaft mitreden kann. Sie haben zwar auch erst drei Spiele absolviert, aber wir müssen auf Leipzig aufpassen", sagte Bayerns Tormaschine Lewandowski bei "Sport1": "Das wird kein leichtes Spiel für uns."

Joshua Kimmich sieht es ähnlich. "Wir sind hintendran und wollen da nicht so lange sein. Am liebsten sind wir immer ganz oben", erklärte der Ex-Leipzig-Spieler. Mit einem Sieg könnte Bayern erstmals in dieser Saison die Spitze übernehmen und "ein Ausrufezeichen setzen", wie Kimmich fordert: "Leipzig ist perfekt gestartet. Es ist ein guter Zeitpunkt, um gegen sie zu spielen. Sie sind gut drauf, und wir sehen dann, wo wir stehen."

Gutes Stichwort: Wie stark sind die Bayern wirklich? Die AZ macht vor dem Bundesliga-Kracher den Check.

Wie stark ist der FC Bayern im Tor?

Am Donnerstag steigt Manuel Neuer wie die anderen Nationalspieler wieder ins Training ein, hinter dem Keeper liegt eine gute Länderspielpause. Zwar bekam Neuer von den Niederländern vier Tore eingeschenkt, doch eine Schuld traf ihn nicht.

Vielmehr verhinderte er mit einigen Paraden weitere Treffer – wie auch gegen Nordirland. Neuer ist nach einer schwierigen Zeit zurück in der absoluten Weltspitze, für Bayern und die Nationalelf unersetzlich.

Wie stark ist der FC Bayern in der Abwehr?

Lässt Trainer Niko Kovac die Defensive unverändert? Dann würden erneut Benjamin Pavard (rechts), David Alaba (links) und das Duo Niklas Süle/Lucas Hernández in der Mitte verteidigen. Beim 6:1 gegen Mainz zuletzt klappte das ordentlich, doch Leipzig wird Bayern wesentlich mehr fordern.

Nicht in allen Partien dieser Saison wirkte die Münchner Abwehr souverän. Möglich auch, dass Kimmich von der Sechserposition nach hinten rechts rückt. Interessant: Unter Kovac hat Bayern in drei Spielen gegen die starke RB-Offensive noch kein Gegentor kassiert.

Wie stark ist der FC Bayern im Mittelfeld?

Beim 4:0-Sieg der Spanier gegen die Färöer glänzte Thiago als Spielmacher, gegen Leipzig soll er diese Rolle auch für Bayern ausfüllen. Aber wer spielt neben ihm? Mit Kimmich, Javi Martínez und dem formstarken Corentin Tolisso gibt es einige Kandidaten.

Leon Goretzka fällt wohl noch länger aus. Auf der Zehnerposition dürfte Thomas Müller eine Chance von Anfang an bekommen.

Wie stark ist der FC Bayern im Angriff?

Die Außenstürmer Kingsley Coman und Serge Gnabry glänzten in ihren Nationalteams als Torschützen. Beide sind gegen RB gesetzt, Ivan Perisic ist die erste Alternative.

Und ganz vorne spielt natürlich er: Lewandowski. "Tore zu schießen, ist einfach das Beste, was es gibt. Ich werde in den nächsten Wochen sogar noch besser spielen", sagte der Angreifer nach sechs Toren in drei Spielen. Es klingt wie eine Drohung an RB.

Lesen Sie hier: Was Timo Werner noch von Robert Lewandowski lernen kann

 

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