Der Kaderplan des Trainers 16-4-3: Die AZ erklärt Kovacs Formel für den Bayern-Erfolg

, aktualisiert am 12.07.2019 - 15:48 Uhr
Hätte gern noch vier neue Spieler in seinem Kader: Bayern-Trainer Niko Kovac, der mit seinem Team in der Champions League angreifen will. Foto: Rauchensteiner/Augenklick, AZ-Montage

Bayern-Coach Niko Kovac will mit einem Mix aus Talenten und erfahrenen Spielern in der kommenden Saison das Double verteidigen – doch es müssen auch noch neue Stars her. Die AZ erklärt den Kaderplan des Trainers.

 

München - Die Fans des FC Bayern können beruhigt sein: Bei der öffentlichen Trainingseinheit an diesem Freitag (17 Uhr) werden sie auf dem Platz an der Säbener Straße wieder mehr bekannte Gesichter sehen – denn die Erholungsphase ist nun endgültig vorbei. Auch die Nationalspieler der Münchner um Joshua Kimmich, Robert Lewandowski und Kapitän Manuel Neuer steigen nach ihrem Urlaub ins Training ein.

Zum Trainingsstart am Montag standen Trainer Niko Kovac ja nur acht Profis zur Verfügung, jetzt geht die Vorbereitung so richtig los. Und die große Bayern-Frage lautet: Wie viele Neuzugänge bekommt Kovac noch von seinen Bossen serviert? "Ich habe ja von 19 bis 20 Spielern für den Kader gesprochen", erklärte der Coach: "Da sind aber auch junge Spieler wie Fiete Arp, Alphonso Davies oder Lukas Mai dabei. Man braucht immer drei bis vier junge Spieler im Kader. Also sprechen wir von 16 plus vier für die nächste Saison."

16 etablierte Spieler, vier Talente – und dazu noch drei Torhüter: Das ist die Kovac-Formel für die Spielzeit 2019/20. Die AZ erklärt, was sich im Kader des FC Bayern noch tun muss.

Die 16 etablierten Spieler

Mit David Alaba, Lucas Hernández, Benjamin Pavard, Joshua Kimmich, Niklas Süle, Kingsley Coman, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Thiago, Thomas Müller, Robert Lewandowski, Javi Martínez, Corentin Tolisso, Jérôme Boateng und Renato Sanches gibt es aktuell 15 Spieler, die in diese Kovac-Kategorie fallen. Und wenn man bedenkt, dass Boateng die Münchner verlassen soll und Sanches am liebsten gestern die Flucht ergriffen hätte, erkennt man, wie dünn die Personaldecke ist.

"Wir werden bis 2. September noch einige Transfers tätigen", kündigte Karl-Heinz Rummenigge an. Priorität hat für den Vorstandsboss die offensive Außenbahn, wo neben Leroy Sané und Ousmane Dembélé auch Steven Bergwijn ein Thema ist. "Bayern ist ein toller und großer Klub und es ist toll, dass sie Steven mögen", sagte Bergwijns Berater Fulco van Kooperen bei "ESPN" und ergänzte zum Interesse der Münchner: "Sie können sich alle Zeit nehmen, die sie brauchen." Der 21-jährige Niederländer Bergwijn von PSV Eindhoven kann auf beiden Flügeln und im Sturmzentrum spielen.

Dies trifft freilich auch auf Timo Werner (23) zu, doch Leipzigs Nationalspieler steht bei Bayern aktuell nicht im Fokus. Werner soll 2020 ablösefrei nach München wechseln. Eine weitere Offensivoption ist Cengiz Ünder (AS Rom). Der 21-jährige Türke wird schon länger von Bayern beobachtet, ebenso Hakim Ziyech (26) von Ajax Amsterdam. Laut "Sport Bild" wurde über Ex-Bayern-Star Mario Mandzukic (33/Juventus) fürs Sturmzentrum nachgedacht.

Falls Boateng einen neuen Klub findet, wäre die Verpflichtung eines weiteren Abwehrspielers sinnvoll, auch wenn Rummenigge zuletzt nicht danach klang. "Was die Defensive betrifft, sind wir top aufgestellt." Ein Allrounder wie etwa in der Vergangenheit Rafinha würde trotzdem helfen. Möglicher Kandidat: Benjamin Henrichs (22/AS Monaco).

Die vier Talente

Mit Fiete Arp (19) wurde ein Sturmjuwel verpflichtet, der Ex-HSV-Spieler will von Robert Lewandowski lernen. Alphonso Davies (18) soll offenbar als linker Verteidiger getestet werden, bislang hat der Kanadier seine Bundesliga-Tauglichkeit noch nicht nachgewiesen. Bei Innenverteidiger Lukas Mai (19) ist es ähnlich – doch die Youngster sollen laut Kovac Chancen bekommen. Ein viertes Talent könnte sich auf der US-Reise ins Rampenlicht spielen, Kovac wird einige Nachwuchskräfte mitnehmen.

Die drei Torhüter

Bayerns Luxuszone. Mit Stammkeeper Manuel Neuer, Ersatzmann Sven Ulreich und Nachwuchstorhüter Christian Früchtl sind die Münchner top-besetzt. Für die meisten anderen Positionen gilt das (noch) nicht.

Der FC Bayern 2019/20 - Stand jetzt

Einige Fragezeichen sind noch da: Der bisherige Bayern-Kader für die kommende Saison
Einige Fragezeichen sind noch da: Der bisherige Bayern-Kader für die kommende Saison. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.) Foto: AZ-Montage

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