"Das steht ihm nicht zu" FC Bayern: Wegen Transfer-Forderungen - Salihamidzic rüffelt Lewandowski

, aktualisiert am 02.09.2019 - 09:01 Uhr
Robert Lewandowski forderte im Sommer vermehrt Neuzugänge - bei Hasan Salihamidzic kam das nicht gut an. Foto: AZ-Montage, dpa/Matthias Balk

Zahlreiche Stars des FC Bayern haben in den vergangenen Wochen personelle Verstärkung gefordert, allen voran Top-Torjäger Robert Lewandowski. Bei Sportdirektor Hasan Salihamidzic kam das Vorpreschen des Polen allerdings nicht gut an.

 

München - Am Montagabend endet für den FC Bayern eine äußerst zähe, letztendlich aber doch erfolgreiche Transferperiode. Im Umfeld des deutschen Rekordmeisters stieg ob der ausbleibenden Top-Transfers zwischenzeitlich die Unruhe, auch einige Führungsspieler forderten teils öffentlich Verstärkung.

Allen voran Top-Torjäger Robert Lewandowski. "Die Jungen haben sicher Potenzial, aber man braucht Leute, die direkt helfen und einen Impuls geben können. Heute konnte man sehen, was passiert, wenn wir so wenige Profispieler haben", meinte der Pole noch Anfang August nach dem verlorenen Supercup-Finale gegen Borussia Dortmund (0:2). Eine klare Ansage an die Vereinsbosse!

Das Vorpreschen des Superstars kam bei Sportdirektor Hasan Salihamidzic derweil nicht allzu gut an, wie er nun im Interview mit dem "kicker" deutlich macht. Zwar schätze man die Meinung Lewandowskis als Führungsspieler, "andererseits habe ich ihm neulich gesagt, dass er sich bitte um meinen Job oder den Job von Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß nicht sorgen muss – und schon gar nicht öffentlich. Das steht ihm nicht zu", erklärte Salihamidzic.

Salihamidzic: Coutinho ist keine Notlösung

Mit den Neuverpflichtungen ist der 42-Jährige indes zufrieden, auch wenn die Verpflichtungen der zunächst favorisierten Leroy Sané (Manchester City) und Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) nicht zustande kamen. "Bei Coutinho kann man sicher nicht von einer Notlösung sprechen. Er ist einer der besten Spieler der Welt. Ich sehe ihn auch nicht in erster Linie als eine Lösung für die Außenbahn", meinte Salihamidzic. Als einzige echte Verstärkung für die Flügel wurde schließlich Ivan Perisic verpflichtet. Für den 42-Jährigen "eine sehr vernünftige und auch gute Außenbahn-Lösung, die sich aus der Dynamik des Transfermarktes ergeben hat."

Gleichzeitig erneuerte Salihamidzic seine Aussage, beim FC Bayern nie unter einem anderen Sportvorstand zu arbeiten. Dies sei "unverrückbar. Ich fülle schon jetzt als Sportdirektor das Aufgabenfeld eines Sportvorstandes aus."

Sein Vertrag in München läuft im kommenden Sommer aus. Bisher gab es noch keine Gespräche über eine Verlängerung. "Klar habe ich Lust, weiterzumachen", betonte er nun: "Ich trage eine große Verantwortung, kann gestalten, und natürlich muss ich auch einiges aushalten. Aber damit kann ich umgehen, das habe ich gezeigt."

Salihamidzic: "Ich habe mich weiterentwickelt"

In seiner bisherigen Amtszeit habe er "viel gemacht, ich habe viel gesehen, viel erfahren, viel gelernt, zuletzt wieder in der nicht gerade einfachen Transferperiode 2019. Mit einem Satz: Ich habe mich weiterentwickelt", sagte der oft kritisierte Salihamidzic.

Für die Zukunft hält er die Förderung von Talenten wie Michael Cuisance, Alphonso Davies oder Jann-Fiete Arp für unerlässlich. "Wenn wir das nicht machen, wird es schwierig für den FC Bayern. Wir können nicht in jedem Sommer dreistellige Millionensummen ausgeben", sagte er.

Darüber würde er auch mit Trainer Niko Kovac "immer wieder sprechen. Auch wenn es unser Ziel ist, die Meisterschaft und auch einmal wieder die Champions League zu gewinnen, müssen wir diese jungen Spieler regelmäßig einbauen."

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