Bei Meistergala-Gala gegen Frankfurt Tränen und Tore: Der Märchenabschied für Robbéry

Arjen Robben und Franck Ribéry verabschieden sich beim FC Bayern. Foto: imago/ Jan Huebner

Arjen Robben und Franck Ribéry feiern ein perfektes Ende Bundesliga-Ende beim FC Bayern. Zur 5:1-Meister-Gala gegen Frankfurt steuerten beide jeweils einen Treffer bei - Tränen flossen ebenfalls.

 

München - Ein schöneres Drehbuch kann man nicht schreiben. Unmöglich. Geht nicht. Niemals! Franck Ribéry (36) und Arjen Robben (35) verabschiedeten sich am Samstag auf höchst emotionale und erfolgreiche Art und Weise vom Münchner Publikum. Die beiden Legenden, die den FC Bayern am Ende dieser Saison verlassen, erzielten beim 5:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt, dem entscheidenden Erfolg zur 29. Meisterschaft, jeweils noch ein Tor - und wurden von den Fans gefeiert.

Es flossen viele Tränen, bei Spielern und Zuschauern. Es war der verdiente letzte Akt für zwei grandiose Spieler. Nach dem Schlusspfiff bildeten die Bayern-Stars einen Kreis, hüpften auf dem Rasen herum. Mittendrin: Robbéry.

Manuel Neuer mit großer Geste

Um 17.38 Uhr hielt Kapitän Manuel Neuer dann gemeinsam mit Ribéry, Robben und dem ebenfalls scheidenden Rafinha (33) die Schale hoch. Eine tolle Geste. Und der Startschuss zur großen Party der Bayern-Stars.

In der 61. Minute war Ribéry für Kingsley Coman eingewechselt worden. Zum letzten Mal lief der Franzose in der Münchner Arena auf, in jenem Stadion, das er seit 2007 stets verzückt hatte. Die Fans stimmten sofort das Lied des 36-Jährigen an („Oh, Franck Ribéry…“), sie feierten ihren Liebling bei jeder Ballberührung.

Und was war das für ein Servus des Dribbelkünstlers! Ribéry zeigte noch mal ein fantastisches Tänzchen im Strafraum und traf per Chip-Ball zum 4:1 (72.). Das ganze Team kam zum Gratulieren vorbei, die Fans tobten. Ribéry verlässt den Klub nun mit seiner insgesamt neunten Meisterschaft. Kein Bundesliga-Profi war je erfolgreicher. Glückwunsch zu dieser Karriere!

Robben mit 99. Bundesliga-Treffer

Und das gilt natürlich auch für die zweite Bayern-Legende, für Arjen Robben. Der Niederländer kam für Serge Gnabry ins Spiel (67.), wirkte völlig aufgedreht. Und wie schon zuvor Ribéry belohnte sich Robben für eine geniale Zeit bei den Münchnern: David Alaba legte vor, Mr. Wembley schob ins Tor ein zum 5:1 (78.). Robbens 99. und letzter Bundesliga-Treffer. Das perfekte Ende des Märchenabschieds.

Der hatte übrigens schon vor dem Anpfiff sehr emotional begonnen. Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic überreichten Rafinha, Ribéry und Robben große Portraits mit den Pokalen ihrer Bayern-Karrieren. Die Mitspieler und sogar die Frankfurter applaudierten. Bereits zuvor beim Aufwärmen waren Tränen geflossen. Besonders Ribéry war gerührt. Der Franzose, der beim Erreichen des Stadions seine Kinder geküsst und Ordner umarmt hatte, weinte hemmungslos, als ein Film über seine Bayern-Zeit auf den Videotafeln lief. Er klopfte sich aufs Bayern-Logo, die Mitspieler nahmen ihn in den Arm.

Robben und Ribéry emotional vor der Partie

Als Robben auf den Platz kam, wurde "Tulpen aus Amsterdam" gespielt. Der Niederländer wirkte zunächst kühler, fokussierter. Doch als dann das Wembley-Tor auf den Leinwänden abgespielt wurde und die Fans sein Lied sangen ("Der Arjen hat’s gemacht!"), konnte auch Robben nicht mehr an sich halten. Er drehte sich um, hielt die Hand vors Gesicht und weinte. Dann umarmten sich Robben und Ribéry. Was für ein Bild! Die beiden Legenden vereint in Stolz und Trauer über den Abschied. Es war ein grandioses letztes Heimspiel.

Aber halt: Ein Spiel bleibt ja noch – das Pokalfinale am kommenden Samstag in Berlin gegen RB Leipzig. Da wollen Robbéry mit dem Double Servus sagen. Tränen sind schon jetzt garantiert.

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