Bayerns Mission 2021 Verträge laufen aus: So steht es um die Zukunft dieser FC-Bayern-Stars

Zeit der Entscheidungen für Karl-Heinz Rummenigge & Co.: Die Verträge von u.a. David Alaba, Manuel Neuer, Thomas Müller, Thiago (v.l.) laufen 2021 aus. Foto: Rauchensteiner, Matzke, Mikoff, firo/AK/ AZ-Montage

Neuer, Müller und viele mehr: In eineinhalb Jahren laufen beim FC Bayern gleich acht Verträge aus. Die AZ erklärt, welche Stars gute Chancen auf eine Verlängerung haben – und bei wem es knifflig wird.

 

München - Für Hasan Salihamidzic stehen die wohl wichtigsten Wochen seiner Amtszeit an. Der Sportdirektor des FC Bayern muss den nächsten Angriff auf dem Transfermarkt planen, den vermutlich größten in der Historie des Klubs. Schließlich haben die Münchner mit Leroy Sané und Kai Havertz zwei Topstars auserkoren, um den Kader im Sommer zu verstärken.

Und das ist nicht die einzige komplizierte Aufgabe, die Salihamidzic, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und der neue Vorstand Oliver Kahn zu bewältigen haben. 2021 laufen die Verträge von gleich acht Spielern aus. "Wir werden mit allen irgendwann Gespräche führen und uns anhören, was sie in der Zukunft machen wollen", sagte Rummenigge bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus. "Dann werden wir sicher auch irgendwann Entscheidungen zu fällen haben."

Vertragsverlängerungen von Neuer, Alaba, Thiago und Co.: Bayerns Mission 2021

Allzu lang darf Bayern aber nicht zögern, denn selbstverständlich gibt es auch andere Klubs, die einen David Alaba oder Thiago gern sofort im Team hätten. Die AZ erklärt, welche Stars gute Chancen auf eine Vertragsverlängerung haben – und bei wem es knifflig wird. Bayerns Mission 2021.

MANUEL NEUER: Der Keeper stellte nach der Verpflichtung von Alexander Nübel klar, dass er auch künftig jedes Spiel machen will. Er sei "Protagonist" und "kein Statist", sagte Neuer. Bayern will mit dem Keeper bis 2023 verlängern. Daran ändert auch die Einsatzgarantie nichts, die Nübel nach AZ-Informationen bekommen hat. Neuer bleibt zu 95 Prozent.

THOMAS MÜLLER: Sieben Tore und 14 Vorlagen hat der Weltmeister in dieser Saison bereits gesammelt. Hansi Flick setzt voll auf Müller – und wird belohnt: Der Urbayer ist einer der besten Spieler der vergangenen Monate. "Thomas kommt jetzt ein bisschen in den zweiten Frühling", sagte Rummenigge. "Das ist wichtig für uns. Wir brauchen seine Tore, seine Vorlagen und auch sein bayerisches Esprit." Müller kann sich zwar auch ein Abenteuer im Ausland vorstellen, doch am liebsten würde er bei Bayern bleiben. Dafür muss er das Vertrauen des Trainers spüren. Müller verlängert zu 90 Prozent.

DAVID ALABA: Coach Flick hat den Österreicher zum Abwehrchef gemacht, was sich auszahlte. Alaba dirigiert die Defensive, Youngster Alphonso Davies profitiert enorm von ihm. Klar ist: Alaba könnte in jedem Topteam Europas spielen, in der Vergangenheit gab es Interesse vom FC Barcelona. Wenn die Entwicklung bei den Münchnern aber stimmt, realistische Chancen auf den Champions-League-Triumph bestehen, sieht Alaba seine Zukunft bei Bayern. Er bleibt zu 90 Prozent.

THIAGO: Die Rückrunde läuft bislang prima für den Edeltechniker, der bereits zwei Tore erzielt hat und spielerisch brillierte. Und doch gibt es weiter Vorbehalte gegen den Spanier. Der Vorwurf: In großen Partien tauche er zu oft ab. Im Sommer könnte Bayern letztmals eine hohe Ablösesumme für Thiago kassieren. In der derzeitigen Form ist ein Verkauf aber kaum vorstellbar. Er bleibt zu 80 Prozent.

JÉROME BOATENG: Nach AZ-Informationen hätte Bayern den Innenverteidiger bereits in diesem Winter ziehen lassen, konkrete Verhandlungen mit einem anderen Klub gab es aber (noch) nicht. Ein Abschied im Sommer ist wahrscheinlich, selbst dann, wenn der Boateng-Vertraute Flick weiter Trainer sein sollte. Der Abwehrspieler bleibt nur zu 15 Prozent.

JAVI MARTÍNEZ: Auch beim Spanier, der 2012 nach München kam, ein Jahr später das Triple holte und inzwischen heimisch geworden ist, könnte die Bayern-Zeit nach dieser Saison enden. Martínez’ Körper streikt immer öfter, aktuell bremst ihn ein Muskelbündelriss. Von Ex-Klub Athletic Bilbao gibt es Interesse. Martínez bleibt zu 30 Prozent.

SVEN ULREICH: Nummer drei will der Keeper bei Bayern nicht sein, das machte Ulreich deutlich. Doch genau diese Rolle droht ihm ab Sommer, wenn Nübel zum Team stößt. Deshalb wird sich Ulreich sehr wahrscheinlich neu orientieren. Er bleibt zu 10 Prozent.

RON-THORBEN HOFFMANN: Der Nachwuchsmann ließ bereits ausrichten, dass er nur bei Bayern bleiben möchte, wenn er mindestens die Nummer drei ist. Doch das dürfte kaum möglich sein, schließlich liegen aktuell bereits Neuer, Ulreich und Christian Früchtl vor ihm, ab der kommenden Saison noch Nübel. Hoffmann bleibt nur zu 10 Prozent.

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