AZ-Double-Zeugnisse Sturm und Drang: Die Noten für den Angriff des FC Bayern

Fürs Offensivspiel beim FC Bayern zuständig: Robert Lewandowski (l.) und Thomas Müller. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Offensive war einmal mehr das Prunkstück des FC Bayern in der vergangenen Saison. Lewandowski jagt jetzt sogar Gerd Müller. Der fünfte und letzte Teil der AZ-Double-Zeugnisse.

 

München - Die bayerische Tormaschine produzierte auch in der Saison 2018/19 wieder zuverlässig. Insgesamt 126 Tore erzielte der FC Bayern in 49 Partien, das macht einen Schnitt von 2,57 Treffern pro Spiel. Stark! Einsam an der Spitze rangiert einmal mehr Robert Lewandowski – dem Polen gelangen in 47 Pflichtspielen 40 Tore und 13 Vorlagen.

Wer sich sonst noch hervortat – der fünfte und letzte Teil der AZ-Double-Zeugnisse.

Robert Lewandowski: Note 1

Die Bestnote für den 30-Jährigen in der Abteilung Sturm und Drang ist unstrittig. Lewy schoss Bayern mit zwei Toren im Endspiel gegen Leipzig zum Pokaltriumph, in der Liga holte er zum vierten Mal die Torjägerkanone. Nur Gerd Müller war jemals besser. "Das ist eine große Ehre für mich, dass ich hinter dieser großen Legende stehe. Er hat sieben, da fehlt noch ein bisschen", sagt Lewandowski. Ist ja noch Zeit. Einziges Manko: Im Champions-League-Achtelfinale gegen Liverpool war der Torjäger kaum zu sehen.

Thomas Müller: Note 3

Hatte es lange schwer in dieser Saison, da musste sich sogar Gattin Lisa via Instagram Luft machen. Brachte es letztlich aber auf stolze 45 Partien (neun Tore und 16 Assists), den Konkurrenzkampf mit James und Leon Goretzka entschied er für sich. Irgendwie behauptet sich der Müller eben immer.

Kingsley Coman: Note 2

Es ist endgültig Zeit für den Umbruch auf den Flügeln – und der Franzose spielt dabei eine entscheidende Rolle. Soll auf links in Ribérys Fußstapfen treten, mit zehn Toren und sieben Vorlagen deutete Coman sein Potenzial erneut an. Tolles Tor im Pokalfinale. Hoffentlich bleibt der 22-Jährige gesund.

Serge Gnabry: Note 1

Eine solche Beständigkeit hätte dem 23-Jährigen wohl kaum einer zugetraut. Für Präsident Uli Hoeneß ist Gnabry die "größte Überraschung der Saison". In 42 Partien erreichte der Nationalspieler den sehr guten Wert von 13 Toren und neun Assists. Gnabry hat sich zum Stammspieler entwickelt, wie Coman steht er für die Zukunft.

Franck Ribéry: Note 3

"I love you, merci!" So verabschiedete sich Ribéry auf dem Marienplatz von den Fans. Und klar: Auch der Bayern-Anhang liebt Ribéry, die Trennung nach zwölf Jahren fällt schwer. Im letzten Heimspiel gegen Frankfurt erzielte der französische Filou noch ein wunderschönes Chip-Tor, mit elf Scorerpunkten (sieben Tore, vier Assists) und der neunten Meisterschaft (Rekord!) schließt er seine Bayern-Zeit ab. Merci, Franck!

Arjen Robben, Note 3

Bye-bye, Mr. Wembley! Nach zehn Jahren ist Schluss bei Bayern, Robben hat noch nicht entschieden, wo er weiterspielt – oder ob er nicht ganz aufhört. Seine letzte Spielzeit in München war von langwierigen Verletzungen geprägt. Wenn der Niederländer allerdings fit war, wusste er zu überzeugen. Insgesamt mit sechs Toren und zwei Vorlagen in 19 Partien.

Sandro Wagner: Note 4

Im Winter machte Bayerns China-Kracher den Abflug nach Fernost, dort gelang ihm in zehn Spielen für Tianjin Teda nur ein Assist (kein Tor). In der Hinrunde kam Wagner zu zwölf – meist kurzen – Einsätzen für Bayern. Er traf einmal im Pokal.

Alphonso Davies: ohne Note

Der Kanadier kam im Winter aus Vancouver und konnte in sechs Partien seine Bundesliga-Tauglichkeit noch nicht nachweisen. 


Double-Zeugnisse für den FC Bayern

Teil 1: Die Noten für die Bosse

Teil 2: Die Noten für die Torhüter

Teil 3: Die Noten für die Abwehrspieler

Teil 4: Die Noten für die Mittelfeldspieler

 

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