TSV 1860: Michael Köllner mit Lob und Tadel für Sascha Mölders

Trainer Michael Köllner lobt und kritisiert Sascha Mölders: "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und Charakter".
| Matthias Eicher
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1860-Trainer und sein Kapitän: Michael Köllner und Sascha Mölders
1860-Trainer und sein Kapitän: Michael Köllner und Sascha Mölders © IMAGO / Fotostand

München - Sascha Mölders vorzuwerfen, er wäre ein Chancentod, das wäre wohl angesichts seiner 22 teils herrlichen und abgezockten Saisontore in der Vorsaison vermessen.

Zuletzt hatte der 36-jährige Sturmtank des TSV 1860 beim 3:0-Sieg gegen Viktoria Köln allerdings Ladehemmung, trotz bester Chancen. Man erinnere sich nur an die Szene in der 8. Minute, als der älteste Torjäger im Profifußball alleine auf weiter Flur vor Torhüter Nicolas stand und diesem den Ball halbhoch in die Arme lupfte.

Gorenzel: Mölders "hat unser vollstes Vertrauen"

Und so tat die sportliche Leitung um Trainer Michael Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel zweierlei mit dem Sechzger-Kapitän: Sie bauten ihn in aller Öffentlichkeit auf - und rüffelten ihn, sein Ego nicht in den Vordergrund zu stellen.

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"Man muss auch Mölders, der letzte Saison 22 Tore geschossen hat, zugestehen, jetzt die ein oder andere Chance nicht zu verwerten Er hat unser vollstes Vertrauen", versicherte Gorenzel.

Mölders ist und bleibt - auch nach der Verpflichtung von Marcel Bär - gesetzt. Chefcoach Köllner monierte aber auch, dass sich der Ex-Bundesligaspieler trotz seiner exponierten Stellung zum Wohle des Erfolgs der gesamten Truppe an gewisse Regeln halten müsse. "Jeder Spieler hat doch den Anspruch, von Anfang bis Ende zu spielen. Sascha ist sicher ein außergewöhnlicher Spieler und Charakter."

Köllner: "Wir dürfen keine elf Ich-AGs sein"

Was der 51-Jährige damit sagen wollte: Mölders kann schwer mit Kritik oder gar einer Auswechslung umgehen, wie er sie zuletzt mehrfach hinnehmen musste. Majestätsbeleidigung?

Köllner deutet an, dass man Mölders bewusst zum Spielführer ernannt habe, "damit er nicht individuell reagiert, sondern als Kapitän das Beste für die Mannschaft will". Mölders müsse, so sein Trainer, "das lernen und sein Ego manchmal zurücknehmen", denn: "Wir dürfen bei Sechzig keine elf Ich-AGs sein."

Ob Mölders nun in Braunschweig Tore - und Teamfähigkeit - zeigt?

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