TSV 1860 fehlt vorne der Biss: Zahnlose Löwen in der Offensive

Bei der Niederlage gegen den Zwickau wird vor allem eines deutlich: Die Löwen sind im Angriff zu harmlos, es fehlt derzeit an Durchschlagskraft und Effektivität vor dem gegnerischen Tor.
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Kapitän Sascha Mölders blieb gegen Zwickau ohne Tor.
Kapitän Sascha Mölders blieb gegen Zwickau ohne Tor. © sampics/Augenklick

München - Erstmals seit Monaten konnte der TSV 1860 beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau wieder 10.000 Fans im Grünwalder Stadion begrüßen. Doch die Löwen konnten ihre Anhänger am Samstag kein einziges Mal zum Jubeln bringen: 1860 blieb ohne eigenen Treffer – eine Tatsache, die die 0:2-Niederlage noch bitterer machte.

Doch die Pleite zeigte auch eindrücklich, woran es bei den Löwen aktuell besonders hapert: In der Offensive fehlt der Mannschaft von Trainer Michael Köllner die Durchschlagskraft und vor allem Effektivität. Nicht nur gegen Zwickau, sondern auch in den Spielen zuvor, ließen die Angreifer um Kapitän Sascha Mölders etliche (hochkarätige) Chancen liegen.

Löwen bislang mit acht Toren aus neun Spielen

Da verwundert es dann auch nicht, dass der TSV 1860 mit elf Punkten und acht Törchen aus neun Spielen nur auf dem 13. Tabellenplatz steht. Die Sechzger sind im Angriff einfach nicht bissig genug, zahnlose Löwen vor dem gegnerischen Tor!

Bis auf das Spiel gegen Viktoria Köln, bei dem Sechzig gleich drei Tore erzielte, konnte die Mannschaft in den restlichen Spielen nur maximal ein Mal einnetzen. Drei Mal blieb 1860 torlos. Ein Blick auf die vergangene Saison macht die aktuelle Schwachstelle noch deutlicher: Denn nach neun Spieltagen in der Saison 2020/21 hatten Mölders und Co. bereits satte 20 Treffer auf dem Konto – inklusive einer 4:1- und einer 6:1-Gala.

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Mölders schwächelt vor dem Tor

Auch Kapitän Mölders selbst ist für die schwächelnde Löwen-Offensive mitverantwortlich. Bislang kommt der Top-Scorer der vergangenen Saison nur auf zwei Treffer, letzte Spielzeit waren es nach neun Spielen bereits fünf Treffer.

Doch woran liegt es, dass die Löwen vorne derzeit alles andere als eiskalt sind? Köllner zufolge mache man nicht viele Dinge anders als im letzten Jahr, "dennoch fehlt uns so ein bisschen die Leichtigkeit", wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Zwickau sagt. Vorne würde man falsche Entscheidungen treffen – "wir schaffen es am Ende nicht, die Spieler freizuspielen".

Laut Köllner spiele dann auch der Kopf irgendwann eine Rolle, der ein oder andere mache dann den letzten (und vielleicht entscheidenden) Schritt nicht mehr. "Es ist schade, dass wir heute so viele Möglichkeiten vor allem im letzten Drittel hatten, es aber nicht zu finalen Torschüssen geschafft haben."

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Bär-Comeback gegen Verl?

Jetzt gilt es für den Löwen-Trainer in den kommenden Trainingseinheiten zu schauen, "wer in einer guten Verfassung ist, um dann in Verl Tore schießen zu können". Ein Kandidat dafür könnte Marcel Bär sein, der gegen Zwickau verletzt ausgefallen ist und bislang auf zwei Saisontore kommt. Laut Köllner müsse man beim an der Schulter verletzten Angreifer sehen, wie er sich im Training in Zweikämpfen verhält. Sollte der 29-Jährige dabei keine Probleme haben, wäre er am kommenden Samstag gegen Verl jedenfalls wieder eine Option – und könnte so vielleicht wieder für Löwen-Tore sorgen.

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