"Ekelhaftes Gefühl": Woran es beim TSV 1860 derzeit hapert

Nächste Schlappe für die Löwen: Nach drei Remis in Serie verlieren die Sechzger das Heimspiel gegen Zwickau. Die Enttäuschung ist riesig – bei der Mannschaft und den Fans.
| dpa
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Niedergeschlagene Löwen gegen Zwickau: Richard Neudecker, Stefan Lex, Dennis Dressel und Stephan Salger (v.l.).
Niedergeschlagene Löwen gegen Zwickau: Richard Neudecker, Stefan Lex, Dennis Dressel und Stephan Salger (v.l.). © sampics/Augenklick

München - Michael Köllner und seine Spieler waren sich in der Analyse nach dem 0:2 im Heimspiel gegen das bisherige Kellerkind FSV Zwickau einig. Dem TSV 1860 habe die Zielstrebigkeit und die Durchsetzungskraft gefehlt.

Neudecker: "Das Selbstbewusstsein fehlt"

Entsprechend niedergeschlagen trotteten die erneut sieglosen Münchner nach der ersten Heimniederlage in dieser Saison vom Platz. "Es ist ein ekelhaftes Gefühl", sagte Sechzig-Trainer Köllner. Mittelfeldspieler Richard Neudecker sprach von einer "großen Enttäuschung" und gestand: "das Selbstbewusstsein fehlt".

Für die mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Löwen war es das vierte sieglose Spiel in Serie. Mit nur elf Punkten aus neun Spielen belegt der TSV Tabellenplatz 13. Von Spieltag zu Spieltag geht es in der Tabelle weiter nach unten.

Die 10.000 Fans im Grünwalder Stadion sahen eine engagierte Anfangsphase ihrer Mannschaft, die jedoch schnell verpuffte. 25 Minuten nach Anpfiff schockte Johan Gomez die verzweifelt anrennenden Löwen. Verteidiger Semi Belkahia verlor die Orientierung an der Strafraumgrenze und ließ den Zwickauer ziehen – 0:1.

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Offensivschwache Sechzger

In der Folge kamen die Münchner zu ihren Torchancen, doch wie so oft in dieser Saison stockte das Angriffsspiel. "Das ist der Unterschied. Wir machen die Dinger nicht rein, spielen unsere Chancen nicht zu 100 Prozent zu Ende", ärgerte sich Neudecker.

Zwickau nutzte die Schwäche eiskalt. Joker Yannik Möker zog in der 63. Minute aus zweiter Reihe zum 2:0-Endstand ab. Die 1860-Fans waren bedient und quittierten die Leistung ihrer Mannschaft mit lauten Pfiffen. Die Rufe: "Wir wolln Euch kämpfen sehn", hätten wehgetan, gestand Neudecker und suchte nach Lösungsansätzen.

"Wir müssen wieder die einfachen Dinge machen. Weniger dribbeln, den Ball einfach annehmen und spielen und zusammen kompakt verteidigen", sagte der Oberbayer. Das gelte auch für ihn selbst. Im Moment sei der Wurm drin, befand Teamkollege Dennis Dressel. "Den müssen wir jetzt rauskriegen und nächste Woche eine Reaktion zeigen", forderte der 22-Jährige mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel beim SC Verl.

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