Mission Showdown: Der AZ-Check zum Aufstiegskampf des TSV 1860

Rostock, Ingolstadt, TSV 1860 und Dresden: Vier Teams dürfen sich derzeit noch Hoffnungen auf die Zweite Liga machen. Der AZ-Aufstiegs-Check.
| Matthias Eicher
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Der TSV 1860 darf in dieser Saison vom Aufstieg träumen.
Der TSV 1860 darf in dieser Saison vom Aufstieg träumen. © sampics/Augenklick

München - Nach vollbrachter Arbeit schaute Löwen-Trainer Michael Köllner auf sein Handy. Neben dem Sieg seiner Sechzger sah er dort dreierlei: einen Patzer des vormaligen Dauer-Spitzenreiters Dynamo Dresden - und zwei Zittersiege der Hansa-Kogge und der Schanzer.

Der TSV 1860 ist nach dem 2:0-Auswärtserfolg am Samstag beim SV Waldhof Mannheim auf Relegationsrang drei angekommen, wenige Wochen vor dem Saisonende in der Dritten Liga. "Ich habe mir alle Ergebnisse angeschaut. Vier Spieltage vor Schluss geht es für viele Mannschaften um eine Menge: Abstieg, Aufstieg, auch der 4. Platz in der Dritten Liga ist auch ein ganz besonderer Platz", sagte Köllner nach dem achten ungeschlagenen Spiel seiner Jäger-Löwen in Serie.

TSV 1860: Die Konkurrenz bekommt die Aufstiegs-Flatter

Und jetzt mit aller Macht zum Aufstieg, Herr Köllner? "Wenn wir den vierten Platz abgesichert haben, können wir uns mit anderen Themen beschäftigen. Dann können wir uns zu anderen Zielen äußern", wehrte der Oberpfälzer ab.

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Erst gar kein Aufstiegs-Muffensausen aufkommen lassen - auch eine Strategie. Grade jetzt, wo Sechzigs Konkurrenten um die Rückkehr in die Zweite Liga zuletzt immer wieder patzten.

Auf Sechzigs "Road to Gelsenkirchen" liegen vier Spieltage vor Saisonende nur noch der 1. FC Kaiserslautern (H, 04.05.), der SV Wehen Wiesbaden (A, 08.05.), der FC Bayern II (H, 16.05.) und das Saisonfinale beim FC Ingolstadt (22.05.).

Mölders warnt vor Löwen-Gegner Lautern: "Brutale Qualität"

Eine Route, deren Anblick sich für Alpha-Löwe Sascha Mölders noch verbietet: "Als Nächstes spielen wir gegen Kaiserslautern, für die geht es um die Existenz. Wer die Mannschaft sieht, weiß, die haben eine brutale Qualität", mahnt der 36-Jährige: "Deswegen brauchen wir uns nicht hinzustellen und über den 38. Spieltag zu reden." Kein Problem, Herr Mölders - wir kümmern uns gerne darum, was der TSV aus strategischen Gründen unterlässt.

Der AZ-Check des Spitzentrios - inklusive einem Blick auf das Restprogramm.

FC Hansa Rostock: Die bärenstarke Serie der Hansa-Kogge (elf Spiele ohne Pleite, davon neun Siege) wackelte zuletzt: Pleite gegen den 1. FC Magdeburg (0:2), zudem gab's Remis gegen Dresden (0:0) und Wiesbaden (1:1). Der hart erkämpfte 3:2-Sieg am Wochenende gegen den abstiegsbedrohten SV Meppen könnte wieder Oberwasser geben. Gut für Sechzig: Weiter geht's für das Team von Jens Härtel am Samstag mit dem direkten Duell gegen Ingolstadt, denn (mindestens) einer der beiden wird Punkte liegen lassen. Rostock wirkt neben Sechzig recht stabil - und hat mit 63 Punkten die beste Ausgangslage.

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Ingolstadt gegen 1860: Aufstiegs-Showdown zum Saisonende?

FC Ingolstadt 04: Die Schanzer glänzen nicht gerade mit Konstanz. Der Magdeburg-Pleite (0:2) folgten drei Remis. Das jüngste 3:2 gegen den FSV Zwickau gelang lediglich mit viel Glück und einem fragwürdigen Handelfmeter. Das allesentscheidende Saisonfinale am finalen Spieltag gegen Sechzig rückt immer näher. Ob beim FCI das Kopf-Kino losgeht? In der Vorsaison scheiterte man denkbar knapp - bekanntlich erst weit in der Nachspielzeit der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg (3:1, 0:2). Nun deutet viel auf einen Showdown gegen Sechzig hin.

Dynamo Dresden mit Trainer-Rauswurf und Ergebnis-Krise

Dynamo Dresden: Beim monatelangen Tabellenführer liegen nach dem Absturz auf Rang vier die Nerven blank. Nach fünf Spielen ohne Sieg, darunter das 0:1 bei 1860, musste Trainer Markus Kauczinski gehen. Ausgerechnet Ex-Löwe Alexander Schmidt könnte die Mission Zweitliga-Rückkehr nun beenden - oder eben auch nicht.

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Nach der Corona-Quarantäne und aufgrund einiger Verletzungen könnte der Endspurt zuletzt zahmer Dynamos (nur ein einziges Tor in fünf Spielen) zur Tortur werden: Bis Ende Mai sind noch sechs Spiele zu gehen - Horror-Erinnerungen an die vergangene Saison werden wach, als Dresden ebenfalls wegen Corona-Fällen alle drei Tage kicken - und aus der Zweiten Liga absteigen musste.

Fazit: Das Spitzentrio agiert längst nicht mehr so abgezockt wie vor einigen Wochen. Das Momentum ist aktuell aufseiten der Sechzger.

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