Die Mölders-Mission: Ein großes Ziel hat der 1860-Topstürmer noch

Mölders führt die Löwen in Kaiserslautern zum Sieg und verspricht danach: "Im Sommer wird noch nicht Schluss sein!" Denn der 35-Jährige hat ein großes Ziel - mit dem TSV 1860 zurück in die Zweite Liga.
| Matthias Eicher
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"Er ist ein Straßenfußballer, ein Instinktfußballer", sagte der einstige Löwen-Trainer und jetzige TV-Experte Rudi Bommer über Löwen-Torjäger Sascha Mölders, der in Kaiserslautern Matchwinner für die Löwen ist.
"Er ist ein Straßenfußballer, ein Instinktfußballer", sagte der einstige Löwen-Trainer und jetzige TV-Experte Rudi Bommer über Löwen-Torjäger Sascha Mölders, der in Kaiserslautern Matchwinner für die Löwen ist. © imago/MIS

München - Wenn ein Alpha-Löwe ernst macht: Erst haute er auf dem Spielfeld zwei Dinger rein, dann am Mikrofon einen raus.

Löwen-Torjäger Sascha Mölders hört im Sommr noch nicht auf

"Bei mir ist es so, dass ich letztes Jahr aufhören wollte. Jetzt macht es Spaß - und im Sommer wird nicht Schluss sein", sagte Torjäger Sascha Mölders am Dienstagabend auf die Frage von Ex-1860-Trainer und TV-Experte Rudi Bommer. Zuvor hatte Mölders die Roten Teufel erlegt. Wie passend, dass ihm ebenjener Coach sein Geheimnis entlockte, der Mölders im Trikot des MSV Duisburg zu seinem Bundesliga-Debüt verholfen hatte. Zum Dank beschenkte ihn der ehemalige Schützling mit seinem verschwitzten Löwen-Leiberl.

Der 35-jährige Angreifer des TSV 1860 erlebt derzeit seinen x-ten Frühling, wie sein fulminanter Doppelpack beim 3:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit seinen Saisontoren Nummer zehn und elf schob sich der Ex-Bundesligaspieler des FC Augsburg in der Torschützenliste der Dritten Liga vor Türkgücüs Petar Sliskovic (zehn Tore). Auch in der Top-Scorerwertung ist Mölders mit 13 Punkten neben Sercan Sararer spitze.

Bommer über den "Instinktfußballer" Mölders

"Er ist ein Straßenfußballer, ein Instinktfußballer. Es macht wirklich Spaß, ihm zuzuschauen", lobte der einstige Lehrmeister Bommer. Eine Ansage an die Tor-Produzenten der Konkurrenz gab es nicht von Mölders, vielmehr verriet er Bommer und den tausenden TV-Zuschauern den Hintergrund seiner Ansage, die lange und erfolgreiche Karriere immer noch nicht an den Nagel hängen zu wollen.

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Der gebürtige Essener will mit dem Löwen auf der Brust dorthin zurückkehren, wo er im Jahre 2016 auf Giesings Höhen angefangen hatte: in die Zweite Liga. Sechzig München und Sascha Mölders - das passt einfach. "Fußball ist nicht Schickimicki und so. Fußball ist: Stehplatz, Bier in der Hand, Bratwurst, Mannschaft anfeuern, nach Schweiß stinken." Das sei auch sein Sechzig, so Mölders kürzlich.

TSV 1860: Mölders macht fünf Tore in zwei Spielen

Wie schaut es also hinter den Kulissen mit einer weiteren Vertragsverlängerung aus? Die AZ fragte nach bei Mölders-Berater Serafino Luzzi. "Sascha hat mir auch gesagt, dass er noch ein Jahr dranhängen will", erklärte Luzzi über die Pläne seines Klienten und die Absprache mit dem TSV: "Sascha hat im Sommer für 1860 auf sehr viel Geld verzichtet, weil er den Löwen treu bleiben wollte. Seitdem ist keiner auf uns zugekommen. Wir hatten nur vor ein paar Monaten ein Gespräch, dass bis zur Winterpause keine Vertragsverhandlungen geführt werden."

Mölders' fünf Treffer aus den beiden Spielen gegen Waldhof Mannheim (5:0) und Lautern bringen ihn ins Schwärmen: "Das waren wieder geile Tore, die nur Sascha machen kann. Er hat einfach ein Näschen, wo er stehen muss. Wenn er so spielt, ist es völlig egal, dass er schon 35 ist."

Mölders Mission für Sechzig: der Aufstieg

Was die Löwen dazu sagen? Geschäftsführer Günther Gorenzel, der die Kaderplanung folglich demnächst anpacken will, wollte sich am Mittwoch nicht äußern. Trainer Michael Köllner hatte schon vor dem Duell mit Lautern erklärt, dass zwar der Leistungsgedanke zähle, aber ein funktionierender Mölders und das Erreichen des Saisonziels für eine gemeinsame Zukunft sprächen.

Während Köllner und Gorenzel tiefstapeln und davon sprechen, 1860 weiterentwickeln zu wollen, lässt Mölders vor dem gegnerischen Kasten wie mit seinen Aussagen keine Zweifel über seine letzte große Mission aufkommen: Die Sechzger müssen hoch - damit ihr Anführer noch ein paar Zweitliga-Trikots verschenken kann.

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