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Deutschland bei der EM: Ein titelreifer Kader mit zwei Schwachstellen

DFB- und Bayern-Reporter Maximilian Koch über die Kadernominierung von Bundestrainer Löw.
| Maximilian Koch
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Beim WM-Triumph 2014 standen sieben Bayern-Profis im deutschen Aufgebot, diesmal sind es sogar acht. Ein gutes Omen für die EM? Womöglich. Ganz sicher aber: eine gute Basis. Denn mit den Münchner Seriensiegern holt sich Bundestrainer Joachim Löw jede Menge Erfahrung und Selbstvertrauen in sein Team.

Kein Spieler verkörpert diese Gier nach ständigem Erfolg mehr als Thomas Müller, der nun auch in der DFB-Elf ein zentrales Mittelfeld-Dreieck mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka bilden könnte. Bayern ist dank dieser Aufstellung zur besten Mannschaft der Welt aufgestiegen.

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Löws Entscheidung zeugt von Größe und Klugheit

Müllers Comeback ist ebenso verdient wie das von Mats Hummels, dem neben Jérôme Boateng weiter besten deutschen Innenverteidiger. Dass Löw zumindest zwei seiner Weltmeister von 2014 zurückgeholt hat, zeugt von Größe und Klugheit. Er gesteht damit ein, den Umbruch nach der WM 2018 nicht erfolgreich bewältigt zu haben - und widerlegt zugleich den Vorwurf, stur zu sein. Mit Müller und Hummels hat die deutsche Mannschaft deutlich größere Chancen auf dem EM-Titel als ohne sie. Löw weiß das. Und er war sich nicht zu schade, seine Entscheidung von 2019 zu korrigieren.

Sowieso: Der Kader wirkt ausgewogen, talentiert – ja, titelreif. Mit Kevin Volland und Christian Günter hat Löw seine obligatorischen Überraschungen serviert, zwei formstarke Spieler, die sofort helfen können. Mit Jamal Musiala einen unbekümmerten Youngster für die Offensive. Einzig auf den Außenverteidiger-Positionen fehlt internationale Klasse - im Grunde seit Philipp Lahms Rücktritt. Doch für den Notfall hat Löw ja zwei Bayerns-Stars: Kimmich und Niklas Süle.

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