„5:3 ist kein schönes Ergebnis“

Die deutsche Nationalmannschaft zeigt gegen Schweden erneut ein kurioses Spiel – und eine wenig weltmeisterliche Abwehrleistung. André Schürrle überzeugt dagegen mit einem Hattrick.
| Thomas Becker
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STOCKHOLM Kurzzeitig drohte die erste Auswärts-Niederlage eines DFB-Teams in der WM-Qualifikation. Seit 1934 waren deutsche Mannschaften in 41 Spielen auf fremden Plätzen ungeschlagen geblieben – und das änderte sich auch nach dem letzten Qualifikationsspiel in Schweden nicht. 5:3 hieß es am Ende für das deutsche Team – nach 0:2-Rückstand. Schon wieder acht Tore: Heja, Sverige!
Es sei zwar „immer schön, wenn viele Tore fallen“, analysierte Jubilar Bastian Schweinsteiger nach seinem 100.Länderspiel, aber die Gegentore wurmten ihn doch: „Das ist kein gutes, kein schönes Ergebnis. Ein 2:0 wäre besser gewesen.“ Dafür passt das 5:3 besser zur kuriosen Vorgeschichte dieses Schweden-Happens.
Niemand im DFB-Tross wollte noch etwas von diesem 4:4 wissen. „Das ist schon noch in den Köpfen“, gab Manager Oliver Bierhoff vor der Partie zu, „aber ich hoffe, dass wir dieses Spiel heute vergessen machen können.“ Nun, es blieb ein frommer Wunsch.

Lesen Sie hier: Die Pressestimmen


Ohne den gesperrten Zlatan Ibrahimovic erwischte das „Tre Kronor"-Team den eindeutig besseren Start. Kaum sechs Minuten waren gespielt, bis die schlimmen Defensiv-Szenen vom Hinspiel wieder präsent waren: Nach einem Pass von Sebastian Larsson kam Tobias Hysén frei zum Schuss und ließ Keeper Manuel Neuer keine Chance – das erste Gegentor für das DFB-Team seit 320 Minuten.
Oliver Kahn, Fußballexperte des ZDF, analysierte die Fehlerkette: „Philipp Lahm noch den leicht angeschlagenen Özil, was am spektakulären Spielverlauf nichts mehr änderte. Was bleibt? Eine sensationelle WM-Qualifikation mit 36 Toren in zehn Spielen. Respekt!
Allerdings auch: eine Abwehrleistung, die zum wiederholten Male alles andere als weltmeisterlich ist. „Da fehlt die Abstimmung“, erkannte Lahm, „wir kommen alle aus verschiedenen Vereinen. Da braucht es Zeit.“ Außerdem könne man sich bei einem Turnier gut einspielen. Wenn das mal nicht zu spät ist. „Die Konzentration in der Defensive war teilweise mangelhaft“, murrte Ex-Torwart Kahn, „die Mannschaft muss begreifen, dass es ein Quentchen mehr Verständnis braucht. Wenn sie die Balance da hinten nicht hinbekommen, wird es mit dem Titel ganz schwierig.

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