Zahlreiche Corona-Fälle: FC Bayern verschärft Hygiene-Maßnahmen

Der Corona-Ärger beim FC Bayern hört nicht auf. Aus Angst vor einer möglichen Gruppenquarantäne sind die Hygiene-Regeln beim FC Bayern nochmal deutlich verschärft worden.
| AZ/dpa
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Trainer Hansi Flick mit Maske.
Trainer Hansi Flick mit Maske. © Leon Kuegeler/Reuters/Pool/dpa/Archivbild

München - Benjamin Pavard war zuletzt der bereits vierte Corona-Fall des FC Bayern innerhalb von drei Wochen. Auch Leon Goretzka, Javi Martínez und Thomas Müller, der sich noch in Quarantäne befindet, waren zuletzt positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nun sind die Corona-Regeln noch einmal angepasst worden. "Wir haben tatsächlich die Maßnahmen verschärft. Wir haben ein dezidiertes Testprotokoll vereinbart. Da sind doppelte Testungen drin, PCR- und Antigen-Test und selbstverständlich versuchen wir, Kontakte einzuschränken. Wir versuchen, dass von außen keine weitere Infektionen in die Mannschaft kommen», sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Rande des Champions-League-Spiels bei Lazio Rom gegenüber "Sky".

"Es ist wirklich verschärft worden. Wir sind jeden Tag in der Testung, am Spieltag gibt es morgens um 7 Uhr eine Testung", berichtete Trainer Hansi Flick am Montag vor der Abreise zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Lazio Rom (21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker).

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Hansi Flick: Jeder lebt in Sorge

"Damit müssen wir leben, das sind die Dinge, die uns begleiten, und vielleicht noch eine längere Zeit begleiten", sagte Flick. "Es kann keiner voraussehen oder voraussagen, ob da noch irgendwas kommt oder ob es bei dem bleibt. Das wäre super, weil wir wollen, dass wieder ein bisschen Ruhe einkehrt. Das ist auch für die Mannschaft und alle drumherum keine schöne Situation."

Es gelte Maske zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen. Jeder lebe in Sorge, sagte der 55-Jährige. Zudem gebe es im Betreuerstab auch Menschen, die zu "einer gewissen Risikogruppe" gehörten und die man schützen müsse.

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FC Bayern droht Gruppenquarantäne

Laut "Bild" sollen die Stars auch nicht mehr selbst einkaufen, dazu nur zwischen ihrem Zuhause, dem Vereinsgelände, Klub-Terminen und Spielen pendeln. Die Zahl der Tests wurde erhöht. Um Kontakte zu minimieren, wurden aufschiebbare Aktivitäten etwa für Sponsoren erst einmal ausgesetzt.

Die Verantwortlichen der Münchner wollen demnach unbedingt einen fünften Corona-Fall im Team verhindern. Denn nach "Bild"-Informationen, droht dem gesamten Team bei einem weiteren positiven Test auf das Coronavirus eine Gruppenquarantäne.

"Ermittlungen dauern an"

Bereits vergangenen Freitag hatte die "ARD Sportschau" über eine Gruppenquarantäne des Rekordmeisters berichtet. "Ein Gesundheitsamt hat grundsätzlich das Recht, einen Betrieb oder Verein unter Quarantäne zu stellen, die jeweils notwendigen Maßnahmen werden in Abhängigkeit zu dem Ergebnis der Ermittlungen beschlossen und durchgeführt", wird das Gesundheitsamt München auf Anfrage der "ARD Sportschau" zitiert. "Im vorliegenden Fall dauern die Ermittlungen an."

Möglicher Übertragungsweg? Bei der Feier des Klub-WM-Titels küssten die Spieler in gewohnter Manier den Pokal.
Möglicher Übertragungsweg? Bei der Feier des Klub-WM-Titels küssten die Spieler in gewohnter Manier den Pokal. © picture alliance/dpa

Die zuständigen Behörden ermitteln noch, ob die infizierten Spieler der Münchner Kontakt zu Teamkollegen hatten, die als Kontaktperson der Kategorie I eingestuft werden. Laut dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender werden unter anderem wohl Bilder von der Klub-WM überprüft, bei denen Pavard den selben Pokal küsste wie andere Spieler. 

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