Wegen Neuer: Matthäus kritisiert Bayern-Spitze

Das Jahr ist gerade mal zwei Wochen alt, da meldet sich auch schon Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus mit lauter Kritik an seinem Ex-Klub zu Wort. Von anderer Seite bekommt er Hiebe.
| az/sid
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Weil Manuel Neuer (links) bei der Ballon d'Or Gala nicht dabei war, kritisiert Lothar Matthäus die Veranwortlichen des FC Bayern.
dpa/Rauchensteiner, Augenklick Weil Manuel Neuer (links) bei der Ballon d'Or Gala nicht dabei war, kritisiert Lothar Matthäus die Veranwortlichen des FC Bayern.

München - Die chancenlosen David Alaba, Jerome Boateng, Philipp Lahm und Thomas Müller steckten bei der Ballon d'Or Gala zurück. Möglicherweise hatten sie schon etwas geahnt, denn extra in die Schweiz fliegen wollte keiner von ihnen - trotz FIFA-Einladung.

Oder sie durften eben nicht. Denn es soll eine interne Order des FC Bayern gegeben zu haben, wie der "Kicker" schreibt.

"Wir haben uns hier in Doha auf die Rückrunde vorzubereiten", sagte Neuer vieldeutig.

Vor allem das Fehlen des in die Weltauswahl berufenen Welttorhüters sorgte bei der Preisverleihung in Zürich für Irritationen. Zumal Neuer der einzige Profi aus der Weltauswahl war, der nicht bei der Gala auflief.

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Für Lothar Matthäus ist das Verhalten seines Ex-Klubs nicht zu akzeptieren. "Das geht nicht und war eine verpasste Chance für den deutschen Fußbal", echauffiert sich der ehemalige Weltfußballer.

"Wer weltweit eine Marke sein will, muss bei dieser Wahl präsent sein, und nicht in München, Ottobrunn oder sonstwo."

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Stellvertretend für Neuer nahm Bayern-Botschafter Paul Breitner den Preis für den abwesenden Neuer entgegen.

Wie zu hören war, wäre auch Trainer Pep Guardiola nur zu gerne zur Gala nach Zürich gereist...

 

Schalkes Heldt attackiert Matthäus

 

Von anderer Seite bekam Matthäus seinerseits eine heftige Breitseite, nachdem er sich wieder einmal mit einer Bemerkung in die Nesseln gesetzt hatte.

Horst Heldt (46), Sportvorstand des Bundesligisten FC Schalke 04 reagierte geradezu allergisch auf eine Kritik des 54-jährigen Rekord-Nationalspielers und attackierte diesen harsch.

"Seine positive Transferbilanz haben Heldt die millionenschweren Verkäufe von Manuel Neuer und Julian Draxler gerettet, für die er nichts kann", hatte Matthäus in seiner "Sport-Bild"-Kolumne geschrieben.

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"Ich bezweifle, dass Matthäus je eine Vereinsbilanz in den Händen gehalten hat oder diese überhaupt fehlerfrei lesen kann", sagte Heldt im Trainingslager in Florida der "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".

Heldt über den 150-maligen Nationalspieler und fünfmaligen WM-Teilnehmer weiter: "Seine Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Ohne jeden Zweifel ist Matthäus einer der größten Fußballer, die der deutsche Fußball hervorgebracht hat. Seine Erfolge als Trainer waren hingegen bekanntlich schon recht überschaubar. Dass er jetzt aber als sogenannter Experte über Dinge schreibt, bei denen ihm offensichtlich jegliches Hintergrundwissen fehlt, halte ich für höchst unseriös."

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