War zu wenig: Hansi Flick bleibt trotz Tabellenführung selbstkritisch

Der FC Bayern übernimmt dank eines 3:1-Siegs gegen den 1. FSV Mainz 05 die Tabellenführung in der Bundesliga von Titelrivale RB Leipzig. Trotzdem bleibt Bayern-Trainer Hansi Flick selbstkritisch.
| AZ/Julian Huter
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Trainer des FC Bayern: Hansi Flick.
picture alliance/Andreas Gora/dpa Trainer des FC Bayern: Hansi Flick.

München - Der FC Bayern ist wieder dort angekommen, wo er dem eigenen Selbstverständnis nach hingehört: an der Tabellenspitze. Durch den 3:1-Sieg in Mainz übernimmt der deutsche Rekordmeister die Spitzenposition. RB Leipzig kam gegen Borussia Mönchengladbach im Topspiel am Samstagabend nicht über ein 2:2 hinaus und muss sich vorerst mit Platz zwei begnügen. Zum ersten Mal seit dem 6. Spieltag stehen die Münchner damit wieder ganz oben – erst zum zweiten Mal überhaupt in dieser Saison.

Trotz des sechsten Siegs in Folge war und dem elften Triumph in den 13 Spielen seiner Amtszeit, war Trainer Hansi Flick nicht vollends zufrieden: "Von den ersten 30 Minuten war ich begeistert. Danach war es von uns zu wenig, wir haben das Tempo rausgenommen. Bei dem Eckball kurz vor der Pause hätte ich mir gewünscht, dass sich die Mannschaft ein bisschen anders präsentiert", meinte der 54-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

FC Bayern: Auch David Alaba sieht Verbesserungsbedarf

In Mainz reichten den Münchnern starke dreißig Minuten für einen Auswärtserfolg. Robert Lewandowski (8.), Thomas Müller (14.) und Thiago (26.) sorgten früh für klare Verhältnisse. In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Gäste dann passiver und verwalteten das Ergebnis. "Man muss sagen, dass diese 60 Minuten nicht Bayern-Like waren", gab sich Flick kritisch. Dennoch sei er froh, dass die Bayern mit drei weiteren Punkten nach Hause fahren. Mainz habe durchaus offensive Qualitäten und das hätten die Bayern gut verteidigt.

Auch Abwehr-Chef David Alaba gab sich mahnend: "Gut war die erste halbe Stunde – der Rest muss besser werden. Wir müssen versuchen unser Spiel und das Tempo über 90 Minuten zu halten", erklärte der Österreicher nach der Partie in der Mixed Zone.

FC Bayern gegen RB Leipzig gefordert

Nach der Partie im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr im AZ-Liveticker) steht am Sonntag das Topspiel in der Bundesliga gegen Verfolger RB Leipzig (18 Uhr im AZ-Liveticker) an. Auch wenn der FC Bayern jetzt als Tabellenführer und nicht mehr als Verfolger in das Duell mit den Sachsen geht, warnt Flick vor Träumereien. "Wenn man vorlegen kann und dann mit dem ersten Tabellenplatz ins Spiel geht, ist das ein schöner Nebeneffekt. Aber es sind noch sehr viele Spiele, da wird noch viel passieren", mahnte der Bayern-Trainer. 

Entscheidend ist laut Flick nicht nur das Ergebnis, sondern auch die mentale Herangehensweise seines Teams. "Wir wollen realistisch sein und da gehört dazu, dass die Spieler mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen. Dann bin ich auch sehr zufrieden mit meiner Mannschaft", erklärte der 54-Jährige.

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