Von Ribéry bis Boateng: Bayerische Comebackpläne

Die Verletztensituation beim FC Bayern entspannt sich langsam. Einige Stars stehen unmittelbar vor ihrer Rückkehr auf den Platz. Die Abwehrspieler be
| Maximilian Koch
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Auf Franck Ribéry verzichtete Guardiola in Bochum noch und plant frühestens gegen Augsburg wieder mit ihm. Bei Jerome Boateng (l.) dauert's noch länger.
Rauchensteiner/Augenklick Auf Franck Ribéry verzichtete Guardiola in Bochum noch und plant frühestens gegen Augsburg wieder mit ihm. Bei Jerome Boateng (l.) dauert's noch länger.

Die Verletztensituation beim FC Bayern entspannt sich langsam. Einige Stars stehen unmittelbar vor ihrer Rückkehr auf den Platz. Die Abwehrspieler bereiten Pep Guardiola aber weiter Sorgen.

München - Ganz erfüllen wird sich Pep Guardiolas Wunsch wohl nie. „Den ganzen Kader fit zu haben, das ist mein Traum“, hat er einst gesagt. Vor den entscheidenden Wochen dieser Saison, die mit dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei Zweitligist VfL Bochum begannen (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet), hat Guardiola aber tatsächlich wieder den Großteil seines Kaders zusammen.

Die AZ gibt einen Überblick über die Bayern-Rückkehrer – und erklärt, wie lange Jérôme Boateng und Javi Martínez noch fehlen.

Mario Götze: Der Weltmeister trainiert seit einer Woche wieder mit der Mannschaft. Auf Empfehlung der medizinischen Abteilung verzichtete Guardiola für das Pokalspiel noch auf ihn, am Sonntag gegen Augsburg könnte er aber in den Kader zurückkehren. „Wenn man eine Weile raus ist, dann will man möglichst viel machen – aber da muss man clever sein“, sagte Götze. „Ich brauche Geduld.“ Im Herbst verletzte sich der 23-Jährige im Länderspiel gegen Irland schwer am Oberschenkel, nun, in der heißen Phase der Saison, könnte er wieder wichtig werden für Guardiola. Allerdings: In der Offensive sind aktuell alle Topstars fit, Götze muss sich gegen Robert Lewandowski, Thomas Müller, Arjen Robben, Douglas Costa, Kingsley Coman und Franck Ribéry durchsetzen.

 

Robben: "Schön, dass Francky wieder dabei ist!"

 

Serdar Tasci: Der Neuzugang von Spartak Moskau gibt Rätsel auf. Nicht nur, was seinen Fitnesszustand betrifft (Guardiola: „Seine Kondition ist ein Problem“), sondern auch deshalb, weil man über den Sinn dieses Transfers streiten kann: Warum holt Bayern einen Spieler, der seit November nicht mehr im Wettkampf war, wenn man einen Spieler braucht, der sofort helfen soll angesichts der Verletzungen von Boateng und Martínez? Von seiner Gehirnerschütterung hat sich Tasci erholt. Statt ihn mit nach Bochum zu nehmen, verordnete Guardiola ihm am Mittwoch gleich zwei individuelle Einheiten – um seinen Trainingsrückstand aufzuholen.

Franck Ribéry: „Es ist schön, dass Francky wieder dabei ist! Wir brauchen ihn“, sagt Arjen Robben. Der Franzose ist ins Teamtraining zurückgekehrt und hofft nun auf ein Ende seiner Horrorserie. Seit seiner schweren Knöchelverletzung im vergangenen Jahr verpasste er 44 Spiele, im Dezember wurde er nach seinem Comeback von einem Muskelbündelriss zurückgeworfen. Auch auf ihn verzichtete Guardiola in Bochum noch und plant frühestens gegen Augsburg wieder mit ihm.

Rafinha: Der Brasilianer ist schon gegen Bochum wieder dabei. In der Vorbereitung hatte er sich beim 1:2 gegen Karlsruhe eine Knieprellung zugezogen, die drei Partien zum Rückrundenstart verpasste er. Im Saisonendspurt dürfte er eine wichtige Rolle einnehmen. Dann nämlich, wenn Guardiola Kapitän Philipp Lahm Pausen gönnt. Rafinha hat sich als zuverlässige Alternative bewährt.

DFB-Pokal am Mittwoch: FC Bayern in Bochum ohne Götze und Ribéry

Juan Bernat: Nach seinem Muskelbündelriss kehrte der kleine Spanier schon gegen Hoffenheim für zwei Minuten zurück auf den Platz. In Leverkusen wurde Bernat allerdings nicht eingesetzt. Er hat es in dieser Saison deutlich schwerer, auf Einsatzzeit zu kommen. Guardiola lässt meist David Alaba links verteidigen.

Medhi Benatia: Der Marokkaner und die Muskeln – eine ewige Geschichte. Noch immer hat Benatia nicht zurückgefunden zu alter Fitness, seit seinem letzten Spiel (5. Dezember in Gladbach) sind inzwischen mehr als zwei Monate vergangen. Derzeit plagen ihn die Folgen eines Muskelbündelrisses. Zeitpunkt der Rückkehr: offen.

Javi Martínez: Nach seiner Meniskus-OP reicht es immerhin schon wieder zu leichtem Konditionstraining. Anfang der Woche sah man Martínez radeln. Bis zu seinem Comeback wird es aber noch mindestens vier Wochen dauern.

Jérôme Boateng: Noch länger dauert es bei Boateng. Der Weltmeister wird nach seiner schweren Verletzung aus dem Hamburg-Spiel (Muskelbündelriss) wohl bis Mitte April fehlen.

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