Vier heiße Duelle! Wen lässt Pep gegen Juve ran?

Ribéry, Thiago, Coman und Benatia brillieren gegen Werder – und drängen gegen Juve in die Startelf. Wen das Quartett jetzt herausfordert.
| Maximilian Koch
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Applaus! Die beiden Bayern-Franzosen Franck Ribéry (l.) und Kingsley Coman (r.) überragten im Liga-Spiel gegen Wolfsburg.
firo/Augenklick, dpa Applaus! Die beiden Bayern-Franzosen Franck Ribéry (l.) und Kingsley Coman (r.) überragten im Liga-Spiel gegen Wolfsburg.

München - Der Übergang von Werder Bremen zu Juventus Turin gelang Pep Guardiola schnell. Fast so schnell, wie Viktor Skripnik, der Bremer Coach, das Podium im Pressesaal der Allianz Arena verlassen hatte. Die Hanseaten mussten ihren Flieger erwischen. Rasch weg aus München, wo es für Skripniks Team beim 0:5 mal wieder eine Abreibung gegeben hatte. Dass Guardiola anschließend die Unterschiede zwischen Werder und Juve so klar ansprach, hatte nichts mit der Abwesenheit seines Kollegen zu tun: Die Unterlegenheit der Bremer, die für die Bayern nur ein „Spielball“ waren, wie der frühere Bayern-Kapitän Lothar Matthäus bei Sky analysierte, hatte ohnehin jeder gesehen. Auch Skripnik, der vor seinem Abgang noch anmerkte, dass es gegen einen FC Bayern in dieser Form auch „für den Rest der Welt schwer“ werden würde. Auch für Juve?

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„Juventus hat den Kopf 90 Minuten in der richtigen Position“, sagte Guardiola also mit Blick auf das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League am Mittwoch. Werder fehlte diese geistige Frische. Konfus rannten Skripniks Profis über den Platz – ganz anders als Juve, das in der italienischen Liga nun seit zehn (!) Spielen kein Gegentor kassiert hat. Pep weiter: „Wir müssen intelligent spielen und unser Spiel sehr gut interpretieren.“ Die offensive Wucht und Fantasie aus dem Bremen-Spiel, die sich vor allem bei den Toren von Thiago (9., 90.), Thomas Müller (31., 65.) und Robert Lewandowski (86.) zeigte, gepaart mit taktischer Reife und Gelassenheit: Das wird der Schlüssel für die Bayern am Mittwoch sein. So ließ sich Guardiolas Aussage lesen.

Der Bayern-Trainer, der ein mögliches Ausscheiden entspannt kommentierte („Normalerweise denke ich positiv. Wenn das passiert, großes Kompliment an Juve“), steht dabei vor der wichtigen Aufgabe, die passende Formation zu finden. „Viele Spieler haben heute sehr gut gespielt“, sagte er. Das galt auch für Franck Ribéry, Thiago, Medhi Benatia und Kingsley Coman, die zuletzt eher im Schatten ihrer Kollegen gestanden hatten und nun in die Startelf drängen. Die AZ zeigt vier Startelf-Duelle vor dem Juve-Spiel.

Kingsley Coman gegen Arjen Robben: Der Niederländer wurde gegen Werder geschont, stand nicht mal im Kader. Coman erwischte in Robbens Abwesenheit einen Sahnetag. Drei Tore bereitete er vor, hinterher gab’s sogar Lob von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, der den 19-jährigen Franzosen als „große Überraschung“ der Saison pries. „Das ist ein Transfer, der uns gelungen ist. Das ist ein Bursche, der uns viel Freude bereitet.“ Coman hat sein Formtief rechtzeitig hinter sich gelassen. Robben ist wohl trotzdem gesetzt gegen Juve.

Thiago gegen Xabi Alonso: Nach äußerst diskreten Darbietungen zuletzt überragte Thiago gegen Werder. „Vor allem mein erstes Tor war eine Art Befreiung für mich“, sagte der Spanier, der noch einen zweiten Treffer erzielte und gemeinsam mit Xabi Alonso das Zentrum beherrschte. Kommt Pep nach dieser Leistung an Thiago vorbei? Falls nicht, müsste der ebenfalls starke Alonso auf die Bank. Denn der geschonte Arturo Vidal scheint aktuell unantastbar.

Douglas Costa gegen Franck Ribéry: Le Chef ist zurück! Ribéry brillierte mit Kumpel David Alaba auf der linken Außenbahn, sein Volleyschuss vor Müllers 3:0 war das Highlight des Spiels. „Wir brauchen das Eins-gegen-Eins von Coman und Ribéry“, sagte Guardiola. Möglich, dass der zuletzt schwächelnde Costa, der diesmal nicht zum Einsatz kam, am Mittwoch Ribéry weichen muss.

Medhi Benatia gegen Juan Bernat: Philipp Lahm, Joshua Kimmich, David Alaba – drei Abwehrspieler sind für Juve gesetzt. Benatia und Bernat streiten sich um die eine freie Position. Gegen Werder durfte der Marokkaner mal wieder von Beginn an ran und löste seine Aufgabe souverän. Bernat saß 90 Minuten auf der Bank. Sollte Pep gegen den früheren Bayern-Stürmer Mario Mandzukic auf körperliche Präsenz und Kopfballstärke setzen, wäre Benatia erste Wahl. Im Hinspiel aber vertraute er Bernat. Und der Spanier enttäuschte nicht.

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