Sané sorgt für einen Brüller - und Neuer stichelt gegen den BVB

Der seit Wochen überragende Leroy Sané erlöst die Bayern mit seinem fulminanten Volltreffer zum 1:0 gegen Bielefeld - und stellt damit einen neuen Rekord auf. Kapitän Manuel Neuer stichelt gegen den BVB.
| Patrick Strasser
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Der FC Bayern München hat die Tabellenführung nach dem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld verteidigt.
Der FC Bayern München hat die Tabellenführung nach dem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld verteidigt. © Peter Kneffel/dpa

Tatsächlich, es gibt sie noch. Rekorde, die der FC Bayern in diesem Jahrtausend noch nicht gebrochen hat und die - man lese und staune - zuvor ein anderer Verein gehalten hat.

Neuer Rekord: 102 Bundesliga-Treffer eines Teams in einem Jahr

Den Treffer, der eine neuerliche Münchner Bestmarke festzimmerte, hatte Leroy Sané mit Schmackes und Augenmaß ins Bielefelder Gehäuse geknallt. Das goldene Tor des Abends zum 1:0-Erfolg gegen Arminia war Bayerns Bundesliga-Treffer Nummer 102 im Kalenderjahr, im 34. Spiel. Zuvor gehörte der Rekord dem 1. FC Köln mit 101 Toren und stammte aus dem Jahr 1977. Und die Baller-Bayern anno 2021 haben noch vier weitere Partien, den Rekord nach oben zu schrauben.

Sané brüllte seine Freude, es war in Wahrheit wohl mehr die pure Erleichterung, über den erfolgreichen Linksschuss mit weit aufgerissenem Mund heraus. Gut gebrüllt, Leroy! In der 71. Minute erst hatten die Bayern den starken Arminia-Torhüter Stefan Ortega, bereits als Nummer zwei an der Säbener Straße gehandelt, bezwungen.

Sané glänzte mit einer herausragenden Einzelleistung

In einem zähen Spiel, das wenig an glanzvolle Schützenfeste der vergangenen Wochen erinnerte, riss es wieder einmal Sané mit einer famosen Einzelleistung heraus. Es war bereits der vierte Liga-Treffer des 25-Jährigen, der neunte schon in 21 Pflichtspielen (insgesamt kommt er auf 18 Scorerpunkte). Sané, für den schon Einwechselspieler Serge Gnabry an der Seitenlinie parat stand, ist Bayerns Bester der letzten Wochen - ein echter Brüller.

Dass Sané, zu Beginn der Saison wegen lascher Einstellung und mangelhafter Körpersprache auf dem Platz von einigen Fans ausgepfiffen und nun der Retter (und ein Brüller) - das hätte man vor rund drei Monaten nicht für möglich gehalten.

Am Samstag gilt's gegen den BVB

Nun kann das Duell mit Borussia Dortmund am kommenden Samstag (18.30 Uhr) kommen. Zweiter gegen Erster, nur ein Punkt trennt die Konkurrenten. Der Sieger ist Tabellenführer.

"Wir freuen uns auf das Duell und darüber, dass es wirklich wieder um etwas geht", sagte Kapitän Manuel Neuer - und fügte mit einem kleinen Seitenhieb auf den letzte Saison doch arg schwächelnden BVB (Dritter mit 14 Punkten Abstand zu Abo-Meister FC Bayern) hinzu: "Das hatten wir nicht immer." Am Ende der Saison 2018/19 war die Borussia noch auf zwei Zähler herangekommen.

"Das ist für die Liga ein tolles und interessantes Spiel", sagte Nagelsmann vor seinem ersten deutschen Clásico in der Bundesliga. Mit dem 3:1 gegen den BVB in Dortmund Mitte August hatte er sein erstes Titelchen als Bayern-Trainer gewonnen, den DFL-Supercup.

Vorstandsboss Oliver Kahn zeigt sich zuversichtlich

Nagelsmann, dem Vorstandsboss Oliver Kahn nach dem Erfolg gegen Bielefeld in der Kabine gratuliert hatte ("Glückwunsch zu einem wichtigen, dreckigen 1:0-Sieg"), meinte voller Optimismus: "Wir sind, auch wenn es gerade ein bisschen unruhig ist, auf einem guten Weg. Grundsätzlich ist man bei Bayern München immer bereit für Topspiele."

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Trotz der Unruhe im Verein und im Fanlager rund um die Eskalation bei der Jahreshauptversammlung wegen des umstrittenen Katar-Sponsorings und des ganzen Corona-Chaos innerhalb der Mannschaft.

Kimmich und Choupo-Moting werden auch am Samstag fehlen

"Wir vermissen Josh und Choupo", sagte Nagelsmann und dachte an die mit Corona-infizierten Joshua Kimmich und Eric-Maxim Choupo-Moting, die auch am Samstag noch in Quarantäne sein werden. Serge Gnabry, der wie Jamal Musiala und Niklas Süle (alle eingewechselt) nach Quarantäne zurückkehrte, betonte, man fahre "mit breiter Brust" nach Dortmund. Für Thomas Müller ist es "ganz wichtig, dass wir vor Dortmund in der Tabelle in dieses Spiel gehen."

Die psychologische Kriegsführung ist längst eröffnet. Nagelsmann meinte: "Wir fahren da hin und möchten gewinnen." Dazu müssten sie zum 61. Mal in Folge in der Bundesliga treffen. Ein Rekord? Nein! Sensation! Noch nicht - der stammt aus den Jahren 2012 bis 2014. Da traf Bayern 65 Mal hintereinander. Werd' scho' wer'n, sagt Frau Kern.

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