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Robert Lewandowski fehlt dem FC Bayern wochenlang: Ein Super-GAU zur Unzeit

AZ-Sportreporter Bernhard Lackner über den Ausfall von Robert Lewandowski.
| Bernhard Lackner
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Es sind zwei Wochen, die über Wohl und Wehe der Bayern-Saison entscheiden könnten: Leipzig, Paris, Union und nochmal Paris. Zwei Mal Liga, zwei Mal Champions League. Ob der Traum von der Titelverteidigung in Bundesliga und Königsklasse danach noch erreichbar ist?

Fakt ist: An diesem Dienstag haben sich die Chancen des FC Bayern radikal verschlechtert. Die Verletzung von Robert Lewandowski, der aufgrund einer Bänderdehnung rund vier Wochen zum Zuschauen gezwungen ist, ist für die Münchner mehr als eine Hiobsbotschaft. Sie ist ein sportlicher Super-GAU!

Lewandowski fehlt dem FC Bayern in der entscheidenden Saisonphase

Während die ersten drei Viertel der Saison für den Rekordmeister seit jeher eher einem verlängerten Warmlaufen gleichen, stehen genau jetzt die wirklich wichtigen, die alles entscheidenden Wochen an.

Alleine im April bestreiten die Münchner wettbewerbsübergreifend sieben Partien, bei einem Einzug ins Halbfinale der Champions League wären es sogar deren acht. Eben jene Spiele werden die Münchner in dieser Saison ohne den derzeit besten Fußballer des Planeten bestreiten müssen.

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Zu kompensieren ist der Ausfall freilich nicht - nicht einmal im Ansatz. Der 32-Jährige zeichnete für 42 der 114 Bayern-Tore in dieser Saison verantwortlich, acht weitere legte er auf. Alleine seine Präsenz schüchtert die Gegner ein, in der Regel bindet er mehrere Abwehrspieler und schafft so Räume für seine Teamkollegen. Auch dank seiner Performance fielen die offensichtlichen Defensivprobleme in dieser Saison nicht allzu sehr ins Gewicht. 

Nachvollziehbar: Bayern leistet sich keinen teuren Lewy-Backup

Einen qualitativ auch nur ansatzweise adäquaten Backup für die polnische Tormaschine leisten sich die Münchner nicht, wozu denn auch? Seit seiner Verpflichtung im Sommer 2014 hat der Angreifer gerade einmal 14 Partien verpasst, in der Regel aufgrund kleinerer Blessuren. Lewandowski hat immer gespielt, vor allem in den wichtigen Partien. Die Notwendigkeit, einen längerfristigen Vertreter für ihn zu verpflichten, hat es schlicht nie gegeben.

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Diese Konstellation rächt sich nun. Als klassischer Mittelstürmer steht bei den Bayern lediglich Eric Maxim Choupo-Moting zu Verfügung, denkbar wäre auch eine Lösung mit einer "falschen Neun". Serge Gnabry oder Thomas Müller könnten dann an Lewys Stelle im Sturmzentrum agieren. In keiner dieser Varianten wird die brutale Torjäger-Qualität des Weltfußballers annähernd kompensiert. Lewandowskis Verletzung ist für die Bayern ein Super-GAU. Einer zur Unzeit.

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