Philipp Lahm, der Champions-League-Titan

Der Kapitän des FC Bayern, Philipp Lahm, macht gegen Benfica sein 103. Spiel in der Champions League. Damit zieht er mit Oliver Kahn gleich. "Diese Marke ist letztlich egal und dennoch schön", sagt er.
| Julian Buhl
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Champions-League-Rekordmann der Bayern: Philipp Lahm. Am Mittwoch zieht er mit dem bisherigen Rekordhalter Oliver Kahn gleich.
firo/Augenklick/dpa/AZ Champions-League-Rekordmann der Bayern: Philipp Lahm. Am Mittwoch zieht er mit dem bisherigen Rekordhalter Oliver Kahn gleich.

München - Die Champions-League-Hymne sorgt eben sogar bei den größten Topstars der Branche für Gänsehautstimmung. Cristiano Ronaldo und zuletzt auch Thomas Müller (vor dem Spiel gegen Juventus) wurden sogar schon von TV-Kameras dabei erwischt, wie sie sich dazu hinreißen ließen, heimlich – wie bei ihren Nationalteams üblich – mitzusingen. Auf dem Rasen neben seinen Teamkollegen zu stehen und die Königsklassen-Hymne zu hören – für einen Fußballprofi gibt es eben, zumindest auf Vereinsebene, kaum etwas Größeres.

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Philipp Lahm kennt dieses Gefühl vor dem Anpfiff der Spiele auf Europas größter Bühne wie kaum ein anderer. Um genau zu sein: wie nur ein anderer deutscher (Ex-)Fußballer. Denn: Wenn Lahm am Mittwoch vor dem Viertelfinalrückspiel des FC Bayern bei Benfica Lissabon (20.45 Uhr, Sky, ZDF und im AZ-Liveticker) mal wieder auf dem Feld stehend die Hymne hören wird, macht er dies schon zum 103. Mal. So oft tat das vor ihm einzig einer: Oliver Kahn. Der Rechtsverteidiger zieht nun also gleich mit dem vormaligen Bayern-Titan und wird damit selbst zu ebenjenem. Lahm, der Titan.

 

FCB-Kapitän könnte alleiniger Rekordhalter werden

 

"Ich wusste das nicht. Diese Marke ist letztlich egal und dennoch schön", sagte Lahm dem "Kicker". "Sie zeigt, dass ich jahrelang auf sehr hohem Niveau gespielt habe." Lahm vergrößert damit weiter seinen Vorsprung auf seine Ex-Teamkollegen Bastian Schweinsteiger (95 Spiele) und Michael Ballack (93). Daran, dass Lahm noch in dieser Saison zum alleinigen Rekordhalter werden wird, hat sein Vorgänger keine Zweifel. "Der FC Bayern ist natürlich immer ein Titelkandidat in der Champions League", sagte Kahn und rechnet damit eben auch noch mit drei weiteren Champions-League-Spielen von Lahm.

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"Noch ist alles möglich", sagte Lahm mit Blick auf die Titelchancen. Das Triple ist aus Lahms Sicht zwar nicht entscheidend für die Beurteilung der dreijährigen Amtszeit von Trainer Pep Guardiola, die im Sommer endet. Er hoffe aber auf "dreimal Meisterschaft, zweimal Pokalsieg und einmal der Gewinn der Champions League", sprich das Triple zum Abschied als Guardiolas Vermächtnis bei Bayern. An dem guten Verhältnis der beiden hat auch Guardiolas Nein zu einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern und der nun feststehende Wechsel zu Manchester City nichts geändert.

 

Lahm ist der Allrounder im Bayern-Spiel

 

Lahm ist noch immer einer der Schlüsselakteure des Spaniers. In dieser Saison hat er Lahm nun zwar wieder aus dem Mittelfeld auf die Rechtsverteidigerposition zurückgezogen und sogar den Kapitän seinem Erfolgswillen untergeordnet. Ganz verzichten will Guardiola aber nicht auf die von ihm geschätzten Vorzüge Lahms in der Zentrale. Wenn die Bayern in Ballbesitz sind, rückt der nämlich stets auf die Sechs vor – und spielt sozusagen einfach beide Positionen. "Ich mag es, wenn Philipp in der Mitte spielt", erklärte Guardiola kürzlich diese Maßnahme, die er in seiner Karriere so noch nie zuvor getroffen habe. Und begründete: "So können wir die Konter des Gegners kontrollieren." Außer Lahm "haben vielleicht noch David Alaba und Juan Bernat diese Qualität".

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Gleichzeitig hält der 32-Jährige übrigens noch einen weiteren, nicht ganz so rühmlichen Rekord: Der Bayern-Kapitän ist länger als jeder andere Feldspieler in der Königsklasse ohne Treffer. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich diese Statistik noch ausbauen werde. Dieser Rekord ist schwer zu knacken", sagte Lahm süffisant: "Ein paarmal war ich allerdings nahe dran an einem Treffer."

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