Noten zum FC Bayern: Vier Fünfer für ganz schwache Münchner

Rückschlag für den FC Bayern! Gegen die TSG 1899 Hoffenheim muss der Rekordmeister eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Der FC Bayern in der Einzelkritik.
| Maximilian Koch
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Rückschlag für den FC Bayern: Die Münchner verlieren daheim mit 1:2 gegen Hoffenheim.
imago/MIS Rückschlag für den FC Bayern: Die Münchner verlieren daheim mit 1:2 gegen Hoffenheim.

München - Eine Gala wie gegen Tottenham Hotspur gab’s diesmal nicht – ganz im Gegenteil: Der FC Bayern hat sein Heimspiel in der Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim mit 1:2 verloren, es war die erste Niederlage in dieser Saison für die Münchner.

Und das zum Ende des Oktoberfests. Wer besonders enttäuschte – und wer ordentlich spielte: Die Einzelkritik der AZ. 

MANUEL NEUER, NOTE 3: Die deutsche Nummer eins gefiel in der ersten Halbzeit besonders mit dem Ball am Fuß, einmal spielte Neuer einen langen Pass herrlich in den Lauf von Kimmich. Musste dann nach einem Bebou-Schuss zupacken (33.), ebenso gegen Posch (40.). Bei den Gegentoren ohne Chance, von seinen Vorderleuten allein gelassen.

JOSHUA KIMMICH, NOTE 3: Zu Beginn mit Leichtsinnsfehlern, die er dann allerdings abstellte und gewohnt emsig über die rechte Seite antrieb. Wurde diesmal als Außenverteidiger gebraucht – und nicht im Zentrum. Mit seinen klugen Pässen sorgte Kimmich immer wieder für Gefahr. Nur nutzten es die Kollegen diesmal nicht.

JÉROME BOATENG, NOTE 5: In der 4. Minute beinahe überrumpelt: Hoffenheim-Stürmer Adamyan lief nach einem Steilpass allein aufs Tor zu, doch im letzten Augenblick blockte Boateng den Schuss noch ab. Beim 0:1 sah der Weltmeister dann schlecht aus: Adamyan traf den Tunnel zwischen Boatengs Beinen und ins Tor (54.). Auch vor Adamyans 1:2 agierte Boateng zu zögerlich (79.).

NIKLAS SÜLE, NOTE 4: Die Kostante in der Bayern-Abwehr: Süle hat noch keine Pflichtspielminute in dieser Saison verpasst. Wie Boateng ganz schön gefordert vom Hoffenheimer Angriff, in den allermeisten Situationen auf der Höhe und Sieger im Zweikampf. Beim 1:2 allerdings deutlich zu passiv.

Tolisso entscheidend am 0:1 beteiligt

BENJAMIN PAVARD, NOTE 3: Weil Hernández und Alaba ausfielen, musste der Franzose links hinten ran – schon gegen Tottenham hatte Pavard diese Aufgabe in der zweiten Halbzeit solide gelöst. Abermals mit einer ordentlichen Leistung, im Offensivspiel war von ihm jedoch wenig zu sehen.

THIAGO, NOTE 4: Nach der erzieherischen Maßnahme in der Champions League, als ihn Kovac eine Halbzeit lang auf der Bank gelassen hatte, durfte Thiago wieder von Beginn an Spielen. Der Spanier probierte die ganz große Kunst, nahm einen Ball aus 25 Metern volley – das misslang (39.). Sah nach einem taktischen Foul die Gelbe Karte (45.). Durchwachsene Leistung mit wenigen Glanzmomenten.

CORENTIN TOLISSO, NOTE 5: Kovac vertraute dem Franzosen erneut im zentralen Mittelfeld, Tolisso spielte den offensiveren Part auf der Doppelsechs mit Thiago. Näherte sich gefährlich an, als er einen Drehschuss knapp über das Tor jagte (27.). Zielte später deutlich zu hoch (43.). Entscheidend am 0:1 beteiligt: Verlor der Ball leichtfertig im Mittelfeld. Wenige Minuten später ausgewechselt.

SERGE GNABRY, NOTE 4: Der Vier-Tore-Knipser traf auch gegen Hoffenheim früh ins Tor (24.), allerdings aus Abseitsposition. Kurz darauf scheiterte Gnabry nach hübschem Solo an Keeper Baumann (25.). Sonst aber mit wenigen guten Szenen. Nach einer misslungenen Flanke wurde er sogar ausgepfiffen. So schnell geht’s. Köpfte noch knapp vorbei (69.).

Coutinho enttäuscht

PHILIPPE COUTINHO, NOTE 5: In der Anfangsphase wie schon gegen Tottenham unauffällig. Meldete sich dann mit einem Distanzschuss, der über das Tor zischte, in der Partie an (34.). Auch in der zweiten Halbzeit zurückhaltend und irgendwie teilnahmslos. Seine genialen Aktionen wurden vermisst.

KINGSLEY COMAN, NOTE 5: Die Außenrakete wirkte diesmal müde. Verlor zu Beginn oft den Ball, steigerte sich nur langsam. Seinen Flanken fehlte die Präzision. Kovac nahm Coman nach einer Stunde vom Feld. Schwacher Auftritt.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 3: Traf erneut gegen Baumann, seinen Lieblingstorhüter: Hat jetzt in 17 Duellen 16 Tore erzielt. Irre! In der ewigen Schützenliste der Bundesliga liegt Lewy nun auf Platz vier, gleichauf mit Manni Burgsmüller (je 213 Tore). Es hätte noch ein Treffer mehr sein müssen, doch der Pole scheiterte per Kopf (70.).

THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Zu Spielbeginn erneut nur auf der Bank, kam dann für Coman ins Spiel (60.). Und wie! Gefühlvoll flankte er mit links in den Strafraum, Lewandowski vollendete per Kopf (73.). So stellt man sich einen Joker und Wachrüttler vor. Am Ende half es nichts.

IVAN PERISIC, NOTE 4: Der Kroate wurde für Tolisso eingewechselt, um die Offensive zu beleben. Zunächst war Perisic aber in der Defensive gefordert, er klärte in höchster Not vor Bebou (66.). Nach vorne kam wenig Produktives zustande.

Lesen Sie hier: Ilkay Gündogan bestätigt - "Es gab Gespräche mit dem FC Bayern"

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