Niederlage gegen Gladbach: Julian Nagelsmann bleibt mit dem FC Bayern weiter sieglos

Auch im dritten Testspiel unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann reicht es nicht zu einem Erfolg, Gladbach gewinnt mit 2:0. Hasan Salihamidzic verteidigt Joshua Zirkzee: "Er wird eine Riesen-Karriere machen."
| Maximilian Koch
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Drittes Testspiel, zweite Niederlage: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann beim 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach.
Drittes Testspiel, zweite Niederlage: Bayern-Trainer Julian Nagelsmann beim 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach. © firo Sportphoto

München – Auf diesen Hattrick hätte Trainer Julian Nagelsmann zum Start seiner Bayern-Karriere lieber verzichtet: Auch im dritten Testspiel dieser Vorbereitung gelang den Münchnern kein Erfolg, Borussia Mönchengladbach setzte sich am Mittwochabend 16 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Bundesliga mit 2:0 gegen Nagelsmanns Rumpfelf durch, Hannes Wolf (59. Minute) und Michael Wentzel (76.) erzielten die Tore.

"Ich hätte mir schon erhofft, eines der Spiele zu gewinnen, aber noch ist die Vorbereitung nicht vorbei", sagte Nagelsmann über seine Sieglos-Bayern: "Was heute gefehlt hat, war die Torgefahr aus dem Spiel heraus."

Hoffmann ersetzt Ulreich im Bayern-Tor

In der Startelf setzte der Coach erneut auf viele Youngster, Serge Gnabry stand als einziger EM-Fahrer immerhin schon wieder im Kader – und präsentierte seine neue Rasta-Frisur. Flott, Serge! Im Tor bekam diesmal Ron-Thorben Hoffmann eine Chance, Sven Ulreich saß auf der Bank.

Die Nagelsmänner begannen engagiert und hatten auch gleich eine gute Möglichkeit: Kapitän Eric Maxim Choupo-Moting versuchte es aus 18 Metern mit einem Freistoß, Tobias Sippel parierte sicher (3.). Gladbach, das ebenfalls ersatzgeschwächt antrat, stand sehr tief, lauerte auf Konter. Joe Scally hatte eine gute Szene, als er nach einem Solo links am Tor vorbeischlenzte (29.).

Insgesamt war es eine Partie auf mäßigem Niveau mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten. Erst in der 31. Minute wurde es etwas aufregender, als Tillman im Strafraum zu Fall gebracht wurde, der Elfmeterpfiff ausblieb und Joshua Zirkzee den Abpraller aus wenigen Metern ans linke Außennetz knallte.

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Salihamidzic verteidigt Zirkzee vehement

Pech für den Niederländer, der zuletzt gegen Ajax bereits eine Riesenchance fahrlässig vergeben hatte und anschließend in den sozialen Netzwerken attackiert wurde. "Der Junge hat sich am meisten darüber geärgert, dass er das Tor nicht gemacht hat", sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei Magenta TV und wurde deutlich: "Diese verbalen Attacken im Netz sind unglaublich. Das hat im Fußball nichts verloren. Das kann ich überhaupt nicht verstehen, da wurden wieder Grenzen überschritten."

Ein 20-jähriger Mensch könne einen solchen Hass "nicht gebrauchen", ergänzte Salihamidzic: "Er wird eine Riesen-Karriere machen, er hat so viel Potenzial. Wir werden auf ihn aufpassen und wir werden ihm die Chance geben."

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Gegen Neapel kehren einige EM-Fahrer zurück

Starke Worte von Brazzo. Fast bemerkenswerter an diesem Sommerabend als das, was auf dem Rasen passierte. Nianzou vergab im Anschluss an einen Freistoß das 1:0 (38.), dann war Halbzeit. Nach der Pause wurde Gladbach dominanter und ging durch Wolf folgerichtig in Führung. Nagelsmann tauschte kurz danach alle zehn Feldspieler aus, Gnabry kam zu seinem ersten Einsatz, er durfte auch die Kapitänsbinde tragen.

Der Ausgleich gelang Bayern jedoch nicht mehr. Im Gegenteil: Gladbach erhöhte durch den eingewechselten Wentzel noch auf 2:0, der Endstand. Am Samstag (16.30 Uhr/ RTL und im AZ-Liveticker) steht gegen den SSC Neapel der letzte Test vor Beginn der Pflichtspielsaison an – mit einigen EM-Teilnehmern, die Nagelsmanns Team verstärken. Ob es dann mit dem ersten Sieg klappt?

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