Marcel Reif: Schiedsrichter bevorteilen den FC Bayern

Bei den Diskussionen um die Bayern-Bosse gerät in den Hintergrund, dass der Rekordmeister beim VfL Wolfsburg früh beinahe in Bedrängnis geraten wäre. TV-Experte Marcel Reif bemüht ein altes Klischee zum FC Bayern.
| Patrick Mayer
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Bayern-Bosse: Präsident Uli Hoeneß (li.) und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.
imago/Sven Simon Bayern-Bosse: Präsident Uli Hoeneß (li.) und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

München - Es war eine polarisierende Szene in Wolfsburg: Niklas Süle räumte VfL-Profi Maximilian Arnold robust ab, als dieser auf das Tor des FC Bayern zustürmte (18. Minute). Nationalspieler Süle war in dieser Szene letzter Mann - und die Aufregung groß.

Umstrittene Szene bei Bayern-Spiel

Referee Guido Winkmann pfiff nicht, ließ weiterspielen. Umstritten. Hätte er auf Foul entschieden, hätte auch zur Debatte gestanden, ob er den Innenverteidiger der Bayern als letzten Mann vom Platz hätte stellen müssen. Er tat weder das Eine noch das Andere. Eine Entscheidung, die im "CHECK 24 Doppelpass" bei Sport1 für kollektives Unverständnis sorgte.

TV-Experte Marcel Reif ging in der Kult-Analyse-Runde noch weiter: "Was lernen wir daraus: Die Schiedsrichter bevorteilen die Bayern", meinte der frühere Sky-Kommentator. Er tat dies mit einem verschmitzten Blick. Wie ernst er es meinte: Reifs Geheimnis. Er bemühte damit zumindest ein altbekanntes Klischee, wonach Schiedsrichter bei den Bayern allgemein nervös würden.

Marcel Reif kritisiert Uli Hoeneß

Am Ende war es freilich ein völlig verdienter Sieg (3:1) des klar überlegenen Rekordmeisters in Niedersachen, überstrahlt jedoch von der aufsehenerregenden Pressekonferenz der Bosse Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic tags zuvor. Reif kritisierte bei Sport1 Uli Hoeneß deutlich, den er als Münchner Insider gut kennt.

Bayern-Bosse: Präsident Uli Hoeneß (li.) und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.
Bayern-Bosse: Präsident Uli Hoeneß (li.) und Sportdirektor Hasan Salihamidzic. © imago/Sven Simon

"Wenn mir jemand eine moralische Latte so hoch legt. Und wenn er dann eine halbe Stunde später einen Spieler, der nicht da ist...da bin ich zusammengezuckt", sagte Reif zur Verbal-Attacke von Hoeneß gegen Ex-Bayern-Profi Juan Bernat: "Wenn jemand die Latte so hinsetzt, darf er nicht drunter durchspringen. Das war daneben. Und ich sage das über einen Mann (Hoeneß, d. Red.), den ich hoch schätze." (Lesen Sie auch: Immer wieder Matthäus - die Boss-Attacken auf den Ex-Bayern)

Nachtreten gegen Juan Bernat

Vereinspräsident Hoeneß hatte Bernat vorgeworfen, den Bayern fast das Weiterkommen in der Königsklasse gekostet zu haben, konkret im Viertelfinale: "Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir beinahe ausgeschieden wären. An dem Tag wurde entschieden, dass er verkauft wird, weil er einen Scheißdreck zusammengespielt hat."

Dieses Nachtreten, wie man es wohl nennen muss, missfiel nicht nur Reif.

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