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Lothar Matthäus knallhart: "Bouna Sarr ist einfach kein Bayern-Spieler"

Auch über ein Jahr nach seinem Wechsel spielt Bouna Sarr beim FC Bayern überhaupt keine Rolle. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus fällt ein hartes Urteil: "Wenn er spielen und nicht nur am Monatsende seinen Scheck möchte, sollte er sich einen neuen Verein suchen."
| AZ/dpa
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Bouna Sarr kommt beim FC Bayern bislang kaum zum Zug.
Bouna Sarr kommt beim FC Bayern bislang kaum zum Zug. © IMAGO / Revierfoto

München - Die Einwechslung des gelernten Mittelfeldspielers Marcel Sabitzer für Rechtsverteidiger Niklas Süle beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (1:2) sorgte bei so manchem Beobachter für Verwunderung, auch Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kann den Wechsel nicht nachvollziehen.

"Wenn man Julian (Nagelsmann, d. Red.) etwas vorwerfen kann, dann die etwas verwunderliche Auswechslung taktischer Natur, als er Sabitzer für Süle bringt, diesen allerdings auf die rechte Verteidiger-Position stellt", schreibt Matthäus in seiner Kolumne für den TV-Sender "Sky".

Nagelsmann bringt lieber Sabitzer als Sarr

Für den TV-Experten ist die Einwechslung Sabitzers allerdings auch ein ganz klares Zeichen an einen anderen Mann: Bouna Sarr. Der Franzose wurde im vergangenen Jahr von Olympique Marseille geholt, spielt aber auch unter Julian Nagelsmann überhaupt keine Rolle. Selbst während der Verletzung von Stamm-Rechtsverteidiger Benjamin Pavard zu Beginn der Saison durfte der 29-Jährige nicht ran. Stattdessen erhielt Youngster Josip Stanisic seine Chance, zuletzt spielte Süle hinten rechts.

Für Sarr reicht es einfach nicht, meint Matthäus. "Wenn er spielen und nicht nur am Monatsende seinen Scheck möchte, sollte er sich einen neuen Verein suchen", so das unmissverständliche Urteil des ehemaligen Bayern-Kapitäns: "Der einzige, der von dieser Verpflichtung überzeugt war, ist Hasan Salihamidzic. Er hat für ihn trotz der finanziell angespannten Corona-Lage einiges an Geld gezahlt, doch Sarr ist einfach kein Bayern-Spieler."

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Matthäus: "Sabitzer ist alles, aber kein Rechtsverteidiger"

Unabhängig davon hält Matthäus wenig davon, Sabitzer auf der Rechtsverteidiger-Position spielen zu lassen. "Ich bin ein großer Verfechter davon, dass man Spieler auf ihrer besten Position einsetzt, und die ist bei Marcel mit Sicherheit nicht hinten rechts. Man hat den Gegner damit unnötig stark gemacht", schreibt Matthäus im Rückblick auf die Frankfurt-Niederlage.

"Sabitzer ist nun wirklich alles, aber kein Rechtsverteidiger. Seine Stärken liegen nicht in der Defensive. Ich will nicht so weit gehen und sagen, dass sich Nagelsmann vercoacht hat, aber das geht auf seine Kappe", kritisierte Matthäus. "Wenn alle Spieler fit und in Form sind, ist für den Leipziger Neuzugang in der ersten Elf kein Platz. Seine Top-Position ist zentral. An Kimmich und Goretzka ist aber kein Vorbeikommen", schrieb Matthäus weiter.

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