Lob und Tadel für Bayerns CL-Debütant Marc Roca

Der Spanier Marc Roca fliegt bei seinem Königsklassen-Debüt vom Platz. Coach Flick: "Das war unnötig".
| Patrick Strasser
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Muss nun in Madrid zuschauen: Marc Roca.
Muss nun in Madrid zuschauen: Marc Roca. © GES/Augenklick

München - Es hätte ihm nicht schnell genug gehen können. Dann kam Marc Roca zwei Mal zu spät. In die Zweikämpfe. Zwei Fouls, zwei Gelbe Karten, ein Platzverweis beim Champions-League-Debüt gegen RB Salzburg (3:1).

Nach 66 Minuten war Schluss für den eifrigen, in einigen Szenen verständlicherweise übereifrigen Zugang. Ein Spanier sieht Rot - und das gegen (selbst ernannte) Bullen.

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Für neun Millionen Euro Ablöse war der defensive Mittelfeldspieler, auf den die Bayern schon lange ein Auge geworfen hatten, Anfang Oktober von Espanyol Barcelona verpflichtet und mit Vertrag bis 2025 ausgestattet worden. Roca, 2019 U21-Europameister, gilt als großes Talent - wobei: Ist man das mit 23 Jahren wirklich noch? Lediglich im DFB-Pokal gegen den unterklassigen FC Düren (3:0) durfte er sich bislang über 90 Minuten beweisen, in der Bundesliga schenkte ihm Trainer Hansi Flick lediglich eine Nachspielzeit-Minute beim 2:1 in Köln.

Flick gibt ihm Zeit fürs Ankommen und seine Entwicklung

Was ihm der Pädagoge in Flick zusätzlich schenkt: Zeit fürs Ankommen und die Entwicklung. Daher nahm der 55-Jährige den Linksfuß nach dem Platzverweis in Schutz. "Marc kann zufrieden sein. Das war ein sehr gutes Debüt in der Champions League", erklärte Flick und berichtete, Roca sei "enttäuscht über die Gelb-Rote Karte. Da war er etwas zu ungestüm, kam ein bisschen zu spät. Das war unnötig."

Roca hatte gute Szenen, wenn er Raum und Zeit besaß, Bälle mit feiner Technik zu verteilen. Wenn es unangenehm und eng wurde, befiel ihn etwas Hektik. Eine Frage der Lernkurve.

Roca fehlt nun in seiner spanischen Heimat

Mit der Ampelkarte beraubte sich der rote Roca der Teilnahme am - nun tabellarisch - bedeutungslosen Gruppenspiel kommenden Dienstag in seiner Heimat bei Atlético Madrid.

Ob ihn Flick im Sinne der Pädagogik dafür am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr, Live bei Sky und im AZ-Liveticker) ranlässt? Oder geht er mit dem ausgeruhten Routinier Javi Martínez (32) als Mittelfeld-Partner von Leon Goretzka auf Nummer sicher?

 

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