Leroy Sané und der DFB: Liebe auf den zweiten Blick?

Drei Jahre nach seiner WM-Ausbootung will Bayerns Offensiv-Star Leroy Sané bei der EM brillieren. "Die anderen Teams werden uns nicht unterschätzen", sagt er - und verrät, wie es Leon Goretzka geht.
| Maximilian Koch
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Er will bei der EM glänzen: DFB-Star Leroy Sané.
Er will bei der EM glänzen: DFB-Star Leroy Sané. © imago images/Revierfoto

Seefeld - Für Teamkollege Emre Can (27) ist Leroy Sané (25) eine der größten deutschen Waffen bei der anstehenden EM.

"Er ist ein Topspieler, der mir in den letzten zwei, drei Länderspielen extrem gefallen hat", sagte Dortmund-Star Can am Sonntag über Sané: "Leroy kann den Unterschied ausmachen - und ein ganz wichtiger Spieler für uns in diesem Turnier werden."

Das ist auch der Wunsch von Bundestrainer Joachim Löw (61), der im Vorfeld der WM 2018 noch freiwillig auf Sanés Dienste verzichtet hatte. Im Trainingslager in Eppan/Südtirol wurde Sané damals von Löws Entscheidung überrumpelt - diesmal soll alles besser werden.

Sané haderte über das WM-Aus

"Am Anfang hadert man, aber jetzt spielt das keine Rolle mehr", sagte Sané über sein persönliches WM-Aus vor drei Jahren. "Ich denke gar nicht mehr daran, das ist komplett abgeschlossen. Ich bin ein Typ, der nach vorne schaut."

Und einer, den die deutsche Mannschaft genau dort, also ganz vorne, auch dringend braucht.

Weil es in Löws Aufgebot keinen klassischen Mittelstürmer der Kategorie Miroslav Klose gibt, müssen mehrere Spieler mit anderen Qualitäten die Sturmreihe bilden. Thomas Müller (31), Serge Gnabry (25), Timo Werner (25), Kai Havertz (21), Kevin Volland (28) kommen dafür in Frage und natürlich er: Sané.

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Ob er über die linke oder rechte Seite angreift, ist ihm dabei gar nicht so wichtig, erklärte Sané: "Ich möchte Tore schießen - und Tore vorbereiten."

Das klingt schon mal vielversprechend. Im Training ließ Löw das Trio Müller, Gnabry und Sané gemeinsam stürmen. Eine Variante, die beim EM-Start am 15. Juni gegen Frankreich gut vorstellbar ist.

Sané ist bereit für ein großes Turnier

Sané jedenfalls scheint bereit zu sein für ein großes Turnier. "Ich fühle mich sehr, sehr gut und bin fit, das ist das Wichtigste für mich", sagte er. Auf dem Trainingsplatz sieht man das, Sané wirkt hochmotiviert und körperlich in Bestform.

2018 hatte Löw während der Vorbereitung diese totale Fokussierung

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bei Sané vermisst, nun macht der schnelle und trickreiche Star vom FC Bayern einen reiferen Eindruck als damals. "Wir wollen unser Teamgefühl zurückbekommen", sagte er.

"Der große Favorit ist Frankreich"

Sollte das gelingen, könnte es für die deutsche Mannschaft bei der WM weit gehen. Das meint auch Sané: "Der große Favorit ist Frankreich. Aber die anderen Mannschaften werden uns nicht unterschätzen, sie wissen, welche Qualität wir haben. Erfahrung ist auf jeden Fall da bei uns und die Mischung aus jung und alt gut."

 

Dass es in der Gruppe gleich gegen Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal geht, bereitet Sané keine Sorgen. Im Gegenteil.

"Ich finde es gut, da müssen wir direkt da sein", sagte der 25-Jährige: "Und wenn man vielleicht sogar einen Sieg holt, kann man daraus ganz viel Selbstvertrauen ziehen,"

Keine herausragende Saison bei den Bayern

Bei Sané selbst ist schon jetzt ausreichend Selbstvertrauen vorhanden, obwohl die Saison bei Bayern nicht "herausragend" für ihn lief, wie Sané selbst sagt:

"Für mich war es generell etwas schwieriger durch die lange Corona-Pause und meine Knieverletzung. Mir war wichtig, meinen Rhythmus zurückzufinden. Das habe ich geschafft." Pünktlich zur EM-Vorbereitung.

Kann Goretzka mit zur EM fahren?

Für Sané-Kollege Leon Goretzka gilt das nicht. Der Bayern-Star muss an diesem Montag noch zu einem MRT-Termin, erst danach ist klar, wie gut sein Muskelfaserriss verheilt ist.

Goretzka möchte am Dienstag in Seefeld das Training aufnehmen, Sané ist optimistisch. "Nach der Übergabe der Meisterschale habe ich zuletzt mit ihm gesprochen, da hat er mir gesagt, dass er sich gut fühlt", sagte er über Goretzka: "Er wird er in einem guten Zustand sein, wenn das Turnier beginnt. Er arbeitet hart an sich."

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