"Ich bin schon verliebt": Mané begeistert bei seinem ersten Auftritt

Der Toptransfer dieses Sommers ist perfekt: Weltstar Sadio Mané wechselt zum FC Bayern, die Bosse sind stolz. "Mit Spielern wie ihm sind alle großen Ziele möglich", sagt Vorstandschef Oliver Kahn.
| Maximilian Koch
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Kaum in München gelandet und schon ein bayerischer Heiligenschein: Weltstar-Neuzugang Sadio Mané bringt die Allianz Arena bereits bei seiner Präsentation am Mittwoch zum ersten Mal zum Leuchten.
Kaum in München gelandet und schon ein bayerischer Heiligenschein: Weltstar-Neuzugang Sadio Mané bringt die Allianz Arena bereits bei seiner Präsentation am Mittwoch zum ersten Mal zum Leuchten. © sampics

München - Sadio Mané kam im weißen Hemd auf das Podest in der Allianz Arena und strahlte übers ganze Gesicht - genau wie die Bayern-Bosse Herbert Hainer, Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic, die neben ihm saßen. Und was der senegalesische Neuzugang bei seinem ersten Auftritt sagte, stimmte alle Beteiligten dieses Top-Transfers noch glücklicher.

Mané "glaubt an das Projekt"

"Ich bin schon verliebt in diese Stadt und ich freue mich, hier leben zu dürfen", erklärte Mané, der seine sympathische Premiere mit einem "Servus" eröffnet hatte: "Der Verein, die Spieler - wir sind alle dafür gemacht, Titel zu gewinnen. Ich habe gleich zugesagt, ich glaube an dieses Projekt. Und ich hoffe, dass wir in der Champions League weit kommen."

Die Münchner haben ihren "Weltstar", wie Präsident Hainer Mané völlig zu recht bezeichnete. Einen, der ziemlich bescheiden wirkt. "Ich bin jemand, der glaubt, dass die Mannschaft das Wichtigste ist", sagte Mané: "Ich will dem Team mit meinen Toren helfen."

Sadio Mané mit Bayern-Präsident Herbert Hainer und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.
Sadio Mané mit Bayern-Präsident Herbert Hainer und Sportdirektor Hasan Salihamidzic. © sampics/Augenklick

Der 30-Jährige unterzeichnete am Mittwoch einen Vertrag bis 2025, er soll geschätzt 20 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Als Ablöse erhält der FC Liverpool 32 Millionen Euro, neun Millionen können an Boni hinzukommen.

Der ganze Bayern-Vorstand ist glücklich über den Transfer

Eine Rückennummer hat Mané noch nicht, die sei ihm auch "egal", so Mané. "Für solche einzigartigen Fußballer kommen die Fans in die Stadien", meinte Hainer weiter: "Es ist großartig, dass unser Vorstand um Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic einen Spieler wie Sadio Mané für den FC Bayern verpflichten konnte."

Vorstandschef Kahn und Sportvorstand Salihamidzic zeigten sich stolz, dass dieser Deal klappte. Mané sei ein Spieler, "wie es sie nur ganz wenige auf der Welt gibt", erklärte Kahn und sprach von einem "sehr, sehr starken Paket. Mit Spielern wie ihm sind beim FC Bayern alle großen Ziele möglich."

Auch deshalb, weil Mané den Konkurrenzkampf deutlich verschärft. "Ich weiß, was das innerhalb einer Mannschaft auslösen kann", sagte Kahn: "Allein durch seine Präsenz kann Sadio das Niveau der Mannschaft anheben."

Pressekonferenz: Stimmung war geprägt von Vorfreude 

Salihamidzic durfte den Mané-Transfer als bislang größten Coup seiner fast fünfjährigen Bayern-Tätigkeit werten. "Dass er zum FC Bayern kommt, zeigt, dass unser Verein und er große Ziele haben. Sadio Mané passt perfekt zu dem Fußball, den der FC Bayern unter Julian Nagelsmann spielt." Der oft kritisierte Sportvorstand sammelt gleichzeitig Argumente für eine Vertragsverlängerung über 2023 hinaus.

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Nagelsmann, der auch in der Arena war, klatschte mit Mané nach der Pressekonferenz ab, umarmte ihn. Zuvor hatte der neue Angreifer bereits Schulterklopfer von Hainer und Kahn erhalten, die Stimmung war bestens, geprägt von großer Vorfreude.

Mané, der Angebote anderer Topklubs ausschlug, stellte klar: "Für mich gab es von Beginn an keinen Zweifel: Das ist der richtige Klub zum richtigen Zeitpunkt. Ich will mit Bayern viel erreichen, auch international. Schon während meiner Zeit in Salzburg habe ich viele Spiele des FC Bayern verfolgt - ich mag diesen Klub sehr!" Mané hatte von 2012 bis 2014 für RB Salzburg gespielt, nach zwei Jahren bei Southampton wechselte er dann 2016 nach Liverpool.

Jürgen Kopp bedauert Mané-Wechsel

Dort zeigte sich Trainer Jürgen Klopp tieftraurig über den Wechsel. "Einer der größten Liverpooler Spieler aller Zeiten verlässt uns, und wir müssen anerkennen, wie bedeutungsvoll das ist", sagte Klopp: "Und ja, er geht an einem Punkt, an dem er einer der besten Spieler im Weltfußball ist." Klopp adelte auch den Menschen Mané, sagte: "Unser Verlust ist Bayerns Gewinn." Und was für einer!

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