Hattrick bei Gala gegen Berlin: Robert Lewandowski weiter unersättlich

Der FC Bayern hat das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Hertha BSC gelang ein 5:0, damit schloss der Rekordmeister bis auf ein Tor zu Spitzenreiter Bayer Leverkusen auf.
| Thomas Häberlein, SID
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Die Bayern konnten gegen Berlin gleich fünfmal jubeln.
Die Bayern konnten gegen Berlin gleich fünfmal jubeln. © IMAGO / MIS

München - Thomas Müller, Joshua Kimmich und Manuel Neuer griffen sich nach einem berauschenden Abend drei große Fahnen mit der Aufschrift "Wieder Dahoam". An ihrer Seite lief bei der Ehrenrunde ein grinsender Robert Lewandowski, der beim 5:0 (2:0) gegen Hertha BSC mit drei Treffern aus einer überzeugenden Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann noch herausragte. "Das Wichtigste ist", sagte der Pole bei "Sky", "dass die Mannschaft gut spielt, dann profitiere auch ich."

Die Münchner gaben sich gegen Hertha keine Blöße.
Die Münchner gaben sich gegen Hertha keine Blöße. © IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Und die Mannschaft spielte in der Tat sehr gut. Die Bayern begannen gut, und sie ließen nicht nach. Mit dem zweiten Heimsieg nacheinander rückten sie bis auf ein Tor an Tabellenführer Bayer Leverkusen heran, während die Hertha das erschütternde Kontrastprogramm bietet: drei Spiele, null Punkte, Letzter. "Wir haben nichts angeboten", sagte Trainer Pal Dardai, "wir haben keine Chance gehabt." Und das war noch diplomatisch formuliert.

Ganz anders die Bayern. "Heute war es ausnahmsweise mal wieder gut bei uns, wir waren als Mannschaft gut im Flow. das war spielerisch wahrscheinlich unser bestes Spiel, die anderen Spiele waren ein bisschen wilder", sagte Thomas Müller, der früh die Führung für die spielfreudigen und bissigen Münchner erzielte (6.). Der  Nationalspieler konnte treffen, weil Lewandowski uneigennützig den Ball durchließ.

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Der allgegenwärtige Lewandowski (35. nach Videobeweis) traf danach im 16. Pflichtspiel in Serie und verbesserte damit die Bestmarke des vor zwei Wochen verstorbenen Gerd Müller (15) aus der Saison 1969/70. Es folgte ein Tor von Jamal Musiala (49.) und zwei weitere Treffer von Lewandowski (70./84.) - und damit war die harmlose Hertha noch gut bedient.

Musiala war von Trainer Nagelsmann diesmal anstelle von Leroy Sane gleich in die Anfangsformation beordert worden. Sane habe die ersten zwei Bundesligaspiele begonnen "und das auch gut gemacht", versicherte der Trainer, erklärte aber: "Heute haben wir eine andere Struktur." Außerdem habe sich Musiala aufgedrängt. Dies galt wohl auch für Josip Stanisic, der als Rechtsverteidiger begann. Nach einer Stunde kam Sane, Musiala ging.

Jamal Musiala erhöhte per Traumtor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Bayern.
Jamal Musiala erhöhte per Traumtor zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Bayern. © IMAGO / Sven Simon

Musiala war zuvor schon entscheidend an der Entstehung des ersten Treffers beteiligt. Seine Vorlage auf Alphonso Davies passte dieser hervorragend quer durch den Berliner Strafraum - Müller hatte dank Lewandowskis Großzügigkeit keine große Mühe mehr. Und auch im Anschluss ging es für die Hertha, die zunächst eine gute Chance durch Davie Selke besaß (2.), in der Regel zu schnell.

Die Münchner versäumten es lediglich, schnell nachzulegen. Sie beherrschten Ball und Gegner, taten sich zunächst aber schwer, Lücken in der Abwehr der Hertha zu finden - bis dann eben der Torjäger vom Dienst seine Arbeit aufnahm: Lewandowski, vor dem Spiel mit der Trophäe für Deutschlands Fußballer des Jahres ausgezeichnet, traf per Kopf erst die Latte und dann ins Tor - aus dem Kölner Keller wurde gemeldet: Die zunächst angezeigte Abseitsstellung lag in der Tat nicht vor.

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Die Berliner wirkten überfordert und schon früh in der Saison wie ein Absteiger. Dardais Mannschaft fand offensiv so gut wie nicht statt, unter anderem, weil die Münchner bissiger in die Zweikämpfe gingen und ihren Gegenspielern mühelos den Schneid abkauften.

Die Hertha war deshalb vor allem mit der Verhinderung von weiteren Treffern beschäftigt. Sie hatte dabei das große Glück, dass bei den Bayern oft der letzte Pass nicht an- oder zu ungenau kam und sie aus ihrer großen Überlegenheit daher sogar zu wenig Tore machten.

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