FC Bayern: Zehn Stunden ohne Tor - wann netzt Thomas Müller wieder?

Viel Ballbesitz, wenig Ertrag: Der FC Bayern beißt sich bei seiner Pokal-Blamage die Zähne an der extrem gut organisierten Defensive von Holstein Kiel aus. Für Thomas Müller geht derweil die Torlos-Serie weiter.
| Bernhard Lackner
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Thomas Müller wartet seit sieben Spielen auf einen Treffer.
Thomas Müller wartet seit sieben Spielen auf einen Treffer. © firo/Augenklick

München/Kiel - "Was? Das war doch kein Abseits!", hallte es nach etwas mehr als einer halben Stunde durchs Holstein-Stadion. Absender der Worte war Thomas Müller, der den Ball nach Kopfball-Vorlage von Corentin Tolisso aus kurzer Distanz weit über das Tor der Kieler bugsierte.

Womöglich wird er im Nachgang froh gewesen sein, dass der Schiedsrichter-Assistent fälschlicherweise die Fahne gehoben hat. Sonst wäre vergebene Riesenchance im Anschluss an die Pokal-Blamage des Triple-Verteidigers - wie sich die Münchner bis zum späten Mittwochabend nennen konnten - wohl nochmal zur Wiedervorlage gekommen. So stand es nur zwei Minuten später 1:1 statt 2:0 für die Bayern - erneut sahen die Münchner beim Gegentreffer alles andere als gut aus.

Schwer zu nehmen: Thomas Müller setzte den Ball gegen Kiel nach 35 Minuten freistehend über das Tor.
Schwer zu nehmen: Thomas Müller setzte den Ball gegen Kiel nach 35 Minuten freistehend über das Tor. © firo/Augenklick

FC Bayern: Ohne Lewandowski stockt die Offensive

Dass sich die Münchner im Defensivverhalten seit Wochen schwer tun, ist freilich keine neue Erkenntnis. Doch auch offensiv hakte es an diesem eiskalten Mittwochabend. Trotz mehr Ballbesitzanteilen schafften es die Münchner nur selten, die extrem gut organisierte Hintermannschaft der Kieler zu knacken. Die Abwesenheit von Weltfußballer Robert Lewandowski, der von Trainer Hansi Flick eine seiner seltenen Pausen verordnet bekam und zunächst nur auf der Bank saß, machte sich deutlich bemerkbar.

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Ohne den Polen war vieles nur Stückwerk in der Vorwärtsbewegung des Rekordmeisters, dem Glück und individuelle Klasse gegen den wackeren Zweitligisten nicht reichten. Vor dem 1:0 stand Torschütze Serge Gnabry deutlich im Abseits und profitierte zusätzlich von einem Fehler des Gäste-Keepers Ioannis Gelios, der dem deutschen Nationalspieler die Kugel vorlegte. Der Freistoß-Treffer zum 2:1 kurz nach der Pause war nichts anderes als ein Geniestreich von Leroy Sané, der bis zu seiner Auswechslung ansonsten ebenfalls blass blieb.

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Thomas Müller seit sieben Spielen ohne Tor

Selbiges galt auch für Thomas Müller, der in Abwesenheit Lewandowskis den Neuner gab. Bemüht war er ja, das ist er immer. Aber in Kiel war er eben auch glücklos. Und so setzte sich die Torlos-Serie des Weltmeisters von 2014 fort. Neun Treffer hat der 31-Jährige in der laufenden Saison in allen Wettbewerben erzielt, die beiden bislang letzten datieren allerdings vom 5. Dezember (3:3 gegen RB Leipzig). Mittlerweile wartet Müller seit sieben Spielen auf einen eigenen Treffer, aktuell hält die Torlos-Serie bei über zehn Stunden.

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