FC Bayern München spürt vor Duell mit Schalke 04 Verunsicherung

Die Bayern wirken nach den schwachen Auftritten im neuen Jahr verunsichert. Karl-Heinz Rummenigge sieht "Luft nach oben" und warnt vor dem FC Arsenal. Thomas Müller sagt: "Jeder Konter gibt einem ein negatives Gefühl."  
| Julian Buhl
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"Wir müssen defenisiv besser stehen", sagt Bayern-Torwart Manuel Neuer (rechts), der hier von Freiburgs Janik Haberer überwunden wird.
dpa "Wir müssen defenisiv besser stehen", sagt Bayern-Torwart Manuel Neuer (rechts), der hier von Freiburgs Janik Haberer überwunden wird.

Die Bayern wirken nach den schwachen Auftritten im neuen Jahr verunsichert. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sieht "Luft nach oben" und warnt vor dem FC Arsenal. Thomas Müller sagt: "Jeder Konter gibt einem ein negatives Gefühl."

München - Mit zwei Auswärtssiegen ist der FC Bayern ja eigentlich durchaus erfolgreich aus der Winterpause gestartet. Damit wurde immerhin die "Spätherbstmeisterschaft sichergestellt", woran Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im aktuellen Bayern-Magazin erinnerte. Und RB Leipzig, das die Münchner in der Hinrunde so gepiesackt hat, weiter mit zumindest drei Punkten auf Distanz gehalten.

Rummenigge stellte also fest, "dass die Ergebnisse stimmen". Gleichzeitig musste er aber auch eingestehen: "Dass bei den Leistungen in Freiburg und in Bremen Luft nach oben war, wissen wir selbst."

Das hätten Bayern-Trainer Carlo Ancelotti und dessen Spieler zuletzt ja auch "offen eingeräumt". Stimmt! Ancelotti musste nach dem 2:1 bei Werder sogar feststellen, dass "wir unsere Idee von Fußball" zwischenzeitlich "verloren haben": "Wir waren schon ein bisschen ängstlich, haben uns Sorgen gemacht, das muss ich zugeben."

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Auch Stürmer Thomas Müller sprach bei Yahoo Sport nun offen über die Verunsicherung im Bayern-Team. Die Mannschaft habe "kein gutes Kombinationsspiel an den Tag gelegt" und dementsprechend habe auch er sich in "den letzten beiden Spielen unwohl gefühlt". Und: "Jeder Konter, den man bekommt, gibt einem ein negatives Gefühl: Man ist theoretisch verwundbar. Dieses Gefühl wollen wir nicht."

Aus "Mia san mia", dem "Uns kann keiner was", ist momentan also ein "Mia san verwundbar" geworden. Daran lassen die Auftritte und Äußerungen der Bayern derzeit keinen Zweifel. "Wir müssen dahin kommen und defensiv so stehen, dass wir unverwundbar sind", sagte Manuel Neuer nun auf AZ-Nachfrage vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) gegen seinen Ex-Klub Schalke: "Das ist einfach unser Job, das zu ändern. So schnell wie möglich."

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Dafür müsse man wieder zu einer besseren Grundordnung in der Rückwärtsbewegung finden, kompakter und dichter gestaffelt stehen. Rummenigge forderte vom Team nun schleunigst, "in die beste Verfassung" und damit auch zu dem "Selbstvertrauen" zu kommen, "das wir gegen den FC Arsenal brauchen werden".

FC Arsenal vor der Brust

Das Achtelfinalhinspiel in der Champions League daheim gegen die "Gunners" steht schließlich schon am 15. Februar an. Davor gilt es für die Bayern am kommenden Dienstag gegen Wolfsburg noch, den Viertelfinaleinzug im DFB-Pokal zu schaffen.

"Wir wissen, dass die Spiele anstehen und möchten so schnell wie möglich einen besseren Fußball spielen", sagte Neuer, der weiß: "Gerade in den K.o.-Spielen darf man sich keine Fehler erlauben." Dieses Motto hatte Ancelotti ja auch für die Rückrunde ausgegeben: "In der ersten Saisonhälfte darf man Fehler machen, in der zweiten nicht."

Aufgrund der aktuellen Tabellensituation gilt das auch nach wie vor für die Liga. "Schalke steht ein bisschen mit dem Rücken zur Wand", sagte Neuer über das Duell mit seinem kriselnden Ex-Klub: "Das ist ein gefährliches Spiel. Aus Schalker Sicht kann man in so einem Spiel gegen Bayern München vieles wiedergutmachen. Deswegen sollten wir gewarnt sein."

Mia san mia klingt irgendwie anders.

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