FC Bayern München: Carlo Ancelotti und die fünf Fragezeichen für die Rückrunde

Am Wochenende spielt der FC Bayern um den Telekom Cup – es ist die Generalprobe für den Liga-Start. Vom System bis zum Thiago-Ersatz: Die AZ erklärt Ancelottis offene Fragen.
| Maximilian Koch
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Carlo Ancelotti lässt die Bayern wohl im 4-2-3-1-System spielen – und wie sieht's sonst so nach der Vorbereitung aus?
dpa/AZ Carlo Ancelotti lässt die Bayern wohl im 4-2-3-1-System spielen – und wie sieht's sonst so nach der Vorbereitung aus?

Es wird ein kurzer Trip für den FC Bayern – und der letzte Test vor dem Bundesliga-Start 2017: Am Samstag reist das Team von Trainer Carlo Ancelotti nach Düsseldorf, um den Sieger beim Telekom Cup (Hier geht's zum AZ-Liveticker) auszuspielen. Im Halbfinale geht es gegen Gastgeber Fortuna. Anschließend werden das Spiel um Platz drei und das Finale ausgespielt.

„Wir wollen dort guten Fußball zeigen, weil es ein wichtiger Test für uns ist“, sagte Ancelotti. Wichtig auch, um eine Woche vor dem ersten Bundesliga-Spiel des Jahres beim SC Freiburg Erkenntnisse über die Formation und Verfassung der Bayern zu liefern. Fünf Fragezeichen gibt es aktuell noch – die AZ gibt einen Überblick.

Welches System spielen die Bayern?

Gegen Jahresende ließ Ancelotti sein Team immer häufiger im 4-2-3-1-System spielen, etwa beim überzeugenden 3:0-Erfolg gegen RB Leipzig. „Die Einstellung der Spieler ist wichtiger als das System“, sagt der Italiener. Viele Stars betonen allerdings, dass sie sich in der aktuellen Formation wohler fühlen als im 4-3-3, das Ancelotti zu Saisonbeginn präferierte. „Mir gefällt es besser, weil es offensiver ist“, sagt Arjen Robben. In Doha übten die Bayern beide Varianten. Der Coach lässt sich beide Optionen für die Rückrunde offen, er wird wohl immer wieder wechseln und die Ausrichtung an den jeweiligen Gegner anpassen. Tendenz: Beim Bundesliga-Start in Freiburg agieren die Bayern im 4-2-3-1.

Wer ersetzt Thiago?

Noch immer gibt es von Bayern-Seite keine offizielle Mitteilung, wie schwer sich der Spanier am Oberschenkel verletzt hat. Laut Ancelotti wird Thiago „vielleicht drei Wochen“ fehlen. Dennoch: Zumindest in Freiburg und eine Woche später in Bremen brauchen die Bayern einen Ersatz. Nach den Eindrücken der Vorbereitung wird Thomas Müller Thiago Platz einnehmen und hinter Lewandowski als hängende Spitze agieren. Der Weltmeister fühlt sich nach intensiven Tagen in der Wüste „sehr gut. Ich hoffe, dass ich 2017 mehr Tore schieße“, sagt er. Im defensiven Mittelfeld streiten sich Joshua Kimmich und Arturo Vidal um die Position neben Xabi Alonso.

Wann kommen die Verletzten zurück?

Neben Thiago werden die Bayern in Düsseldorf auch auf Robben verzichten müssen: Der Außenstürmer bleibt wegen einer Erkältung zuhause in München. Außerdem fehlen Jérôme Boateng und Kingsley Coman. Boateng wird nach seiner Schulter-OP erst im März wieder in der Mannschaft zurückerwartet, Coman deutlich früher. Der 20-Jährige absolvierte schon im Trainingslager in Doha intensive Einheiten. Beim Telekom Cup wird der Franzose aber fehlen. Unterdessen dementierten die Bayern einen Bericht der „Gazzetta dello Sport“, dass die Kaufoption bei Coman gezogen worden sei. „Eine Falschmeldung“, teilte der Klub der AZ mit. Es wird dennoch erwartet, dass die Bayern Coman für rund 20 Millionen Euro fest von Juventus Turin verpflichten.

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Ist die Abwehr stark genug ohne Boateng?

Nicht in der aktuellen Verfassung – sagt Jürgen Kohler der AZ. Der Weltmeister von 1990 sieht Mats Hummels und Javi Martínez nicht auf Weltklasse-Niveau: „Beide haben in dieser Saison bislang nicht auf dem höchsten Niveau gespielt“, erklärt Kohler. Nach Holger Badstubers Wechsel zu Schalke 04 sind Hummels und Martínez die einzig verbliebenen Spezialisten fürs Abwehrzentrum. Bei Bedarf können allerdings auch David Alaba und Joshua Kimmich zentral verteidigen. „Ich bin auf jeder Position bereit, auch in der Innenverteidigung“, sagte Kimmich.

Wie gut ist die Form nach dem Trainingslager?

Sehr gut. „Ich fühle mich perfekt“, sagte etwa Ribéry. Am Donnerstag gab Ancelotti seinen Spielern frei, am Freitag wurde trainiert. Müde sollten die Bayern also nicht sein, wenn sie Samstagmorgen nach Düsseldorf fliegen. Am Abend geht es dann wieder zurück. Vielleicht mit dem Telekom Cup im Gepäck, es wäre der dritte Triumph bei diesem Turnier. Maximilian Koch

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