FC Bayern: Mittelfeldstratege Thiago fällt nach Leisten-OP vorerst aus

Der FC Bayern muss im Bundesliga-Endspurt ohne Mittelfeldstratege Thiago auskommen. Der Spanier fällt mit einer Leisten-OP vorerst aus.
| Patrick Strasser
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Steht dem FC Bayern vorerst nicht zur Verfügung: Mittelfeldmotor Thiago.
Tom Weller/dpa Steht dem FC Bayern vorerst nicht zur Verfügung: Mittelfeldmotor Thiago.

München - Die Zeit nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Anschluss an die Corona-Pause war nicht die von Thiago Alcántara do Nascimento. In den bisherigen sechs Geisterspielen kam der Spielmacher des FC Bayern lediglich drei Mal zum Einsatz, konnte nur beim Re-Start in Berlin gegen Union (2:0) über 90 Minuten ran.

Danach stoppten ihn Adduktorenprobleme, erst vor einer Woche beim 4:2 in Leverkusen hatte der 29-Jährige sein Comeback als Einwechselspieler gegeben. Am Mittwoch im DFB-Pokalhalbfinale gegen Frankfurt (2:1) stand er eine knappe halbe Stunde auf dem Platz. Am Ende lag Thiago am Boden, leicht benommen, hatte Schmerzen.

Thiago muss drei Wochen pausieren

In der Nachspielzeit war er von Eintrachts Abwehrchef Martin Hinteregger höchst unsanft in die Werbebande geschubst worden. Dafür klagte Bayern-Trainer Flick am Freitag Hinteregger (der dafür nur Gelb sah) an, ohne dessen Namen zu nennen: "Nach dem durchaus rüden Check, den er gegen Frankfurt hinnehmen musste, als er gegen die Bande gedonnert wurde, haben wir gesagt, dass wir einen Strich machen und ihn rausnehmen." Ergo: Thiago musste sich einer Operation an der Leiste unterziehen.

Laut Flick wird der Spanier "für drei Wochen pausieren müssen. Wir haben uns dazu entschieden, das jetzt zu machen. Eventuell ist er für das Pokalfinale wieder einsatzfähig." Am 4. Juli messen sich die Bayern im Berliner Olympiastadion mit Leverkusen. Ob Thiago das schafft? Sportlich, sportlich – eine Motivation in der Reha bedeutet es für den Spieler allemal.

Es ist ein bitterer Rückschlag für Thiago und den FC Bayern. Damit fehlt eine weitere Option im Mittelfeld neben den ohnehin schon langzeitverletzten Philippe Coutinho und Corentin Tolisso. Am Samstag (18.30 Uhr, Sky live und im AZ-Liveticker) gegen Borussia Mönchengladbach muss Flick auch noch auf die gelbgesperrten Thomas Müller und Robert Lewandowski verzichten, die wegen der jeweils fünften Gelben Karte ausfallen.

Gnabry und Zirkzee für Müller und Lewandowski

Doch so mächtig muss gar nicht rotiert werden im Vergleich zum Pokalspiel am Mittwoch. Für Vorlagenkönig Müller (bereits 20 in der Liga) wird wohl Serge Gnabry, der am Freitag das Abschlusstraining mitmachen konnte, auf der Zehnerposition reinrücken. Gegen Frankfurt war Gnabry wegen einer Rückenprellung kurzfristig ausgefallen. Den Mittelstürmer-Job von Top-Torjäger Lewandowski (schon 30 Ligatreffer) soll Joshua Zirkzee (Foto links) übernehmen. Der 19-Jährige wird zu seinem achten Bundesliga-Einsatz kommen, dem erst dritten von Beginn an.

Flick attestierte dem Niederländer, "auf einem sehr, sehr guten Weg" zu sein, für das Gladbach-Spiel sei Zirkzee "eine absolute Alternative". Flick weiter: "Joshua hat da auch absolutes Vertrauen von den Mitspielern, aber auch vom gesamten Trainerstab." In seinen bisher erst 190 Bundesliga-Minuten kommt Zirkzee auf drei Treffer und eine Vorlage, sein Stern ging zum Ende der Hinrunde auf, als er die Bayern dank seiner späten Joker-Tore in Freiburg (3:1) und gegen Wolfsburg (2:0) erlöste. Funfact zu Zirkzee, der einen Tag vor dem Champions-League-Triumph der Bayern 2001 geboren wurde: in 16 Drittliga-Partien traf er nur zwei Mal.

Flick mit Loblied auf Zirkzee

Flicks Loblied auf den Youngster ging weiter: "Er hat eine gute Größe (1,93 m, d.Red.), ist trotzdem noch sehr beweglich, hat einen guten Abschluss und behauptet den Ball gut. Das sind Dinge, die man als Stürmer bei uns benötigt." Der Vertrag des niederländischen U19-Nationalspielers läuft bis 2023.

"Seine Entwicklung, die er in den letzten sechs Monaten gemacht hat, ist hervorragend", so Flick, "er hat eine gewisse Unbekümmertheit vor dem Tor gezeigt." Auch im Topspiel gegen Gladbach?

Als Mittelstürmer-Alternative wird Kwasi Wriedt (25) auf der Bank sitzen. Funfact, die Zweite, über den Ghanaer im Vergleich zu Zirkzee: Für die Drittliga-Mannschaft der Bayern traf Wriedt in 29 Partien bereits 19 Mal.

 

Lesen Sie hier: Siege im DFB-Pokal - Thomas Müller zieht mit Bayern-Legenden gleich

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