FC-Bayern-Friseur verrät: Dieser Haarschnitt ist bei den Stars aktuell angesagt

AZ: Herr Giurgiu, die deutsche Mannschaft hat bei der WM mit dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay arg enttäuscht. Gab es denn zumindest gelungene Frisuren im DFB-Team zu bewundern?
ALEXANDRU GIURGIU: Es war okay. Insgesamt habe ich wenige auffällige Haarschnitte bei dieser WM gesehen - von Ecuadors Trainer Sebastián Beccacece mit seiner langen blonden Mähne mal abgesehen. Der Burst Fade ist immer noch angesagt oder der Taper Fade, wie ihn zum Beispiel Jamal Musiala oder Portugals João Cancelo tragen. An den Seiten und im Nacken wird es in Stufen immer kürzer.
Südamerikaner haben die beste Haarschnitte
Wie fanden Sie die Wuschel-Frisur von Nick Woltemade?
Das ist ja keine Frisur (lacht). Er sieht ein bisschen aus wie Rudi Völler, Achtziger- oder Neunziger-Jahre. Die Ähnlichkeit ist da. Die Südamerikaner haben immer die besten Haarschnitte - mit Abstand.
Die Südamerikaner haben immer die besten Haarschnitte - mit Abstand.
Woran liegt das?
Haarstruktur, gute Friseure und ihre Einstellung: Sie wollen glänzen, sie wollen gut aussehen. Nicht nur sportlich, sondern auch auf dem Kopf. Wie Argentiniens Torwart Emiliano "Dibu" Martínez, der hat sich die argentinische Flagge an der Seite einfärben lassen. Die Südamerikaner haben immer gute Übergänge. Aber auch der Engländer Jude Bellingham gefällt mir - und Thomas Müller als TV-Experte: Der Bart steht ihm top!

Spieler aus elf Nationalmannschaften waren schon bei Giurgiu
Sie sind Rumäne, Ihre Mannschaft war nicht qualifiziert. Wie haben Sie die WM bislang verfolgt?
Es ist für mich eine besondere WM, weil Spieler von elf Nationalmannschaften schon bei mir waren: fast alle Spieler von Deutschland, die Österreicher David Alaba, Marcel Sabitzer und Marko Arnautovic, Nicolas Jackson und Sadio Mané von Senegal, der Kolumbianer Luis Díaz, Kanadas Alphonso Davies, die US-Amerikaner Malik Tillman und Chris Richards, Lucas Hernández von Frankreich, Portugals João Cancelo und Rafael Leão, der Marokkaner Noussair Mazraoui, die Niederländer Ryan Gravenberch und Justin Kluivert und der Schweizer Noah Okafor.
Fußball ist heutzutage ja nicht nur Sport, sondern auch Marketing.
Es gehören ja einige Bayern-Spieler zu ihren Kunden, etwa Davies, Musiala, Díaz, die Sie öfter zu Hause besuchen oder die in Ihren Salon kommen. Wie oft gehen die Stars zum Friseur?
Es kommt darauf an, wie wichtig das Spiel ist. Meistens alle zwei Wochen. Und vor wichtigen Spielen wie in der Champions League immer. Da wollen sie perfekt aussehen, die Seiten müssen kurz sein. Wenn sich ein Spieler mit seinem Haarschnitt wohlfühlt, kann das sein Selbstvertrauen stärken. Und Fußball ist heutzutage ja nicht nur Sport, sondern auch Marketing.