Ewige Helden? Bayerns Titelverteidigung gerät in Gefahr

In Rom will der FC Bayern den nächsten Schritt zur Titelverteidigung in der Champions League machen. Aber die Probleme häufen sich. Ein weiterer positiver Fall und das Team muss in Quarantäne. Trainer Flick: "Keine schöne Situation".
| ps
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
7  Kommentare Artikel empfehlen
Nach vier Corona-Fällen in vier Wochen, zuletzt wurde Benjamin Pavard positiv getestet, geht die Angst vor einer weiteren Infektion um.
Nach vier Corona-Fällen in vier Wochen, zuletzt wurde Benjamin Pavard positiv getestet, geht die Angst vor einer weiteren Infektion um.

München - Was hätte das für ein wunderbarer Champions-League-Ausflug werden können. Gegner Lazio, die Stadt Rom und seine Vorboten des Frühlings wären auch für die Herzensdamen der Bayern-Profis und -Verantwortlichen eine Reise wert, der Anteil der mitfliegenden Sponsoren, Vips und Adabeis sicher hoch gewesen. Nicht zu vergessen die tausenden Fans. Aber: Hätte, hätte, Coronavirus.

Corona-Sicherheitsvorkehrungen vor Bayern-Spiel verschärft

Nichts mit Dolce Vita und Bellezza, ein schnöder Business-Trip. Die Privatmaschine brachte den kleinstmöglich notwendigen Staff am Montagnachmittag in Italiens Hauptstadt. Ein Trip unter strengsten Hygiene-Auflagen, nur für die Fahrten zum Flughafen und zum Stadion dürfen die Spieler das Mannschaftshotel "A. Roma Lifestyle" verlassen.

Vor der Partie am Dienstag (21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) bei Lazio Rom wurden intern noch einmal die Sicherheitsvorkehrungen in Sachen Corona verschärft - nur kein weiterer Fall. Die letzten Tage an der Säbener Straße waren von Nervosität und hektischer Betriebsamkeit geprägt. Nach vier Corona-Fällen in vier Wochen, zuletzt wurde Benjamin Pavard (24) am Mittwoch positiv getestet, geht die Angst vor einer weiteren Infektion um. Konkret: Laut "Bild" droht eine komplette Team-Quarantäne. Würde das Gesundheitsamt München im Fall einer fünften Infektion seit Januar (zuvor Javi Martínez, Leon Goretzka und der sich immer noch in Quarantäne befindende Thomas Müller) Ernst machen?

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Hansi Flick sagt, Corona-Situation belastet den FC Bayern

Nach dem positiven Test von Pavard führten die Behörden die reguläre Verfolgung der Kontaktpersonen ersten Grades durch. Schon am Freitag wurden die Spieler intern auf die Verschärfung der Regeln hingewiesen: Die persönlichen Kontakte sollten noch mehr minimiert werden, es wurde ein Verbot erlassen, einkaufen zu gehen (auch nicht mit FFP-2-Maske).

Ansonsten sollen die Profis nur noch zwischen ihrem Zuhause und der Säbener Straße pendeln. Täglich werden Tests, zum Teil Schnelltests und PCR-Tests, durchgeführt, um sich abzusichern. "Wir müssen all diese Vorkehrungen treffen, um weiter spielen zu können", erklärte Kingsley Coman am Montagnachmittag. Trainer Hansi Flick bekräftigte, dass die Corona-Situation den Verein belastet: "In der Sorge leben wir alle. Wir haben die Maßnahmen weiter verschärft. Das sind die Dinge, die uns begleiten, wahrscheinlich auch noch länger. Es ist für die Mannschaft und alle drumherum keine schöne Situation."

Anzeige für den Anbieter Sky Fluid über den Consent-Anbieter verweigert

FC Bayern klarer Favorit gegen Lazio Rom

Rein sportlich wird es mit dem Start in die K.o.-Runde und dem Achtelfinal-Hinspiel (Rückspiel am 17. März) für den Abo-Meister auch in der Champions League ernst. Der Titelverteidiger, der vor knapp zwei Wochen in Katar auch noch den Titel Klub-Weltmeister eingeheimst und damit das Sextuple eingesackt hat, geht als klarer Favorit in die Duelle gegen Lazio, das in der italienischen Serie A aktuell Fünfter ist und erstmals seit zwölf Jahren wieder in der Königsklasse mitmischt.

Dank des Titel-Sixpacks mit breiter Brust gegen Lazio? Von wegen! Das 1:2 bei Eintracht Frankfurt hat die immer wiederkehrenden Defizite aufgezeigt, zur Schläfrigkeit bei Anpfiff kommen Unkonzentriertheiten. "Ich möchte, dass unsere Mannschaft von Anfang an da ist", forderte Flick vor der Abreise und betonte: "Wir müssen gucken, dass wir möglichst in Topform sind. In der Champions League sind es besondere Spiele für uns und ich erwarte, dass die Mannschaft besonders motiviert ist."

Rom als Ausgangsstation der Bayern-Profis

Dabei könnte Rom, die Ewige Stadt, die Ausgangsstation für die Bayern-Profis auf dem Weg zu noch größerem Ruhm werden. Bisher war nur Real Madrid die Titelverteidigung in der 1992/93 eingeführten Champions League gelungen. Die Königlichen um Toni Kroos holten den Titel gar dreimal hintereinander, von 2016 bis 2018. Nach dem Henkelpott-Coup 2001 scheiterte Bayern darauf im Viertelfinale an Real Madrid (2:1/0:2), nach dem Triumph 2013 dann im Halbfinale, wieder an Real (0:1/0:4). Krönt sich der aktuelle Kader mit der Titelverteidigung zu ewigen Helden? Der erste Schritt für die roten Himmelsstürmer: Die Biancocelesti, die Himmelblauen, ausschalten.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 7  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
7 Kommentare
Artikel kommentieren