Echte Muskelspieler: Goretzka und Co. senden ein Zeichen an die Liga

Mit dem 5:1-Sieg gegen Köln beendet der FC Bayern sein kleines Tief in der Bundesliga. Neben Torjäger Robert Lewandowski ragt der dreifache Vorbereiter Leon Goretzka heraus. "Der Spieler des Tages".
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Münchens Robert Lewandowski bejubelt sein Tor zum 2:0 gegen den 1. FC Köln mit Leon Goretzka.
Münchens Robert Lewandowski bejubelt sein Tor zum 2:0 gegen den 1. FC Köln mit Leon Goretzka. © Sven Hoppe/dpa

München - Nicht nur aufgrund seiner körperlichen Erscheinung war Leon Goretzka der auffälligste Spieler an diesem Nachmittag in der Münchner Arena. Immer wieder hörte man ihn, den gebürtigen Bochumer, wie er seine Kollegen motivierte, sie nach gewonnenen Zweikämpfen lobte. "Ja, Mann!", schrie Goretzka so laut, dass man auf der Tribüne fast zusammenzuckte. Nebenmann Joshua Kimmich war phasenweise kaum zu hören, Goretzka übertönte ihn. Und das heißt bei Bayerns Dauereinpeitscher Kimmich ja schon mal was. . .

Für Bayern-Trainer Flick war Goretzka der Spieler des Tages

"Leon war für mich der Spieler des Tages", sagte Trainer Hansi Flick über Goretzka, der maßgeblichen Anteil am 5:1-Sieg gegen den 1. FC Köln hatte. Nach zwei sieglosen Spielen gegen Arminia Bielefeld (3:3) und Eintracht Frankfurt (1:2) gelang Bayern wieder ein Sieg - passend zum 121. Geburtstag des Klubs. Goretzka war erstmals in seiner Bundesliga-Karriere an drei Toren beteiligt.

Sowohl das 1:0 von Eric Maxim Choupo-Moting (18. Minute) als auch die Treffer von Robert Lewandowski (33.) und Serge Gnabry (86.) bereitete Goretzka traumhaft vor. Nur bei den zweiten Treffern von Lewandowski (65.) und Gnabry (82.) hatte Goretzka nicht unmittelbar seine Füße im Spiel. Ein Weltklasse-Auftritt des Mittelfeldmanns, der zuletzt noch wegen einer Corona-Infektion pausieren musste. Goretzka, Bayerns Muskelspieler.

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Flick: "Es ist wichtig, dass man auch mal zufrieden ist"

Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist der Mittelfeldspieler im Münchner Starensemble "mittlerweile einer der wichtigsten Spieler, wenn nicht sogar der wichtigste Spieler". Auch Flick war einmal mehr beeindruckt: "Er hat gezeigt, was ihn auszeichnet. Er spielt sehr aggressiv gegen den Ball und schaltet bei Ballbesitz sehr gut um." Nur ein eigenes Tor fehlte Goretzka am Samstag zur perfekten Leistung.

Kölns Trainer Markus Gisdol hatte vor der Partie gesagt, dass Bayern zuletzt gezeigt habe, "dass es Menschen sind, nicht Maschinen", Goretzka konnte er damit aber kaum gemeint haben. Die zweite Bayern-Maschine neben Goretzka war einmal mehr Lewandowski. 28 Tore nach 22 Spielen gelangen nicht einmal Bomber Gerd Müller in seiner Rekordsaison 1971/72 mit seinen 40 Toren. Lewy nimmt die historische Marke nun fest ins Visier, es wäre keine Überraschung mehr, wenn er sie tatsächlich knackt.

Weiterhin Defensivprobleme beim FC Bayern

Bei so vielen positiven Aspekten hatte Flick wenig Lust, über die erneuten Schwächen seiner Defensive zu reden, wie etwa beim 1:2 durch Ellyes Skhiri (49.), als die Innenverteidiger David Alaba und Jérôme Boateng nur brav Spalier standen. Oder als Manuel Neuer aus seinem Tor kam, den Ball gegen Dominick Drexler verlor und der Kölner den Pfosten (76.) traf. Da hätte es nochmal eng werden können. Man schaue darüber "nicht hinweg", sagte Flick: "Aber es ist wichtig, dass man auch mal zufrieden ist." Das Wort zum Sonntag. Seine Stars waren da schon ein wenig kritischer.

"Wir haben zu einfache Ballverluste, dann laufen wir hinterher und das kostet Kraft", erklärte Torschütze Choupo-Moting. Man müsse aufpassen, "dass wir nicht mehr diese wackeligen Phasen im Spiel haben", meinte Gnabry. Insgesamt aber war der Auftritt eine Steigerung im Vergleich zu den Liga-Spielen der vergangenen Wochen. Bayern lässt die Muskeln spielen - und behauptet den Zwei-Punkte Vorsprung vor RB Leipzig (3:2 gegen Gladbach). Kommenden Samstag gastiert dann Borussia Dortmund zum Topspiel in der Arena. Der deutsche Clasico. Goretzka wird man mit Sicherheit wieder laut auf der Tribüne hören.

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