Eberls Verkaufsliste: Welche FC-Bayern-Stars im Sommer gehen könnten

Sportvorstand Max Eberl hat angekündigt, der FC Bayern müsse im Sommer den ein oder andere Spieler verkaufen. Vom Reservisten über die Leihgabe bis zum Überraschungskandidaten: Die AZ nennt die Optionen.
Patrick Strasser |
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Bayerns Sportvorstand Max Eberl kündigt für den Sommer an: "Wir werden auch Spieler verkaufen müssen."
Bayerns Sportvorstand Max Eberl kündigt für den Sommer an: "Wir werden auch Spieler verkaufen müssen." © Jan Woitas

Leicht hat er es ja nicht. Sportvorstand Max Eberl sprach bei seinem Auftritt am Samstagabend im ZDF-Sportstudio immer wieder von Kalle und Uli, von den Bossen. Von Klub-Patron Uli Hoeneß, dem Ehrenpräsidenten. Und von Karl-Heinz Rummenigge, dem ehemaligen Vorstandschef, beide sind weiterhin Mitglieder des Aufsichtsrats. Vor ihnen muss Eberl seine Personalpolitik rechtfertigen. Am Ertrag des kommenden Transferfensters wird der 52-Jährige gemessen. Schließlich geht es mittelfristig um die Vertragsverlängerung des Sportvorstands über den 30. Juni 2027 hinaus.

Eberls zentraler Satz, en passant ausgesprochen, lautete: "Wir werden auch Spieler verkaufen müssen." Im kommenden Transfersommer stehen also nicht nur eingeplante Abgänge an – und zwar die von Leon Goretzka und Raphaël Guerreiro, deren Verträge nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Das spart eine Menge Gehaltskosten ein, wie im Fall Nicolas Jackson. Beim vom FC Chelsea ausgeliehenen Mittelstürmer, das bestätigte Eberl, wird die Kaufoption für Juli auf keinen Fall neu ausverhandelt. Die vertraglich nach einem Jahr Leihe bis zu 65 Millionen Euro Ablöse waren ohnehin utopisch gewesen.

Kostspielige Vertragsverlängerungen erfordern neue Transfererlöse

Warum Eberl verkaufen muss? Weil die erfolgreich abgeschlossenen Vertragsverlängerungen mit den Stars Jamal Musiala, Alphonso Davies, Serge Gnabry, Dayot Upamecano sowie Joshua Kimmich in Sachen Gehalt und Handgeld so kostspielig waren. Schwabe Hoeneß wirft auf die Bilanzen stets ein ganz genaues Auge.

Um welche Profis handelt es sich? Wer sind die Verkaufskandidaten? Wer brächte überhaupt eine ordentliche Ablösesumme ein? Ein AZ-Überblick:

Min-jae Kim (l.) und Hiroki Ito sind beim FC Bayern nur Ergänzungsspieler. Beiden würde der Rekordmeister wohl keine Steine in den Weg legen.
Min-jae Kim (l.) und Hiroki Ito sind beim FC Bayern nur Ergänzungsspieler. Beiden würde der Rekordmeister wohl keine Steine in den Weg legen. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

Defensives Reservisten-Duo könnte gehen

Min-jae Kim (29 Jahre alt, Vertrag bis 2028, Marktwert aktuell 25 Millionen Euro): Der Südkoreaner ist die klare Nummer drei im Innenverteidiger-Ranking hinter Upamecano und Jonathan Tah, der im Sommer 2025 aus Leverkusen an die Säbener Straße wechselte. Aufgrund der anstehenden WM diesen Sommer hat Kim seine Rolle akzeptiert, obwohl er nicht in den großen Spielen wie dem Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain zum Zuge kommt, sondern seit März meist nur noch in der Bundesliga. Juventus Turin ist stark an Kim interessiert. Doch wenn Bayern den loyalen, zuverlässigen Abwehrspieler verkauft, müsste Ersatz her. Sicher nicht günstig. Außer man setzt auf Cassiano Kiala (17), das große Innenverteidiger-Talent vom Campus.

Hiroki Ito (26, Vertrag bis 2028, 18 Millionen Euro): Für den Japaner, ebenfalls ein Innenverteidiger-Backup, gilt im Grunde dasselbe wie für Kim. Außer, dass sein Marktwert geringer ist, weil er in den zwei Jahren seit dem Transfer vom VfB Stuttgart für 23,5 Millionen Euro Ablöse durch diverse, teils schwere Verletzungen weniger Spielzeit hatte. Ito will und darf sich wohl noch ein Jahr beweisen. Ein Verkauf von Kim würde mehr Sinn ergeben – und Kohle.

Alexander Nübel (29, Vertrag bis 2030, 12 Millionen Euro): Der Torhüter, bereits im dritten Jahr an den VfB Stuttgart ausgeliehen, soll nach vier Leihjahren (zuvor AS Monaco) verkauft werden und eine zweistellige Millionen-Ablöse erbringen.

Spielszene vom 28. Februar 2025: Alphonso Davies (l.) und João Palhinha (r.) attackieren Atakan Karazor vom VfB Stuttgart. Während der Portugiese nicht mehr nach München zurückkehren soll, wäre der Kanadier ein lukrativer Verkauskandidat.
Spielszene vom 28. Februar 2025: Alphonso Davies (l.) und João Palhinha (r.) attackieren Atakan Karazor vom VfB Stuttgart. Während der Portugiese nicht mehr nach München zurückkehren soll, wäre der Kanadier ein lukrativer Verkauskandidat. © IMAGO/Heiko Becker

Verliehene Bayern sollen nicht zurückkehren – Davies-Verkauf brächte am meisten Geld

João Palhinha (30, Vertrag bis 2028, 18 Millionen Euro): Vom Portugiesen, nach nur einer unterdurchschnittlichen Saison an Tottenham Hotspur verliehen, will sich Bayern endgültig trennen. Ob die Spurs, aktuell akut in Abstiegsgefahr, den Mittelfeldspieler verpflichten wollen, ist ungewiss. Auch Außenverteidiger Sacha Boey (25, Vertrag bis 2028, 15 Millionen Euro), in der Rückrunde an Galatasaray Istanbul verliehen, soll Erlöse erzielen. Ebenso Flügelstürmer Bryan Zaragoza (24, Vertrag bis 2029, 10 Millionen Euro), der sich allerdings in der Rückrunde bei der AS Roma nicht durchsetzen konnte.

Alphonso Davies (25, Vertrag bis 2030, 45 Millionen Euro): Der überraschendste Kandidat auf dieser Liste. Nach seinem Kreuzbandriss mit langer Leidens- und Reha-Zeit sowie diversen Rückschlägen (Muskelverletzungen) hat der Kanadier seinen Stammplatz auf der linken Abwehrseite an Konrad Laimer verloren. Mit dem Verkauf des Spitzenverdieners, und das nur ein Jahr nach seiner Vertragsverlängerung, könnte Bayern die höchste Ablöse erzielen – unwahrscheinlich jedoch, dass Topverdiener Davies dabei mitspielt.

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