DFB-Trainingslager in Eppan: Die Bayern kommen!

Am Freitag treffen die Stars aus München im Camp des DFB ein, nur bei Jérôme Boateng steht noch eine Untersuchung an: "Alles läuft nach Plan bei ihm", sagt Bundestrainer Jogi Löw.
| Maximilian Koch
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Stützen der deutschen Elf: Jérôme Boateng (l.) und Thomas Müller.
sampics/Augenklick Stützen der deutschen Elf: Jérôme Boateng (l.) und Thomas Müller.

Eppan - Den Seelsorger Joachim Löw wird es nicht brauchen – das glaubt zumindest Joachim Löw selbst. "Die Bayern-Spieler sind so erfahren, die können so eine Niederlage innerhalb von ein paar Tagen verarbeiten und sich wieder konzentrieren", sagte der Bundestrainer mit Blick auf das verlorene Pokalfinale des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt. Schmerzhafter, so Löw, sei ohnehin das Champions-League-Aus gegen Real Madrid gewesen: "Das war das große Ziel, das war noch enttäuschender."

Ab diesem Freitag hat Löw die Gelegenheit, die Stimmung der Münchner Stars aus nächster Nähe zu beobachten. Nachdem Torhüter Manuel Neuer, der große Fortschritte macht und Sebastian Rudy bereits am Mittwoch ins Trainingslager nach Eppan gereist waren, stoßen nun auch Mats Hummels, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Niklas Süle zum Team hinzu. Die Bayern kommen! Und damit einige der wichtigsten Stars in Löws WM-Elf.

So wichtig sind die FC-Bayern-Stars für Joachim Löw

Boateng schuftet fürs Comeback

Dazu zählt natürlich auch Jérôme Boateng. Doch ob der 29-Jährige ebenfalls schon am Freitag nach Südtirol reisen wird, ist unklar. Boateng müsse sich zunächst noch einer "Abschlussuntersuchung in München" bei Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt unterziehen, sagte der Bundestrainer: "Danach werden wir entscheiden, wann er kommt. Vielleicht auch erst am Samstag oder Sonntag." Boateng schuftet nach seiner schweren Oberschenkelverletzung fürs Comeback, in den vergangenen Tagen absolvierte er bereits intensives Lauftraining an der Säbener Straße.

Der Abwehrspieler sei dabei "schon wieder ziemlich an die Grenze" gegangen, berichtete Löw. Boateng liege "im Plan. Wir wollen jetzt keinen Fehler machen. Ich will auch keinen genauen Zeitpunkt nennen. Aber ich denke, dass er im Laufe der nächsten Woche ins Mannschaftstraining oder zumindest teilweise ins Mannschaftstraining einsteigen kann." Das klingt doch schon mal gar nicht so schlecht. Boateng selbst hatte zuletzt gesagt, dass er sich "gut" fühle: "Mein Ziel ist die WM."

Diese Bayern-Stars sind bei der WM in Russland dabei

In Russland will er mit dem DFB-Team den Titel verteidigen, weshalb er im Vergleich zu Brasilien sogar noch einmal eine Steigerung fordert: "Wir haben eine sehr gute Mannschaft, viel Qualität. Aber es ist klar, dass wir die Gejagten sind und mit dem Druck umgehen müssen. Klar ist auch, dass wir besser spielen müssen als 2014."

Damals gehörte Boateng zu den DFB-Säulen – ebenso wie Bayern-Kollege Müller, der fünf Tore erzielte. Der Offensivstar könnte bei der kommenden WM sogar eine noch wichtigere Rolle einnehmen. Denn wie der Bundestrainer erklärte, ist Müller ein heißer Kandidat für die Kapitänsbinde – falls Keeper Neuer nicht rechtzeitig fit wird.

Voller Fokus und Motivation bei Bundestrainer Löw

"Ich denke, für diesen Fall gäbe es zwei Kandidaten, die sich nach Neuer immer mal wieder abgewechselt haben: Sami Khedira und Thomas Müller", sagte Löw der "Bild" und fügte an: "Thomas kann diese Aufgabe hervorragend ausfüllen, weil er ein Spieler ist, der zu allen in der Mannschaft ein sehr gutes Verhältnis hat. Er spricht mit jedem, ist eine absolut positive Erscheinung mit der nötigen Lockerheit und Professionalität. So jemanden braucht jedes Team. Thomas verliert bei aller Ernsthaftigkeit nie den Spaß."

Das gilt auch für den Bundestrainer selbst, der in den Tagen von Eppan hochmotiviert wirkt. "Die Gier und der Ehrgeiz sind ungebrochen", sagte Löw, der für Deutschland den fünften Stern holen will, seinen zweiten nach 2014. "Eine WM ist das Allergrößte. Alle Spieler sind unter Strom. Unsere Aufgabe ist es, dass sich alle Spieler zugehörig fühlen und eine gewisse Wertschätzung erfahren", sagte Löw, "dass sie im Flow sind". Ab Freitag wird er das auch bei den Bayern-Stars versuchen.

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