Der Jérôme Boateng Schock: Erst Saison-Aus und jetzt Bayern-Abschied?

Bayerns Verteidiger verletzt sich am Oberschenkel und fällt für den Rest der Saison aus. Auch die WM ist nun in Gefahr. Der Weltmeister denkt offenbar an Abschied: "Ich habe beim FC Bayern alles erlebt".
| Maximilian Koch
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Jérôme Boateng: War das etwa sein Abgang beim FC Bayern München?
dpa Jérôme Boateng: War das etwa sein Abgang beim FC Bayern München?

München - Bundestrainer Joachim Löw sah das Drama von der Tribüne aus an, Jupp Heynckes stand erschrocken an der Seitenlinie. Die Verletzung von Abwehrstar Jérôme Boateng war eine schlimme Nachricht für beide Trainer - im Hinblick aufs Saisonfinale des FC Bayern und die Weltmeisterschaft im Sommer in Russland.

Boateng hatte sich beim Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid nach einem Sprint an den Oberschenkel gefasst und musste in der 34. Minute ausgewechselt werden. Mit schmerzverzerrtem Gesicht verließ der 29-Jährige das Spielfeld, er musste gestützt werden. Der Boateng-Schock!

Am Donnerstag bestätigte sich dann das, was viele schon geahnt hatten: Boateng hat es heftig erwischt. Wie die Bayern mitteilten, zog sich der Innenverteidiger "eine strukturelle Verletzung der Adduktoren-Muskulatur im linken Oberschenkel zu". Nach Informationen der Sport Bild und des Kicker wird Boateng vier bis sechs Wochen ausfallen.

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Boateng: Kämpfen, um wenigstens bei der WM dabei zu sein

Damit ist die Bayern-Saison für Boateng beendet - und sogar die Teilnahme an der Weltmeisterschaft (14. Juni bis 15. Juli) in Gefahr. "Jetzt heißt es kämpfen, um in Russland dabei zu sein. Dafür werde ich alles geben", twitterte Boateng am Donnerstag.

Ärgerlich: Der Weltmeister war gerade erst wieder topfit geworden, bis zu seiner Auswechslung spielte er sehr stark gegen Weltfußballer Cristiano Ronaldo. "Jérôme hat fast wieder die absolute Topform wie 2013. Er ist mittlerweile ein Leader in der Mannschaft", hatte Heynckes vor der Partie gesagt: "Nur mit solchen Spielern können wir etwas gewinnen."

Nun muss der Coach ohne Boateng auskommen. Immerhin: Mit Niklas Süle (22) steht ein exzellenter Ersatzmann bereit. Der Nationalspieler ist für die Zukunft ohnehin als Nachfolger Boatengs eingeplant. Vielleicht geht es jetzt noch viel schneller...

Will Boateng wechseln? Alarmglocken beim FC Bayern

Offenbar denkt der Abwehrstar an einen Abschied aus München. "Ich habe beim FC Bayern alles erlebt. Jeden Wettbewerb, der im Vereinsfußball zu gewinnen ist, haben wir gewonnen", sagte Boateng dem Magazin Socrates : "Und so komme ich langsam an den Punkt, an dem ich gewisse Fragen für mich beantworten muss: Was sind meine noch nicht erreichten Ziele? Möchte ich mich immer wieder beim gleichen Klub mit den gleichen Voraussetzungen beweisen?”

Aussagen, die aufhorchen lassen. Eigentlich ist Boateng noch bis 2021 vertraglich an den FC Bayern gebunden, doch nun plant er wohl ein neues Abenteuer.

Es gehe ihm "um die Frage der persönlichen Herausforderung”, sagte Boateng: "Das sind gar nicht unbedingt klassische Karrierefragen, das sind Lebensfragen." Letztlich seien dies "die Fragen, die einen als Menschen antreiben", so Boateng. Die Alarmglocken bei Bayern dürften klingeln.

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