Bayern-Star Leon Goretzka: Junge Generationen werden es schwerer haben

Leon Goretzka spricht in einem Interview über den Charakter seiner Spielergeneration und über immer extremere Rahmenbedingungen im Profifußball. 
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Zählt mit seinen 24 Jahren schon nicht mehr zu den ganz Jungen: Leon Goretzka.
Sven Hoppe/dpa Zählt mit seinen 24 Jahren schon nicht mehr zu den ganz Jungen: Leon Goretzka.

München – Bayern-Star leon Goretzka glaubt, dass nachfolgende Spielergenerationen es immer schwerer haben werden, sich in der Welt des Profifußballs zurechtzufinden. Grund dafür sei die Tatsache, dass diese schon in sehr jungem Alter mit den Begleiterscheinungen des Geschäfts konfrontiert seien. "Ich denke auch, dass das nicht leicht ist in einer Welt, die irgendwo immer extremer wird, wenn man da an die Unsummen denkt, die im Fußball kursieren, und an die Anforderungen, die sich durch die sozialen Medien ergeben", so der 24-Jährige in einem Interview mit dem Vereinsmagazin des FC Bayern, "51"

Er selbst spreche immer wieder mit seinen gleichaltrigen Teamkollegen Joshua Kimmich, Serge Gnabry und Niklas Süle, die er schon seit den Jugendnationalmannschaften kennt. "Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind so eine letzte Generation zwischen den Älteren und den ganz Jungen – wir sind eine Generation, die sich bewusst ist, dass hinter allem viel Arbeit steckt, dass man wertschätzen sollte, was einem das Leben ermöglicht, und dass man sich immer eine gewisse Bodenständigkeit bewahren muss, um sich im Klaren zu sein, wo man steht und wo man hinwill."

Auch Lewandwoski mahnt vor Jugendwahn

Goretzka ist mit seiner Skepsis darüber, ob auch die jungen Spieler diese Bodenständigkeit ban den Tag legen, nicht alleine. Auch sein sieben Jahre älterer Kollege Robert Lewandowski hatte in vor knapp einer Woche in einem Interview mit der "Sport Bild" ähnliche Bedenken geäußert. "Es gibt junge Spieler, eine neue Generation, denen sofort der rote Teppich ausgerollt wird, die schon in jungen Jahren unglaublich viel Geld kosten", erklärte der Pole. "Aber diese Spieler müssen noch wachsen, sie garantieren dir noch keinen Erfolg." Dieser Erfolg stelle sich nur durch eine gute Mischung aus Alt und Jung ein. 

Die richtige Mischung zu finden, wird die große Herausforderung für Bayern-Coach Hansi Flick in den nächsten Wochen. Denn die Verletztenmisere hält an. Lucas Hernández, Kingsley Coman, Javi Martínez und Niklas Süle sowie der gelbgesperrte Joshua Kimmich fallen beim Rückrundenstart in Berlin (19. Januar) sicher aus. Serge Gnabry (Achillessehnenprobleme) ist äußerst fraglich. Wenigstens wird erwartet dass Robert Lewandowski nach seiner Leisten-OP rechtzeitig wieder fit wird. 

Lesen Sie hier: Bayern-Nimbus ade? Die Liga setzt auf Leipzig

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