Bayern-Legende Sagnol nimmt Pavard in Schutz: "Nicht der beste Spieler auf dem Platz, aber..."

Es läuft derzeit nicht bei Benjamin Pavard, entsprechend kritisch wird der Franzose beäugt. Doch nun springt eine Bayern-Legende für den 24-Jährigen in die Bresche.
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Für Benjamin Pavard läuft es aktuell nicht so, nun bekommt er Rückendeckung von einem Landsmann.
Für Benjamin Pavard läuft es aktuell nicht so, nun bekommt er Rückendeckung von einem Landsmann. © imago/Lackovic

München - Für Rechtsverteidiger Benjamin Pavard ist die bisherige Saison eher zum Vergessen.  Seit seiner Sprunggelenksverletzung, die er sich kurz vor dem Champions-League-Turnier im August zugezogen hatte, läuft es für den französischen Weltmeister von 2018 noch nicht so richtig. 

Wiederholt fällt der 24-Jährige derzeit mit unglücklichen Aktionen auf, wie zuletzt im Spiel gegen den FC Augsburg, wo er einen unnötigen Handelfmeter verursachte. Es war dem Glück und dem Pfosten zu verdanken, dass Augsburgs Stürmer Alfred Finnbogason das Geschenk des Franzosen nicht annahm, den Strafstoß ans Gehäuse pfefferte und Bayern mit einem 1:0 als Sieger vom Platz gehen konnte.

Sagnol nimmt Landsmann Pavard in Schutz

Pavard spielt derzeit nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht auffallend gut. Von seinen Leistungen aus der Triple-Saison 2019/20 ist der Rechtsverteidiger derzeit meilenweit entfernt.

Mit einer Durchschnittsnote von 4,29 führt ihn der "Kicker" derzeit als schwächsten Bayern-Akteur, der in mindestens der Hälfte aller Spiele benotet wurde. In seinen bisherigen 20 Pflichtspielen der laufenden Saison konnte Pavard erst eine Torvorlage liefern. In der vergangenen Spielzeit führten in 47 Partien sieben seiner Zuspiele zum Torerfolg.

Doch jetzt springt eine Bayern-Legende für Pavard in die Bresche, der den Franzosen ebenso gut kennt wie er um den Druck beim deutschen Rekordmeister weiß – Willy Sagnol.

Willy Sagnol gewann 2001 die Champions League mit dem FC Bayern München.
Willy Sagnol gewann 2001 die Champions League mit dem FC Bayern München. © imago images / HJS

Sagnol, der sich in achteinhalb Jahren 277 Mal das Trikot der Bayern überstreifte und in der Saison 2017/18 sogar für eine Partie als Interimstrainer die Verantwortung trug, kann die Kritik an seinem Landsmann nicht nachvollziehen.

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"Pavard hat zahlreiche Qualitäten, die ihm in seiner ersten Saison bei Bayern viel geholfen haben", so Sagnol gegenüber Eurosport.fr. "Er ist so breit aufgestellt, dass er nicht die eine herausragende Stärke hat, die man sofort wahrnimmt", versucht der 43-Jährige die Kritik an Pavard zu erklären. Vielmehr liege es wohl daran, dass man aufgrund einer fehlenden, besonderen Einzelstärke, das Gesamtpaket nicht zu würdigen weiß.

Sagnol über Pavard: "Er ist konsistent in seinen Leistungen"

"Er ist sehr komplett", so Sagnol zu Eurosport.fr, "aber man tut sich schwer, zu benennen, was er besonders gut macht." Daher scheint man die Leistung von Pavard zu unterschätzen, obwohl der Rechtsverteidiger in der laufenden Saison bereits 20-mal für die Bayern auf dem Feld stand.

Für den ehemaligen Bayern-Star (2000 bis 2009) gehört Pavard aber trotz seines derzeitigen Leistungstiefs immer noch "zu den Besten auf seiner Position hinter Trent Alexander-Arnold (FC Liverpool, Anm. d. Red.)". "Er ist konsistent in seinen Leistungen, gründlich und er arbeitet sehr hart. Er hat vielleicht leichte Defizite im Zweikampf, aber wirklich nur leichte", beschreibt Sagnol das Wirken seines Landsmannes.

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Sagnol sieht eher ein "gesellschaftliches Problem" darin, dass heutzutage allgemein viel zu viel Wert auf Besonderheiten gelegt werde. "Er hat vielleicht kein so gutes Image und versprüht keinen Glamour. Deswegen sind wir ekstatischer bei Spielern, die nicht ansatzweise so beständig spielen wie Pavard."

Trotz der Kritik, die derzeit auf Benjamin Pavard einprasselt, macht sich Sagnol um den 24-Jährigen keine Sorgen. Pavard sei "vielleicht nicht der beste Spieler auf den Platz", aber Hansi Flick und Didier Deschamps, seine Trainer beim FC Bayern München und der französischen Nationalmannschaft, würden seine beständigen Leistungen sehr schätzen und daher auch weiterhin auf ihn bauen.

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