Alle lieben Julian: Nagelsmann verzückt den FC Bayern

Alle lieben Julian Nagelsmann. Der neue Trainer hat den FC Bayern im Sturm erobert - und einiges noch besser gemacht.
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FCB-Trainer Julian Nagelsmann.
FCB-Trainer Julian Nagelsmann. © Sven Hoppe/dpa

München - Für Uli Hoeneß gibt es zu Julian Nagelsmann keine zwei Meinungen. "Er ist der Trainer, der für die jetzige Zeit genau der richtige ist", sagte der langjährige Patriarch des FC Bayern bereits vor Wochen - und er behielt recht. Nagelsmann begeistert die ehemaligen wie die aktuellen Bosse gleichermaßen, er hat die Fan-Herzen im Sturm erobert und in Rekordzeit seine Stars für sich eingenommen.

"Es ist jetzt doch sehr, sehr schnell gegangen, dass man seine Handschrift sieht", sagte Vorstandschef Oliver Kahn in dieser Woche und schwärmte von "der Qualität, die er hat". Nagelsmann macht Spieler besser, zu sehen bei den einstigen Münchner "Sorgenkindern" Leroy Sané und Niklas Süle, und er versteht es, die fast schon sprichwörtliche Bayern-Gier nach Siegen ins Unermessliche zu steigern.

Neun Pflichtspielsiege in Folge - jetzt der zehnte?

Kein Bayern-Trainer startete je besser, nach dem Remis zum Auftakt in Gladbach kann am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im AZ-Liveticker) gegen Eintracht Frankfurt der zehnte Pflichtspielsieg nacheinander gelingen. Für Kahn liegt der Schlüssel in der neuen defensiven Stabilität. "Jetzt können wir wieder zu Null spielen, was die Basis für erfolgreichen Fußball ist", sagte er. Nagelsmann "versteht es, den Spielern Veränderungen schnell beizubringen, das zeichnet ihn aus".

Die Profis bestätigen das. "Er nimmt sich ungeheuer viel Zeit für jeden Einzelnen, um seine Idee vom Fußball zu vermitteln", sagte Joshua Kimmich. Sané gab gerne zu, dass er von Nagelsmann "profitiert", und Kapitän Manuel Neuer berichtete: "Es ist ein ganz offener Umgang, auch auf Augenhöhe. Er hat für jeden Spieler immer ein offenes Ohr."

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Nagelsmann kommt überall gut an

Nagelsmann kann Kumpel, aber auch Chef. Er ist detailversessen und innovativ, sucht neue Wege und Lösungen. Die Belastung seiner Stars steuert er ebenso behutsam, wie er mit seiner oft launigen Art ihre Seelen streichelt. Und auch im Umgang mit den Medien ist er Vollprofi. "Ich gebe euch lieber was zum Schreiben, als dass ich euch am langen Arm verhungern lasse", sagte er.

Diese kommunikative Art kommt auch in der Führungsetage gut an. "Das ist das, was wir brauchen", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der sich täglich mit Nagelsmann austauscht. "Er hat viel Input", sagte er über den 34-jährigen Schnellsprecher, "das ist für uns alle neu." Aber hilfreich. "Das mit Julian", sagte Salihamidzic, "das passt einfach."

Nagelsmann: Erst mit Titeln wirklich angekommen

Für Hoeneß ist Nagelsmann der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit in einem immer brutaleren Geschäft: "Wir brauchen ein Alternativkonzept zu diesen Hunderten Millionen Euro, die Scheichklubs und Oligarchen ausgeben können. Wir müssen einen neuen Weg finden - und da brauchen wir einen Mann wie ihn, der noch Ziele hat, der noch nicht viel gewonnen hat, der eine Aufbruchstimmung erzeugt und der vor allen Dingen auch mit jungen Leuten arbeiten kann."

Nagelsmann ist clever genug, um all das Lob einschätzen zu können. So richtig "wohlig und warm wird es erst", sagte er, "wenn ich Titel gewinne. Erst dann bin ich wirklich angekommen."

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