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Wird Promi-Show wegen Helena Fürsts Psychiatrie-Aufenthalt nie ausgestrahlt?

Sat.1 setzte "Promis unter Palmen" nach unhaltbaren Zuständen und im Zuge einer Neustrukturierung ab. Mit einer neuartigen Realityshow (Arbeitstitel: "Das große Promibüßen") wollte man skandalfrei in die erste Staffel starten. Doch Helena Fürsts Teilnahme sorgt jetzt für Ärger. Das aufgenommene Material ist brisant.
| Steffen Trunk
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Helena Fürst wurde Ende Juni 2021 in eine Psychiatrie eingewiesen.
Helena Fürst wurde Ende Juni 2021 in eine Psychiatrie eingewiesen. © imago/Andreas Weihs

Die Krawall-Show "Promis unter Palmen" sorgte mit homophoben Äußerungen, menschenunwürdigen Verhaltensweisen und Mobbing für reichweitensteigernde Schlagzeilen. Doch wegen des plötzlichen Todes von Teilnehmer Willi Herren wurde die diesjährige zweite Staffel nicht mehr zu Ende ausgestrahlt.

Sat.1-Chef nach "Promis unter Palmen"-Skandal: "Versuchen, aus Fehlern zu lernen"

Senderchef Daniel Rosemann kam das offenbar ganz recht. Er zog die Reißleine und setzt die Realityshow komplett abebenso "Plötzlich arm, plötzlich reich". Kleinlaut gab er zu: "Gutes Reality-TV kann großartige Fernsehunterhaltung sein. Aber der Kompass muss richtig kalibriert sein." Und weiter: "Wir versuchen, aus Fehlern zu lernen. Wir versprechen: Hier bleiben wir nicht stehen, sondern lassen unseren Worten weitere Taten folgen."

"Das große Promibüßen" wurde als "Die härteste Realityshow der Welt" angekündigt

Ganz auf das Genre Reality-TV wollte man beim Privatsender in Unterföhring aber nicht verzichten. Man strahlt heuer ab August wieder "Promi Big Brother" aus und zeichnete die Sendung "Das große Promibüßen" auf, die als "Die härteste Realityshow der Welt" in den Medien bezeichnet wurde. Doch damit könnte sich Sat.1 erneut vergaloppiert haben, wie die AZ exklusiv aus Produktionskreisen erfahren hat.

Stars werden in neuer Show für vergangene Schlagzeilen und Skandale bestraft

Promis wie Elena Miras, Calvin Kleinen, Daniele Negroni, Carina Spack, Matthias Mangiapane, Gisele Oppermann, Daniel Köllerer, Tim Sandt, Helena Fürst und Ennesto Monté haben vertraglich unterschrieben, für all ihre vergangenen Skandale und gelieferten Schlagzeilen im TV nachträglich zu büßen. Zimperlich wurde mit den Kandidaten nicht umgegangen. Man wärmte also nicht nur erneut die alten Aufreger-Kamellen auf, sondern produzierte mit Ekelprüfungen (z. B. 24 Stunden Toiletten-Verbot) und harten Bestrafungen neuen Trash-Tumult.

Helena Fürst während Aufzeichnung psychisch zusammengebrochen?

Schon wenige Tage nach Start der Aufzeichnung in Griechenland fiel vor allem die ehemalige RTL-Moderatorin Helena Fürst ("Anwältin der Armen") mit unflätigen Ausdrücken und No-Go-Verhaltensweisen auf. Sie soll rumgeschrien und andere Promi-Mitstreiter gedroht haben. Immer wieder sei sie psychisch zusammengebrochen, erzählt ein Produktions-Insider der AZ. "Ihr wollt mich kaputt machen", soll Fürst gekläfft haben. 

Helena Fürst aus TV-Show genommen: Offiziell ist von Regelverstoß die Rede 

Als Fürst gar mit Tier-Fäkalien um sich geworfen haben soll, sollen die Produktionsverantwortlichen eingegriffen haben, berichtet der Insider. Ein Psychologe und das Sicherheitsteam nahmen die Fürstin folglich aus der Show. Sat.1-Sprecher Christoph Körfer bestätigt dies auf AZ-Anfrage: "Helena Fürst war in diesem Frühsommer Kandidatin einer launigen Promi-Show mit dem Arbeitstitel 'Das große Promibüßen', die sie nach Rücksprache mit dem betreuenden Psychologen vorzeitig verlassen musste. Sie hatte gegen Spielregeln verstoßen." Dem fürstlichen Fäkal-Ausraster widerspricht er: "Die von Ihnen skizzierten Vorfälle gab es nicht."

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Passt die Krawall-Trash-Show noch zum neuen Sat.1-Image?

Jetzt soll hinter den Sat.1-Kulissen heftig diskutiert und auch gestritten werden. Kann und will man diese "launige Promi-Show" überhaupt noch ausstrahlen? Angeblich wird die Realityshow im Schnitt einer Komplett-Überarbeitung unterzogen, nachdem bekannt wurde, dass Helena Fürst im Juni, also nach der Aufzeichnung, in eine Psychiatrie zwangseingeliefert worden ist.

Aufnahmen sollen erst einmal nicht veröffentlicht werden

Was sagt der Sender auf AZ-Anfrage? Nichts! Man teilt mit, dass das TV-Material erst einmal unter Verschluss bleibt. "Unabhängig von der vorzeitigen Demission von Frau Fürst ist eine Ausstrahlung des Programms in diesem Jahr nicht geplant", so Sat.1-Sprecher Christoph Körfer zur AZ.

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