Meghans Anwältin: Schwere Vorwürfe gegen Kate und William

Die Anwältin von Meghan Markle, Jenny Afia, hat sich im zweiten Teil der BBC-Doku über die Vorwürfe geäußert, die Herzogin habe Palastmitarbeiter "gemobbt". Dabei erhob sie selbst schwere Anschuldigungen - auch indirekt gegen William und Kate.
| Steffen Trunk
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Einst waren Meghan, Harry, William und Kate die "Fab Four"
Einst waren Meghan, Harry, William und Kate die "Fab Four" © imago/ APress

Intrigant und missgünstig erscheinen die Familien Sussex und Cambridge nach Ausstrahlung der zweiten Folge der BBC-Doku "The Princes and the Press". Der öffentlich-rechtliche Briten-Sender BBC behandelte darin das zerrüttete Verhältnis der Prinzen-Brüder William und Harry mit der englischen Presse. Doch auch andere brisante Enthüllungen kamen ans Licht.

William und Harry haben die Presse mit Vorwürfen gegen den jeweils anderen gefüttert

Der Streit zwischen den Familien von Prinz Harry und Prinz William wird seit Monaten auch in der Öffentlichkeit über Zeitungen und Magazine ausgetragen. Der mediale Kleinkrieg der Sussexes und Cambridges wurde in der BBC-Doku von mehreren Journalisten kommentiert. Dan Wootton, Ex-Chefredakteur der "Sun“, berichtet, wie seine Boulevardzeitung mit Informationen versorgt wurde, die direkt aus dem Palast kamen. William und Harry haben über Insider pikante Geschichten über den jeweils anderen erzählt. Das Ziel: Die andere Familie sollte mit den Vorwürfen schlecht wegkommen.

In der britischen Königsfamilie geht es längst nicht mehr harmonisch zu
In der britischen Königsfamilie geht es längst nicht mehr harmonisch zu © dpa/Phil Harris

Palast-Intrigen enthüllt: Royals arbeiten heimlich mit der Presse zusammen

Mittlerweile arbeitet Dan Wootton bei der "Daily Mail". In der BBC sagte er: "Natürlich war es unangenehm, weil es viele Informationen über das Privatleben sowohl des Herzogs und der Herzogin von Cambridge als auch des Herzogs und der Herzogin von Sussex gab." 

Vorwürfe gegen Kate und William: Sollte Meghan den Rechtsstreit verlieren?

Selbst in den Rechtsstreit zwischen Herzogin Meghan und dem "Associated Newspapers"-Verlag sollen sich Prinz William und Herzogin Kate eingemischt haben. Meghans Anwältin Jenny Afia behauptete in der BBC-Doku, dass ein Palastangestellter von Kate und William die Zeitung "Mail On Sunday" mit brisanten Infos gefüttert habe, damit man den Rechtsstreit gegen Meghan vor Gericht gewinne. Über einen dort tätigen Redakteur sagte die Juristin: "Er meinte, dass diese Informationen von einer hochrangigen Quelle des Palastes stammten. In seiner Zeugenaussage sagte er, dass dies kein Klatsch oder Gerede sei." Dies ist als indirekte Kritik am gegnerischen Lager zu verstehen. Trugen William und Kate Interna nach außen, damit Meghan den Prozess um die Veröffentlichung des Briefes an ihren Vater verliert?

Mobbingvorwürfe: Meghans Anwältin äußert sich zu Schlagzeilen

Meghans Anwältin sprach auch über die Vorwürfe, Meghan habe einige ihrer Palastmitarbeiter "gemobbt". Die Anschuldigungen waren im März 2021 zuerst in der "Times" erschienen. Meghan und Harry bestreiten jegliches Fehlverhalten vehement und bezeichneten es als "kalkulierte Hetzkampagne". Star-Juristin Afia in der BBC: "Zunächst einmal muss man sich darüber im Klaren sein, was Mobbing ist. Mobbing bedeutet, dass man absichtlich und wiederholt seine Macht missbraucht, um jemanden körperlich oder seelisch zu verletzen", fasste sie zusammen. Und fügte hinzu, dass die Herzogin von Sussex "absolut abgestritten" habe, das jemals getan zu haben. 

Auf die Frage, ob sie irgendwelche Beweise vorgelegt habe, um die Behauptungen zu widerlegen, antwortete die Anwältin: "Es ist wirklich schwer, das Gegenteil zu beweisen. Wenn man also niemanden gemobbt hat, wie kann man dann beweisen, dass man es nicht getan hat?"

Deal mit der Presse soll dem eigenen Image dienen

Anna Pasternak, Autorin des Magazins "Tatler", berichtet, dass William und Kate auch pikante Details weitergegeben haben sollen, um negative Geschichten über die Herzogin von Cambridge zu verhindern. Der Deal mit der Presse sollte dem eigenen Image dienen. Familie Sussex dagegen sollte im schlechten Licht dargestellt werden. "Der Großteil der Öffentlichkeit würde annehmen, dass die Monarchie der britischen Presse ausgeliefert ist", sagte sie. In Wirklichkeit seien die Medien aber nicht von den Manipulationen der Höflinge geschützt. Das Verhältnis sei ambivalent. 

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Der BBC-Redakteur Amol Rajan fasste am Ende zusammen: "Im königlichen Journalismus ist die Wahrheit schwer zu bestimmen. Was zählt, ist, wessen Version Sie, ich, wir alle glauben."

Royals wenden sich von der BBC ab: Kates Weihnachtskonzert bei ITV

Die Kluft zwischen den britischen Royals und der BBC scheint sich zu vertiefen: Ein royales Weihnachtskonzert soll statt in dem öffentlich-rechtlichen Sender nun bei dem kommerziellen Sender ITV gezeigt werden. Der Sender teilte am Dienstag mit, man werde das in der Westminster Abbey stattfindende Konzert mit Herzogin Kate am 8. Dezember übertragen. Zuvor sollte die BBC die Übertragungsrechte für die Veranstaltung bekommen.

Nach Ausstrahlung der ersten Folge der BBC-Doku warfen die Queen, Charles und William dem Sender vor, "überzogene und unbegründete Behauptungen aus ungenannten Quellen als Tatsache" darzustellen.

Das Verhältnis der Royals mit der BBC ist seit einiger Zeit getrübt. Im Mai dieses Jahres hatte eine Untersuchung ergeben, dass deren Mutter, Prinzessin Diana, im Jahr 1995 von einem BBC-Reporter mithilfe gefälschter Dokumente zu einem aufsehenerregenden Interview überredet wurde. William gibt daher der BBC eine Mitschuld an dem Bruch seiner Eltern.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren