Klingbeil kritisiert CDU-Angriff auf Bas: "Was soll das?"

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sei nicht mehr tragbar, findet ein wichtiger CDU-Mann. Das will sich Vizekanzler Lars Klingbeil nicht gefallen lassen – und findet klare Worte.
dpa |
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Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil verwahrt sich scharf gegen Angriffe aus der Union auf seine Co-Parteichefin Bärbel Bas.
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil verwahrt sich scharf gegen Angriffe aus der Union auf seine Co-Parteichefin Bärbel Bas. © Moritz Frankenberg/dpa
Celle

SPD-Chef Lars Klingbeil hat entgeistert reagiert auf einen heftigen Angriff auf seine Co-Parteichefin Bärbel Bas aus den Reihen der Union. "Was soll das? Wir sind in verdammt schwierigen Zeiten. Wir müssen zusammenhalten in einer Regierung", sagte der Finanzminister und Vizekanzler im niedersächsischen Celle.

"Wohin zieht es eigentlich einige in der CDU?"

Klingbeil bezog sich damit auf Äußerungen des Vorsitzenden des einflussreichen Parlamentskreises Mittelstand (PKM) in der Unionsfraktion, Christian von Stetten. "Die Ministerin ist nicht mehr tragbar", hatte der CDU-Abgeordnete der "Bild" über Bundesarbeitsministerin Bas gesagt. "Seit Monaten blockiert sie die Reformen, die unser Land so dringend braucht." Klingbeil nannte von Stettens Namen nicht, erwähnte aber den "Bild"-Artikel.

Klingbeil wandte sich an die CDU und betonte, es gebe im Bundestag eine "zweite Mehrheit" neben Union und SPD, und zwar Union und AfD. "Aber das will ich nicht. Und ich hoffe, dass das viele in der Union auch nicht wollen, aber wenn ich solche Kommentare wie gestern höre, dann frage ich mich schon: Wohin zieht es eigentlich einige in der CDU?"

Klingbeil wünscht sich mehr Harmonie in Koalition

Konservative hätten häufig das Problem, sich nicht klar genug von den Rechtsextremen in Deutschland abzugrenzen, sagte Klingbeil. Es sei aber wichtig im Kampf gegen die AfD, dass die demokratische Mitte zusammenhalte und es gemeinsam hinbekomme. "Und ich wünsche mir, dass alle in Berlin mithelfen, dass das künftige Miteinander wieder besser wird."

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